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Hochbegabte Kinder fördern

Förderung hochbegabter Kinder in Familie & Schule


Im Laufe der letzten Jahre wurde die Hochbegabung und der Umgang mit ihr immer sowohl in Familien, als auch bei Ärzten, Psychologen, Institutionen und Vereinen immer mehr zum Thema. Daher gibt es heute viele Möglichkeiten, hochbegabte Kinder bzw. Jugendliche zu fördern oder zu unterstützen.

Teil 9 der Artikelserie Hochbegabung

Förderung im Familienkreis

Auch Familienmitglieder brauchen Unterstütung

Natürlich steht an erster Stelle die Familie. Wird die Hochbegabung eines Kindes innerhalb der Familie nicht akzeptiert und nicht versucht, auf das Kind entsprechend einzugehen, so wird das Kind vermutlich massive Probleme bekommen. Doch niemand von uns wird mit einem speziellen Wissen zu dem Thema Hochbegabung geboren und daher benötigen alle Familienmitglieder entsprechende Unterstützung.

Je früher eine Hochbegabung erkannt wird, desto besser ist es für das Kind

Je früher man die Hochbegabung erkennt, desto früher kann man fördern. Insbesondere in den Jahren bis zum 10. Geburtstag können Kinder besonders gut lernen, daher ist es wichtig, früh anzufangen. Leider ist es oft so, dass Jugendliche aufgrund ihrer Hochbegabung in ihrer Kindheit das Lernen nicht gelernt haben, weil die Förderung fehlte. Da sind dann Probleme oft vorprogrammiert, da die Basis fehlt. Sie sind schlechter zu motivieren, sind unorganisiert oder haben kein gutes Arbeitsverhalten.

Fördern bedeutet, das Kind fordern

Im Prinzip heißt fördern: das Kind fordern. Es ist sinnvoll Interessen und Stärken auszubauen, also verschiedene Möglichkeiten anzubieten. Das Kind muss entscheiden, ob es sie annehmen will oder nicht. Neben der Förderung von Wissen ist es aber auch wichtig, dass Kind in emotionalen und sozialen Bereichen zu fördern. Gespräche über Gefühle, besondere Ereignisse und über die Empathie sind zum Beispiel sinnvoll.

Förderung in Kindergarten und Schule

Aber auch Erzieher oder Lehrer sind gefragt und in die Förderung mit einzubeziehen, da sie neben den Eltern wichtige Bezugspersonen sind.

Sie sollten von der Hochbegabung wissen und mit den Eltern zusammen überlegen, wie das Kind in der Gruppe bzw. im Klassenverband gefördert werden kann. Es darf sich niemals als ausgegrenzt vorkommen, nur weil es intelligenter ist als andere.

Lehrer müssen von der Hochbegabung wissen

In der Schule gibt es oft Programme für Kinder mit Lernschwierigkeiten, aber leider nur sehr selten für Kinder, die mehr können und schneller lernen als die anderen.

Da ist Langeweile im Unterricht vorprogrammiert. Schalten die Kinder aber erst einmal ab, verlieren sie den Anschluss, werden zum Klassenclown, um die Aufmerksamkeit zu wecken oder schwänzen gar die Schule. Sie werden krank, klagen über Bauchschmerzen und wollen nicht mehr zur Schule gehen.

Spezielle Lernprogramme für hochbegabte Kinder

Dem kann man vorgreifen, indem man mit den Lehrern abspricht, welche Möglichkeiten es gibt. Dazu gehört z.B. Unterricht einzelner Fächer in einer höheren Klasse, eine Klasse ganz zu überspringen oder was in Montessoriklassen gut machbar ist, den schnelleren Kindern Zusatzaufgaben zu geben, die sie mehr fordern. Diese Form der Förderung ist auch im Kindergarten schon gut einsetzbar.

Schulen für hochbegabte Kinder

Mittlerweile gibt es auch spezielle Klassen oder sogar Schulen für hochbegabte Kinder. Die sind sicherlich sinnvoll, wenn man so was in der Nähe hat. Das Kind aus seiner Familie rauszureißen, um es auf solch ein Internat zu schicken halte ich nur in Ausnahmefällen für richtig. Der wichtigste Ansprechpartner bleibt doch immer noch die Familie.

Der Kinderarzt als Partner

Kinderärzte sind eigentlich ganz am Anfang ein besonders wichtiger Partner, damit ein hochbegabtes Kind überhaupt als hochbegabt erkannt wird und die entsprechende Förderung bekommt.

Dafür müssen sie für die Eltern ein guter Ansprechpartner sein, ihre Sorgen und Ängste in Bezug auf das Kind und die evtl. auftretenden Verhaltensauffälligkeiten ernst nehmen und weitere Vorgehensweisen vorschlagen und mit den Eltern absprechen.
Sie sollten sich mit den Erziehern/Lehrern in Verbindung setzen, beraten und gegebenenfalls über Hochbegabung aufklären.

Förderung und Unterstützung durch Therapeuten / Psychologen

Ebenso sind Therapeuten oder Psychologen sehr wichtig für die richtige Förderung und Unterstützung.

Gerade, wenn es zu akuten schweren Problemen kommt, wie es bei meinem Sohn Dennis zwischendurch der Fall war, sind sie diejenigen, die dem Kind durch spezielle Therapien helfen können. Besonders dann, wenn die Eltern nicht mehr weiterwissen und viel zu emotional handeln würden.

Ich habe durchweg gute Erfahrungen mit Psychologen und Psychotherapeuten gemacht. Allerdings sollte man genau darauf achten, dass diese sich auf Hochbegabung, insbesondere bei Kindern, spezialisiert haben.

Förderung in Vereinen

Um hochbegabten Kindern das Leben leichter zu machen und zu zeigen, dass es auch noch andere Kinder gibt, denen es genauso geht, gibt es mittlerweile einige Vereine, die sich besonders mit der Hochbegabung beschäftigen.

Dazu gehören unter anderem Mensa, die deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind oder auch die Hochbegabtenförderung. Diese Vereine haben sich alle darauf spezialisiert, Hochbegabte zusammenzubringen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen und sie zu unterstützen.

Viele gemeinsame Veranstaltungen werden dort organisiert, Vorträge gehalten, Gesprächskreise zum Austausch oder sogar gemeinsame Urlaube geplant. Aber auch einfache Spielenachmittage sind sehr beliebt. Dabei lernen die Kinder andere hochbegabte Kinder kennen, können Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen und merken, dass sie nicht alleine sind auf der Welt.

Neben den Vereinen gibt es auch Stiftungen wie die KARG-Stiftung, die sich ebenfalls sehr intensiv mit dem Thema Hochbegabung beschäftigt und z.B. hochbegabte mit Stipendien fördert. Aber auch Beratungsstellen explizit zum Thema Hochbegabung gibt es besonders in größeren Städten, bei denen man sich erkundigen kann.

Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass es mittlerweile viele Förderungsmöglichkeiten für hochbegabte Kinder gibt. Allerdings sind immer an erster Stelle die Eltern gefragt. Sie müssen Kontakte herstellen und das jeweils Beste für ihr Kind rausfinden müssen. Letztlich sind sie es, die die richtige Entwicklung ihrer Kinder in der Hand haben.

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