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Fazit: Wie ist das Leben mit und für einen Hochbegabten?

Das Leben als Mutter hochbegabter Kinder


Nun, nachdem meine Artikelserie zum Thema Hochbegabung sich dem Ende neigt, möchte ich auch ein Fazit ziehen. Wie ist das Leben mit und für einen Hochbegabten, insbesondere einem hochbegabten Kind?

Teil 13 der Artikelserie Hochbegabung

Ich lebe nun über 20 Jahre mit meinem beiden hochbegabten Söhnen zusammen und habe viele Höhen und Tiefen miterlebt und begleitet. Ich möchte im Prinzip keinen Tag davon mehr missen.

Die Erfahrungen, die wir gemeinsam machen durften, haben uns für viele Dinge die Augen geöffnet, die man im Leben mit normalen Kindern nicht machen kann.
Es gab natürlich auch Tage, wo ich gedacht habe, dass schaffst Du nicht, warum ist das so und nicht anders, warum ist es komplizierter. Trotzdem habe ich mich nie gefragt, warum ich nicht ein normales Kind habe, dann wäre vieles einfacher.

Sicherlich wäre vieles einfacher oder anders gewesen, aber ist einfacher immer besser oder schöner? Ich sage für mich: nein!

Meine Kinder sind toll, das sind normale Kinder natürlich auch, so wie sie sind. Wir haben gemeinsam vieles lernen müssen, viele Erfahrungen gemacht und uns oft gewundert, warum es so ist und nicht anders. Wir haben die Herausforderung angenommen und sind an ihr gewachsen.


Und genau das ist in meinen Augen das Wichtigste: Man muss die Herausforderung annehmen. Wenn man sich auf das Thema einlässt, akzeptiert, dass es so ist, wie es ist, ist Hochbegabung ein Goldschatz, den man nur richtig pflegen muss, damit er auch positiv genutzt werden kann.

In einem Artikel erwähnte ich den Spruch „Hochbegabung ist die schönste Form der Behinderung“. Diesen Satz habe ich mir immer zum Leitsatz gemacht und er hat mir über viele Stolpersteine hinweggeholfen.
Ich bin sehr glücklich, dass ich meine beiden hochbegabten Söhne bis zum Erwachsenenalter (ok, der jüngere hat noch 16 Monate bis zur Volljährigkeit) begleiten durfte und durch ihr „Anderssein“ so viele Erfahrungen habe machen können, die man sonst nicht macht.
Sie sind nun gerüstet für das Leben auf eigenen Beinen und haben alle Chancen, aus ihrem Leben etwas Besonderes zu machen.

Meine beiden Söhne sind da allerdings nicht unbedingt immer meiner Meinung gewesen. Gerade der Große hat oft mit seinem Schicksal gehadert und mich gefragt: „Warum bin ich nur so anders als die anderen? Ich will das nicht.“ Je älter er wurde, desto besser wurde es, doch würde er heute entscheiden dürfen, ob er als Hochbegabter auf die Welt kommen will oder nicht, ich vermute, er würde sich dagegen entscheiden.


Mein Jüngster ist da ganz anders. Er ist ein ganz anderer Typ, viel extrovertierter und offener. Er hat seine Hochbegabung immer angenommen, nie mit ihr gehadert und sie sich zu Nutze gemacht. Heute weiß er vor Interessen nicht, was er zuerst machen soll, weil sein Tag einfach zu kurz ist. Er ist auch jetzt noch extrem wissbegierig und erforscht für sich alles, was ihn auch nur ein wenig interessiert. Nicht umsonst hat er schon genaue Vorstellungen, was er später einmal werden möchte. Seinen Lebensweg als angehender Physiker hat er schon genau geplant.

Meine Kinder sind die besten Beispiele dafür, dass das Leben für einen Hochbegabten toll sein kann, aber leider nicht immer ist. Sehr viel steht und fällt mit dem Charakter des Kindes. Obwohl ich mich bei beiden Kindern gleich gekümmert habe und sie immer unterstützt habe, leben doch nicht beide gleich gut mit Ihrer Hochbegabung. Trotzdem bin ich sicher: Beide werden ihren Weg machen und ich bin sehr stolz auf sie.

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