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Bali

Bali - Insidertipps und Reisebericht unserer Backpacker


Spontan verliebt in die einzige hinduistische Insel Indonesiens

Nach 3 Monaten ist Australien geht es für unsere Backpacker nun nach Asien

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Zwei Tage klaut uns Jetstar, die wir statt bereits auf Bali noch in Melbourne verbringen: unser Flug wird gecancelt, doch werden Unterkunft, Verpflegung und Taxifahrten von der Airline als Entschädigung übernommen. Somit verlassen wir Australien am Ablaufdatum unserer Visa, genau drei Monate waren wir hier glücklich, jetzt geht es nach Südostasien. Wir verbringen die zwei Tage in Melbourne und lernen für uns neue Sportarten kennen: Slow Softball.

In Bali landen wir um 22 Uhr Ortszeit, erreichen unseren Host gegen Mitternacht und gehen lokal gegen 1 Uhr nachts mit ihm in einer Garküche essen: er ist Anwalt und Hochzeitsplaner in einem und stellt uns ein gemütliches Zimmer in einer Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung, welches wir mit fingerlangen Kakerlaken teilen.

Unsere Körper funktionieren noch immer nach Melbourne Zeit und somit kommt unser Töchterlein erst um 4 Uhr nach unglaublich leckeren Garküchensnack inklusive selbstgemachtem Eistee und Eiswürfeln ins Bett.

Wir verweilen nicht lange in Kuta, kaufen uns jedoch eine indonesische Simkarte mit genügend Datenvolumen und testen erstmalig die asiatische Version von Uber: Grab. Dies ist eine Taxi-App, mit der sich auch alle anderen Lebensbereiche organisieren lassen: Essen, shoppen, Aktivitäten, etc.

Ubud: Künstlerhauptstadt und spirituelles Zentrum Balis

In Ubud genießen wir eine herrlich-luxuriöse Unterkunft inmitten von Reisfeldern und mieten einen Roller, um das hinduistische Bali näher kennen zu lernen. Ubud gilt als Künstlerhauptstadt und spirituelles Zentrum Balis, nicht erst seit Julia Roberts in Eat Pray Love hier ihren Sinn und Mann fürs Lebe balinesischen Küchen fand, gelten hier Yogaklassen, Heilfasten, traditionelles Trancetanzen als chic.

Bali Ubud Indonesien

Die balinesische Küche

Täglich holt uns die Regenzeit auf unseren Entdeckungstouren, zu dritt auf einem 125er Roller, ein: Zwangspausen während Gewittern nutzen wir zum Entspannen, Entschleunigen und zum Kennenlernen der balinesischen Küche: generell bedeutet „Essen“ auf balinesisch „Reis essen“, bildet dieser doch die Grundlage jeder Mahlzeit. Gemeinsam mit der Kokosnusspalme ist es das wichtigste Anbauprodukt und Exportgut. Die Kokosnussmilch bildet die Grundlage zahlreicher Curries. Hier in Bali erkennt man die Einflüsse zahlreicher Besatzer: japanische Meerestierzubereitung, chinesische Glasnudeln, europäische Kartoffeln, alles gewürzt mit leckeren, indisch anmutenden Gewürzen und in fett ausgebackenes Gemüse, Schweinefleisch und Fisch: so lässt es sich lecker speisen.

Bali Food Backpacking Indonesien Coconut

Rollerfahren auf asiatischen Straßen

Das Rollerfahren will auf asiatischen Straßen geübt sein, gelten doch weniger Regeln, dafür mehr individuelle Rücksichtnahme (immer in Verbindung mit Hupen) als zielführend. Wir haben dabei jede Menge Spaß und fühlen uns sehr sicher und frei. Töchterlein trällert, spielt „Gedankenspiele“, powernapped und lacht ihr befreiendes Kinderlachen. Gut gepflegte 125er Roller lassen sich in Ubud für maximal 7 Euro pro Tag mieten.

Bali und der Hinduismus

In Bali lebt die Mehrheit der Bevölkerung im hinduistischen Glauben (ca. 89 %). Dies ist weltweit nur noch in Indien, Nepal und … der Fall.

Der Glaube ist wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, jede Familie besitzt eigene, zumeist zwei, Tempelschreine: einen für die Götter und einen für die Geister der Familie/ des Hauses. Mit schwarz-weißen Tüchern umhüllt, werden sie geehrt und sind lebensumfassend (ähnlich dem Yin und Yang, dem schwarz und weiß, dem Tag und Nacht,...). Weiße und gelbe seidene Tücher schmücken die Tempel und Schreine zu vollmond, stehen sie doch für Reinheit und Heiligtum.

Opfergaben werden täglich auf dem Besitz, auf dem Gehweg, an Kreuzungen, an Toreinfahrten, etc. in Form von Reis, Blüten, Keksen und Räucherstäbchen verteilt.

Bali Hinduismus

Sehenswürdigkeiten auf Bali

Wir besuchen Gia Gatha, die Elephantenhöhle, in Stein gemeisselte hinduistische und wenige buddhistische Glaubenssymbole sind auf der großen Tempelanlage, die der Dschungel fast verschluckt, zu finden.

Auf dem Weg zu dem Pura Tirtu Empul Tempel, einem der wichtigsten Tempelanlagen in Bali, fahren wir an dem UNESCO Weltkulturerbe der Tegalalang Reisterassen vorbei.

Eine beliebte Touristenattraktion, die wir nur von Ferne bestaunen, sind die Bali-Schaukeln: riesige Schaukeln, auf denen man extra gesichert über Reisterassen und Schluchten schaukeln darf.

