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Erfahrung mit Hochbegabung im Kleinkindalter

Hochbegabung bei Kleinkindern im Kindergartenalter


Erfahrungsbericht und Merkmale aus dem Leben mit einem hochbegabten Kleinkind im Kindergartenalter

Teil 4 der Artikelserie Hochbegabung

Als mein erster und ältester Sohn Dennis geboren wurde, war es für mich wie für jede Mutter, die ihr erstes Kind bekommt, alles aufregend und neu. Aber alles lief normal ab und der Kleine wuchs ganz normal heran. Dass er schon am ersten Tag im Krankenhaus den Kopf hob, neugierig durch die Welt schaute, seinen Kopf dahin drehte, wo Stimmen herkamen, war für mich nichts besonders. Ich hielt ihn nur für ein aufgewecktes Baby. Das zog sich so durch die ersten Lebensmonate und Jahre. Dennis schlief mit knapp 2 Jahren mittags nicht mehr, war grundsätzlich morgens um 6 Uhr wach und trug mit 18 Monaten keine Windeln mehr. Er konnte mit gut 2 Jahren bis 20 zählen und mit 3 Jahren seinen Namen schreiben. Das alles fand ich völlig normal, habe mich über die tolle Entwicklung meines Kindes gefreut und mir nichts weiter dabei gedacht.

Dennis hat sich immer extrem gut alleine beschäftigen können und schaute sich stundenlang Bilderbücher an oder baute Duplo. Im Spiel war er sehr vertieft und hat sich durch nichts ablenken lassen. Da ich zu der Zeit nicht berufstätig war, wollte ich Dennis nicht 3 ganze Jahre in den Kindergarten schicken. Ich wollte selbst so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen. Also beschloss ich, ihn erst mit 4 Jahren in den Kindergarten zu schicken. Im Jahr davor ging er drei Vormittage die Woche in eine Montessori-Spielgruppe, er besuchte eine Zwergen-Musikgruppe und wir gingen zum Kinderturnen. Somit war er auch viel unter Kindern, aber wir verbrachten auch viel Zeit miteinander.

Nach ein paar Wochen in der Montessori-Spielgruppe sprach mich die dortige Leiterin an und meinte, Dennis wäre nicht nur ein sehr aufgeweckter Junge, sondern auch sehr intelligent. Ich schaute sie etwas verwundert an und stellte ihr die Frage, woran sie das erkenne. Dazu muss ich sagen, sie hatte neben der Ausbildung zur Erzieherin, auch das Montessoridiplom und selbst zwei hochbegabte Kinder. Ihre Erkenntnis zog sie aus tagelangen Beobachtungen von Dennis bei seinen Verhalten. Unter anderem erklärte sie mir, er hätte für sein Alter eine extrem hohe Auffassungsgabe, er würde alles hinterfragen, er wäre sehr konzentriert bei der Sache, könnte mit speziellem Perlen-Rechenmaterial von Montessori schon bis 1000 rechnen und vieles mehr. Allerdings wäre er auch sehr zurückhaltend den anderen Kindern gegenüber, würde lieber alleine oder maximal zu zweit spielen, bei Gruppenspielen würde er sich eher zurückziehen, beim Toben und Klettern wäre er sehr vorsichtig und würde immer abwägen, ob es eine Gefahr für ihn gäbe oder nicht. Alle diese Verhaltensweisen würden darauf hinweisen, dass Dennis überdurchschnittlich intelligent sei. Sie gab mir den Rat, ihn auf Hochbegabung testen zu lassen, um ihn dann gezielt fördern und auf seine Bedürfnisse individuell eingehen zu können.


Natürlich war mir schon vieles von dem, was sie erwähnt hatte auch aufgefallen, aber aus diesem Gesichtswinkel hatte ich es noch nie betrachtet. Ich ging mit vielen Gedanken im Kopf nach Hause, konnte nicht ganz glauben, was ich gehört hatte und hatte auch keinerlei Vorstellung, was es heißen sollte, mein Kind sei überdurchschnittlich begabt. Im Familienkreis habe ich mich dann mit meinem damaligen Mann und Vater von Dennis besprochen und überlegt, was wir davon halten und wie wir weiter verfahren sollen.

Was danach passierte und wie die weitere Zeit im Kindergarten mit Dennis war, erzähle ich Euch im nächsten Artikel.

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