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Familienfreundliche 6-Tages-Tour durch Angkor

Angkor Besuch in Kambodscha - Weltreise Informationen


Angkor ist eine sehr berühmte Tempelanlage in Kambodscha, die sich auf rund 200 qm verteilt. Das darunter bekannteste und gleichzeitig größte sakrale Bauwerk der Welt ist Angkor Wat. Unsere Backpackerin Vera gibt euch in diesem Reisebericht Tipps für eine familienfreundliche Tour durch diesen beeindruckenden geschichtlichen Ort

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Als ehemalige Hauptstadt des Kambudja Reiches (=Khmer Reich), das seine Blütezeit zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert erlebte, kommt man auf dem weitläufigen Gebiet des Angkor Archäologischen Parks aus dem Bewundern nicht mehr Heraus: staunend betrachten wir buddhistische Tempel, zugewucherte Ruinen, Buddhastatuen, chinesische Reisegruppen, die Angkor-Affen (Makakken) und eben Touristen, Touristen und Touristen.

Zunächst einige Organisationsinfos:

Am besten zu erreichen ist Angkor von Siem Reap aus, am frühen Morgen oder späten Nachmittag und per Moto-Tuktuk (eine reine Retourfahrt, ohne den Hop on Hop Off Service von Tempel zu Tempel gibt es für ca. acht USD).

Per Fahrrad ist noch Geldbeutel schonender, allerdings sind die 7,5 km einfach zusätzlich zu bewältigen. Zudem ist die Entfernung zwischen den Tempeln ebenfalls mehrere Kilometer.

Einen Sonnenaufgang in Angkor Wat gilt es zu erleben. Wir starten unsere Besichtigungen gegen acht Uhr und beenden sie gegen zwölf. Erst ab 16 Uhr sind wir wieder erholt, die Hausaufgaben erledigt und wir bereit für ein weiteres Abenteuer. Die meisten Tempel haben von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet, Angkor Wat öffnet bereits ab 5 Uhr seine Tore und das Ticketbüro ab 4.30 Uhr. Dieses ist übrigens ganz woanders gelegen als das Weltkulturerbe. Es ist den Tuktuk Fahrern aber bekannt.

Ein Tag kostet 38 USD, drei Tage 62 USD und sieben Tage 72 USD (die Ausweise werden häufig kontrolliert, sind mit Foto ausgestattet und nicht übertragbar). Nach dem Kauf können sie innerhalb von zwei bis vier Wochen eingelöst werden. Kinder unter zwölf Jahren sind kostenfrei, aber auch in Bakan, dem Heiligsten in Angkor Wat, nicht zugelassen (sehr zu Töchterleins Enttäuschung).

Angkor Wat

Die Tempelanlage wurde von Suryavarman erbaut und gilt als größte asiatische Pyramide.

Die Menschenmassen des Vormittags verteilen sich weitläufig in der großen Anlage, wenn sie einmal über die schwimmende Zugangsbrücke balanciert sind (Angkor Wat ist komplett von einem weiten Wassergraben umgeben).

Zu dem Hauptkomplex kommt man vom westlichen oder (weniger besuchten) östlichen Eingang. Vorbei geht es an zwei Vischnu Statuen, schnurgerade auf die Königsterrasse zu. Der Weg wird gesäumt von Lotusteichen und den ehemaligen Bibliotheksgebäuden. Unter den Bäumen verstecken sich Getränkeverkäufer: unbedingt zu empfehlen, sich nach spätesten 90 Minuten ein zuckerhaltiges Getränk zu gönnen: für die Familienlaune war dies bei uns essentiell!

Im äußeren Mauergang finden sich wunderschön restaurierte Mauerreliefs, entstanden zwischen dem 12. und 16 Jahrhundert, welche hinduistische Sagen in typischer, detailreicher Khmerkunst zeigen, wie z.B. den Sieg von Vischnu oder seiner Reinkarnation Krischna über Bana.

Angkor Wat Kambodscha

Im Tempel der 1000 Buddhas erkennt man noch Jahrhunderte alte Inschriften an den Säulen, welche die Verbundenheit der Verfasser zu Buddha in japanisch und Khmer bezeugen. Die meisten Buddhas sind allerdings ins Nationalmuseum gebracht worden. Tiefe Becken zeugen von der Weisheit der Hochkultur, Regenwasser aufzufangen und nutzbar zu machen.

Prasat Ta Phrom

Der ursprünglich Rajavihara genannte, im 12./13. Jahrhundert im Bayon Stil erbaute Tempel Ta Phrom, auch bekannt als Tomb Raider Tempel, wird auch heute noch vom Dschungel verschluckt.

Leise Restaurationsarbeiten in indisch-khambodschanischer Kooperation stellen jedoch sicher, dass auch künftige Generationen Riesenwurzeln im jahrhunderte-alten Mauerwerk, Bäume und die Fenster und Säulen umwachsen. Hier starten wir Punkt acht Uhr unsere zweite Tagestour in Angkor.

Angkor Kambodscha

Als nächstes geht es nach Prasat Pre Roup. Zwölf Meter klettern wir die dreistufige Pyramide nach oben. Dort darf man in einem der fünf Türme (Prasat) Räucherstäbchen entzünden und den Schatten genießen.