In der Pura Tirtu Tempelanlage gibt es eine niemals versiegende sprudelnde Quelle, deren Wasser als heilbringend und reinigend gilt. So gibt es einen extra Bereich der als Badeanstalt dient, auch Touristen sind willkommen. Übrigens ist es wichtig, in Tempeln lange Haare zusammenzubinden und einen Sarong zu tragen, den es jedoch am Eingang kostenfrei zu leihen gibt.

Für Naturliebhaber, die gut zu Fuß sind, ist der Leke Leke Wasserfall ein wahrer Traumort. Er liegt abseits der touristischen Pfade, ist gerade in der Regenzeit kaum besucht (wir sind zunächst alleine, dann mit einer coolen Clique Einheimischer vor Ort), Ab- und Aufstieg sind steil, rutschig und dauern ca. 30 min und führen mitten durch den Dschungel. Lianen, Palmen, Farne versperren den Blick in den Himmel, hier und da wächst eine Papaya, eine Ananas und eine staude Bananen. Kühe und Hühner werden auf kaum sichtbaren, winzigen Farmen gehalten. Und das Wasser ist herrlich kühl!

Bali Urwald In Ubud direkt liegt der Affenwald, bevölkert von 6 Makakken-Großfamilien, insgesamt ca. 500 Tieren. Touristisch angelegt und wunderschön erneuert finden sich dennoch verwunschene Stellen am Wasserlauf, halb vergessene Steintreppen mit spielenden Affenbabys und Tempelanlagen.

Wir machen auch einen Spaziergang von 4 km auf dem Ridge Walk. Ein beliebter Trekk unter Touristen und einheimischen Sportfans. Er ist wirklich nett, bietet jedoch wenig Schatten und man ist nicht allein.

Ganz anders ist es im balinesischen Hinterland, hier finden sich Orte, dort lassen sich unter Einheimischen essen und Reisbauern beobachten. Hier haben Laufenten Vorfahrt und wir fahren Offroadpisten mit dem Roller, die wir in Deutschland noch nicht einmal als Wanderweg erkannt hätten.

Bali – ein Land zum Wohlfühlen

In Bali lebt noch immer die Mehrheit der Bevölkerung vom Ackerbau, doch gilt der Tourismus, vorwiegend bestritten durch ausländische (australische) Besucher, als Haupteinnahmequelle der Insel. Uns erscheint Bali als exotische Insel, die vieles zu bieten hat, mit unglaublich zuvorkommenden, freundlichen Bewohnern, vielen Touristen, unglaublich viel bewahrtes, ursprüngliches Leben und dennoch einfach zu bereisende Insel. Wir fühlen uns so wohl.

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Der Kecak-Tanz

Abends wohnen wir einem Kecak-Tanz bei. Hier wird eine hinduistische Glaubensgeschichte erzählt, indem ein Männerchor um viele, viele Kerzen sitzt und balinesische Tänzer die Geschichte vorführen. Dies ist ein sehr intensives, ursprüngliches Erleben, gibt es außer dem Gesang keine anderen Musikinstrumente.

Die heutige Form des Kecak Tanzes wird nicht nur für Touristen aufgeführt, sondern wird aktiv von Tempelgemeinden zelebriert. Ein Priester ist dabei immer anwesend und weiht die Darsteller. Ursprünglich ist sie aus dem Trancetanz entstanden und hat sich erst in den 1930er Jahren entwickelt.

Manchmal wird der Gesang von einer Maultrommel begleitet. Wir werden Zeugen eines in Trance versetzten Tänzers, der auf und durch brennende Kokosnusschalen tanzt. Hinterher lässt er uns seine unverletzten, lediglich von Ruß geschwärzten Fußsohlen betrachten – unglaublich.

Bali Kecak Tanz

Westbali

Für unseren Umzug nach Westbali, mieten wir einen Tag ein Auto mit einem sehr netten Balinesen, der bereitwillig seine Lebensgeschichte in den Stunden, die wir bei einer Geschwindikgkeit von 30 km auf dem Bali Highway verbringen, mit uns teilt. Es handelt sich um eine Nachtfahrt, wir sind 11 Stunden unterwegs, 130 km und zahlwn umgerechnet ca. 60 Euro. Der Durchschnittslohn der Balinesen beträgt derzeit ca. 150 Euro pro Monat.

West Bali Backpacking So können wir von Ubud nach Denpasar fahren, die Schildkrötenaufzuchstation Balis (hier werden durch Fischernetze oder Bootkollisionen verletzte, gerettete oder kranke Tiere aufgepäppelt und in die Wildnis entlassen. Auch Eier werden ausgebrütet, um die Überlebenschancen der kleinen Tierchen zu erhöhen), den berühmten, allerdings sehr touristischen Strand ….besuchen, nebenbei die Schwester unserer guten, australischen Freundin treffen, die hier arbeitet und dann zu einem beliebten Surfspot zu fahren: Pulukan.

Hier bewohnen wir eine kleine Bambushütte mit Outdoor Badezimmer, direkt am Strand und Pool. Wir genießen die Ruhe, umgeben von Reisfeldern und Büffelherden, befinden sich außer uns keine anderen Touristen in der Unterkunft. Wir leihen Surfbretter und verbringen die Tage auf der Suche nach der perfekten Welle.

Schaukelnd nach Java

Von dem kleinen Hafendorf Kilimanju nehmen wir die Fähre für umgerechnet 1 Euro, um die 5 km nach Java innerhalb von 1,5 h zurück zu schaukeln. Julian hofft inständig, dass sie das Fährgeld in Rettungswesten angelegt haben. Das Schiff ist bunt und wir positionieren uns neben einem der beiden Rettungsringe. Sicher ist sicher. Und dann heißt es: willkommen im muslimischen Indonesien: auf Java!

Bali Fähre Java Indonesien

03.02.2019
Hier findest du alle Infos und laufende Reiseberichte zu Veras Weltreise 2018.

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