Laktoseintoleranz: ein Erfahrungsbericht

Laktoseintoleranz: Symptome und geeignete Lebensmittel


Eine Laktoseintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker, die sich auf vielfache Weise bemerkbar machen kann. Welche Symptome auf eine Laktoseunverträglichkeit hinweisen und auf welche Lebensmittel ihr dann achten solltet, erzählt uns heute Gastbloggerin Julia.

Hallo ihr Lieben!

Ich bin Jula vom Blog Habe-ich-selbstgemacht. Ein Blog rund ums Kochen, Backen, DIY, Geschenke aus der Küche, Backmischungen im Glas, Fitness und Lifestyle:-). Angefangen habe ich durch meine Laktoseintoleranz und somit sind viele Rezepte im Alltag entstanden. Aber von Anfang an....


blog habeichselbstgemacht

Meine Symptome

Ich muss gestehen, mit einem Glas Milch konnte man mich schon immer verjagen! Gewisse Milchprodukte habe ich früher zwar vertragen, aber ich hatte trotzdem immer wieder Bauchschmerzen, Durchfall und Krämpfe. Mit Anfang 20 wurden meine Beschwerden so schlimm, dass ich auch oftmals Nächte lang nicht geschlafen habe vor lauter Magenkrämpfen. Hinzu kommt, dass man sich auch wirklich Gedanken macht, was es sein könnte. Einige Allgemeinmediziner konnten mir nicht weiterhelfen und haben meine Symptome einfach auf einen empfindlichen Magen oder das Reizdarmsyndrom geschoben. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben. Also habe ich mich auf die Suche der Ursache begeben.

Mein Weg bis zur Diagnose Laktoseintoleranz

Ich war dann etwa zwei Jahre bei einem Heilpraktiker in Behandlung und habe nach dessen Anweisung meine Ernährung umgestellt: keine Kuhmilchprodukte - dafür Ziege und Schaf, kein Schweinefleisch und kein Weizen. Die ersten Monate kam mein Körper mit dieser Umstellung wunderbar zurecht. Allerdings traten nach einiger Zeit die Beschwerden wieder auf. Dann hieß es zusätzlich kein Soja mehr, keinen Zucker sowie glutenfreie Ernährung.

Das war für mich persönlich der Punkt an dem ich mir gedacht habe " Das kann es doch jetzt nicht sein!" Ich als Genussmensch, der immer viel Freude an köstlichem Essen hat- da wird mir ja komplett die Freude am Essen genommen. Also habe ich mich auf die weitere Suche begeben und bin bei einer Ernährungsberaterin bzw. Allergologin gelandet. (Aber dies auch erst nach stundenlangen Recherchen im Internet.)

Ihr Vorgehen hat mich wirklich begeistert, denn sie konnte ziemlich schnell anhand eines genau geführten Ernährungstagebuchs meine Probleme herausfinden. Zusätzlich schickte sie mich noch zum Atemtest ins Krankenhaus.

Hier haben sich meine Unverträglichkeiten schnell herauskristallisiert und ich hatte einen Plan:-). Man ist wirklich froh, wenn man erkennt woher die Magenschmerzen und Krämpfe kommen.

laktosefrei

Die Ernährung anpassen

Nun hieß es, die Gewohnheiten umzustellen. Aber auch das ist kein Problem: Die meisten Fertigprodukte sind zwar tabu, da hier irgendwelche Zusätze mit Milch enthalten sind, aber alle frischen Produkte sind kein Problem. Auch beim Bäcker musste man anfangs immer nachfragen. Jedoch stellt man seine Einkaufsgewohnheiten um und dann greift man automatisch zu den Lebensmitteln, welche man verträgt.

Vorsicht auch bei Wurst - aber mittlerweile können einem die meisten Metzger auch Auskunft über ihre Produkte geben. Und wer mir keine ordentliche Antwort geben kann- da kaufe ich eben nicht mehr ein.

Ich für meinen Teil vertrage laktosefreie Milchprodukte sehr gut und verwende diese auch häufig. Das muss aber immer individuell abgestimmt werden- auch wunderbar lassen sich Nussmilch (mein Rezept für selbstgemachte Nussmilch) oder Sojajoghurt verwenden.

Ich vertrage ebenfalls normale Butter, da diese nur in großen Mengen nennenswert Laktose enthält und auch die meisten Käsesorten. Hier könnt ihr ganz einfach bei den Nährwert Angaben schauen: Kohlehydrate - aus Zucker - sollte unter 0,1 oder bei 0 liegen, dann ist im Käse kein Milchzucker enthalten. Ein toller Tipp meiner Allergologin.

Wenn ich Essen gehe oder mir unsicher bin, dann nehme ich eben eine Laktosetablette, welche man rezeptfrei in jeder Apotheke erhält. Allerdings kann ich das beispielsweise im Urlaub nicht eine Woche zu drei Mahlzeiten machen. Das bedeutet, im Urlaub versuche ich nur einmal am Tag eine Tablette zu nehmen.

So habe ich für mich meinen Weg gefunden, bin persönlich glücklich damit und komme gut zurecht. Auch wenn der Begriff Laktoseintoleranz inzwischen in aller Munde ist, heißt das noch lange nicht, dass sich viele Ärzte wirklich damit auskennen. Man muss also unter Umständen ein wenig suchen und forschen, aber es lohnt sich. Denn nach der Gewissheit erhält man sein Lebensglück zurück.

Auf diese Lebensmittel muss man bei einer Laktoseintoleranz achten :

Aber bitte diese Liste jetzt nicht als vollständig hinnehmen. Es gibt bestimmt noch Lebensmittel, welche Laktose enthalten die ich hier jetzt nicht aufgeführt habe.

• Milch
• Joghurt
• Wurst
• Käse
• Fertigprodukte
• TK Gemüsemischungen
• Fix - Päckchen
• Puddingpulver (z.B. Gala von Dr.Oetker enthält Laktose, der blaue Vanillepudding und gelbe Schokopudding ist laktosefrei)
• Schokolade (Zartbitterschokolade ist oftmals laktosefrei oder vegane Schokolade)
• Süßigkeiten
• Backwaren (Coppenrath&Wiese hat viele laktosefreie TK Brötchen und diese auch gekennzeichnet)
• Kuchen, Torten
• Gemüsebrühe (Instant)
• Kaffee (Instant- Granulat)
• Kaba (stattdessen Kakao verwenden)
• Müsliriegel

selbstgemachte Nussmilch

Und übrigens: wir Menschen mit einer Laktoseintoleranz sind sogar die Große Mehrheit der Weltbevölkerung und die Normalität. Denn die Natur hat es so eingerichtet, dass wir irgendwann die laktosehaltige Muttermilch nicht mehr vertragen, damit wir "abgestillt" werden. Deswegen sollten auch unsere Haustiere nicht so viel Laktose zu sich nehmen....die Katze oder der Igel keine normale Milch trinken. Denn ihnen allen fehlt das Enzym im Darm. :-)

Auf meinen Blog findet ihr selbstverständlich viele laktosefreie Rezepte, da ich meine Kreationen gerne auch probieren möchte :-). Also schaut gerne mal vorbei- ich freue mich auf euren Besuch und eure Rückmeldungen!

Alles Liebe,
Eure Julia


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