Wir beobachten, wie wunderschöne Bilder aus Leder gekerbt werden, sie zeigen Elefanten und Gottheiten. Dieser Tempel ist klein, überschaubar, strahlt Wärme und Stimmigkeit im Stil aus (gebaut wurde er im zehnten Jahrhundert) und ist von Touristen nicht überlaufen.

Auf dem Rückweg nach Siem Reap halten wir an Sras Srang, dem historischen Wasserresservoir, auch bekannt als das royale Bad. Heute lassen sich Büffel und Kinder beim gemeinsamen Bad im klaren Wasser beobachten, gegenüber liegt der Prasat Banteay Kdei, halb verfallen und herrlich verwunschen lädt der wenig besuchte Tempel zu Entdecker-Spielen ein.

Bayon und Angkor Thom

Bayon ist ein wunderbares Highlight im Zentrum von Angkor Thom (= große Stadt). Erreicht wird es durch das gut erhaltene Südtor. In Bayon gibt es wunderschöne Türme und metergroße Gesichtsreliefs aus Stein zu sehen. Im Heiligsten zünden wir Räucherstäbchen an, gehen in uns und knien nieder. Bayon sollte als neuer Haupttempel der Hauptstadt, Angkor Thoms, dienen. Zu Fuß laufen wir zur Elefantenterasse, die ehemals der König Jayavarman VIII für Volksansprachen nutzte und der ein hunderte Meter langes Relief aus Elefanten als Sockel dient.

Bayon Angkor Kambodscha

...und noch mehr Tempel ;)

An unserem vierten Tag geht es erneut um 7.30 Uhr los, das ist eine gute Zeit, um die kühleren Morgenstunden zu nutzen und doch ist der Andrang zu Sonnenaufgang bereits abgeebbt.

Unser TukTuk-Fahrer wird immer offener, geht mit Töchterlein shoppen, spielen, Hausaufgaben machen, dreht eine Ehrenrunde mit ihr und verbringt gerne Zeit mit ihr, wenn Mama und Papa doch noch einen weiteren Tempel zu zweit besichtigen.

Tuk Tuk Angkor Kambodscha

Heute haben wir uns die nördlichen Tempel (Prasat) ausgesucht und schauen begeistert Preah Khan an, der dem Vater gewidmet ist und somit thematisch zu Ta Phrom gehört, zur Huldigung der Mutter erbaut. Weiter geht es zu dem in dem halb ausgetrockneten Östlichen Barray gelegenen Preah Neak Pan, hören auf dem Weg die Klänge eines Orchesters aus Landminen versehrten Männern, sehen Kinder mit Steinschleudern schießen und Frauen nach Tümpelkäfern (als Mahlzeit) fischen. Der Tempel an sich ist klein, unspektakulär und von einem gefüllten Wassergraben umgeben. Der Weg ist hier das Ziel.

Prasat Ta Prom liegt malerisch am Fluss, dennoch erreichen wir eine Menge an Tempeln, bei der Töchterlein stöhnt: Noch ein Tempel?! Am östlichen Mekong gehen wir deshalb shoppen: Reisemaus handelt selbstständig um eine lila Hängematte (erfolgreich!) und wir erstehen Reliefabdrücke aus dem Bayon auf Reispapier, mit Ölfarbe gefärbt.

An Tag fünf erklimmen wir gemeinsam mit Elefanten den Tempelhügel des Phnom Bakeng. Immer wieder wundern wir uns, wie laut der Dschungel ist: es pfeift, zwitschert, trillert, zirpt – der weiße Lärm beruhigt. Diesen Tempel und auch Angkor Wat schauen wir uns aus der Vogelperspektive in 120m Höhe aus der Montgolfière an. Der Preis ist angemessen, das Erlebnis wunderschön. Nach zehn Minuten geht es zurück auf die Erde zum nicht schwindelfreien Mann der Familie. Töchterlein lässt sich nun in der Hängematte baumelnd von Tempel zu Tempel fahren. Prasat Ta Keo lässt sich nur auf allen vieren erklimmen, so hoch, kurz und abgetreten sind die ehemaligen Treppenstufen.

Unseren letzten Tag widmen wir dem 37 km entfernten, kleinen Tempel Banteay Srey, der durch aufwändige, detailreiche Intarsien und eine herrliche Landschaft besticht. Auch Prasat Kravan ist klein und schnell umrundet. Bei unserem Besuch baute ein Luxushotel gerade alles für ein Galadinner nach offiziellem Besuchsschluss auf: Dutzende von weiß umrahmten Kerzen tauchen den Tempel in goldenes Licht.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass wir unglaublich begeistert waren, dass das Gelände weitläufig ist und man sich nicht ausschließlich in Touristenmassen findet. Schöne, ruhige, einsame Tempel haben wir auch gefunden! Die Mittagshitze ist brutal, gerade mit kleinen Kindern unbedingt meiden und sich genügend Zeit lassen, wir fanden ein eigenes Moto-TukTuk sehr entspannt – ein absolutes Kambodscha-Highlight!

15.04.2019
Hier findest du alle Infos und laufende Reiseberichte zu Veras Weltreise 2018/2019.

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