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Interview mit einem jungen Erwachsenen über sein Leben als hochbegabtes Kind

Leben mit einer Hochbegabung: Bericht eines Teeangers


Interview mit Connys 16-jährigem Sohn Patrick über seine Hochbegabung

Teil 11 der Artikelserie Hochbegabung

Wie lebt es sich als hochbegabtes Kind bzw. Jugendlicher?

Wann ist dir bewusstgeworden, dass du anders bist als die anderen?

Als ich in die Schule gekommen bin, weil ich gemerkt habe, dass ich schneller als die anderen war.

Woran hast du das gemerkt?

Daran, dass ich besser war als die anderen und vieles schneller begriffen habe.

Wann hast du erfahren, dass du hochbegabt bist, wie und durch wenn?

Ich habe erfahren, dass ich hochbegabt bin, als ich den IQ Test gemacht habe. Meine Mutter hat mir dann die Zusammenhänge erklärt.

Was hat dich daran gestört, dass du anders bist?

  • ...dass andere mich nicht einfach so akzeptieren, wie ich bin.
  • ...dass ich nur sehr schwer dazugehöre.
  • ...dass ich über Viel zu Vieles nachdenke und nicht zur Ruhe komme.
  • ...dass ich mich mit vielen Antworten und Lösungen nicht zufriedengebe. Ich will alles ganz genau wissen, einfache Erklärungen reichen mir meist nicht.
  • ...dass andere meinen Gedankengängen nicht folgen können. Ich bin ihnen in meinen Gedanken meist schon drei Schritte voraus.
  • ...dass ich im Prinzip schneller denke als ich rede, wodurch ich mich auch mal verhasple, was bei anderen schlecht ankommt.

Was hast du früher und heute daran gut gefunden, dass du hochbegabt bist?

Früher fand ich es toll, dass ich Sachen schnell begreife.

Heute finde ich es super, dass, wenn ich mich für etwas besonders interessiere, mich besonders gut darin vertiefen kann. Mir fällt es z. B. sehr leicht komplizierte Schlagzeug-Rhythmen zu spielen, womit andere große Probleme haben.

Wie erklärst du Gleichaltrigen, dass du anders bzw. das du hochbegabt bist?

Am liebsten gar nicht, es weiß keiner. Teilweise schäme ich mich dafür. Sie könnten einen schlechten Eindruck von mir bekommen. Außerdem geht sie das nichts an.

Wärst du lieber anders? Wenn ja, warum?

Nein, anders wäre langweilig. Ich bin zufrieden, so wie es ist. Ich komme so ganz gut zurecht.

Wie glaubst du, kannst du dir die Hochbegabung in Zukunft zu Nutze machen?

In dem ich sie bzw. meinen Intellekt voll ausnutze und mich auf das spezialisiere, was ich am Besten kann. Zum Beispiel indem ich mein Interesse für Physik, Mathe und Sprachen weiterverfolge und beruflich nutze.

Was würdest du anderen Hochbegabten raten?

Nehmt einfach Sachen hin, wie sie sind, auch wenn es schwerfällt. Akzeptiert, dass die Welt nicht perfekt ist und dass man sie auch nicht perfekt machen kann. Fordert euch selbst mehr heraus!

Fazit

In meinen Augen zeigen die Äußerungen meines Sohnes ganz klar, dass die Jugendlichen relativ früh lernen, mit Ihrer Hochbegabung umzugehen, wenn sie dementsprechend unterstützt werden.

Patrick hatte natürlich den Vorteil, dass er einen fünf Jahre älteren Bruder hat, der auch hochbegabt ist. Somit haben wir alle schon früher gelernt damit umzugehen und Patrick konnte den Nutzen daraus ziehen.

Man sieht aber auch, dass die Kinder ihre Hochbegabung eher lockerer nehmen, je älter sie werden.

Sie verstehen, was mit ihnen los ist und akzeptieren es einfach. Patrick macht das Beste für sich daraus und da bin ich sehr froh drum. Allerdings muss ich auch erwähnen, dass Patrick psychisch sehr stabil ist und immer war, im Gegensatz zu seinem Bruder. Das macht für ihn natürlich auch vieles leichter.

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