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Chinesische Mauer abseits der Touristenströme

Chinesische Mauer abseits der Touristen-Routen


Abstecher in das ländliche China - Vera berichtet von ihrer Tour zur chinesischen Mauer abseits der großen Touristenströme

Im Guesthouse/Homestay mit Namen Great Wall Fresh in Chenjiapu erleben wir vier entspannte Tage und atmen saubere Luft. Wir haben uns entschlossen von hier aus die chinesische Mauer zu besuchen, um nicht nur Touristenköpfe zu fotografieren, sondern sowohl restaurierte als auch zerfallene Mauerteile zu bewu(a)ndern.

Vom Speckgürtel Pekings ins ländliche China

Ganz einfach erreicht man den Bahnhof in Yanqing, indem man mit der U-Bahn 13 oder 8 nach Huangtudian fährt, um dort in den Zug S2 bis zur Endhaltestelle durchzufahren. Langsam verlässt man den Ballungsraum Peking und taucht ins ländliche China ein.

Immer wieder entdecken wir Teile der chinesischen Mauer, darunter auch den so beliebten Abschnitt in Badaling. Die Ziegelsteinhäuser werden kleiner, der Speckgürtel Pekings bleibt hinter uns. Dennoch werden überall neue Straßen und Brücken gebaut, die Baustellen sind gesäumt von den Containerstädten der Wanderarbeiter: ein Land im Aufbruch.

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Die meisten Unterkünfte in Yanqing und Umgebung bieten gegen Gebühr einen Abholservice am Bahnhof an. Im Great Wall Fresh Guesthouse gibt es lecker selbst gekochtes Essen und einige Gästezimmer, so treffen wir zwei Damen mit englischem Humor und verbringen einen gemütlichen Abend debattierend über den Brexit (zu dem wir eine gemeinsame Meinung vertreten) und hören spannende Geschichten über ihr Leben in England und auf den Caymon Islands.

Töchterlein tollt mit Gans, Hühnern, 2 Kaninchen, Chow-Chow (ok, der schläft mehr) durch den Garten eines typischen Landhauses: der Innenhof ist gepflastert und lässt ein mit Blumen geschmücktes Gemüsebeet frei: Hier leben wir bei Selbstversorgern in Ziegelsteinbauten. Kein Haus im Dorf hat eine zweite Etage. Nachts schlafen alle Hühner im Baum, Amalia spielt mit dem kleinen Enkel unserer Gastgeber, deren Eltern in der Stadt arbeiten, so dass der kleine Mann größtenteils bei seinen Großeltern aufwächst. Eine überaus häufig vorkommende Familienkonstellation.

Ländliches China

Familie und gutes Essen ist im ländlichen China übrigens sehr wichtig

Aus Höflichkeit ist man hier nicht die Teller leer, sondern hinterlässt einen Anstandsrest: So muss der Gastgeber keine Angst haben, seine Gäste hungrig von der Tafel zu entlassen. Traditionell beginnt das Familienoberhaupt zu essen, erst dann greifen alle anderen zu. Viele, leckere Schälchen stehen auf drehbarer Platte, jeder pickt mit seinen Stäbchen nach dem Essen seiner Wahl.

Alle Zimmer sind mit Bildern von Mao dekoriert, nur unseres mit einem Goofy Vorhang ;). Dafür bekommen wir nach einer ersten, bitterkalten Nacht (jaja, soviel zu Wir erleben ein Jahr Sommer ;)) einen Radiator und haben es ab dann mollig warm. Dennoch sind die Fenster so undicht, dass Julians Haare nachts im Bett im Winde wehen. Wasser und Strom gibt es nach einem uns nicht ersichtlichen Plan, die Frau des Hauses ist eine hervorragende Köchin, doch ansonsten keine allzu warmherzige Gastgeberin. Dennoch verleben wir gemütliche Stunden hier und entspannen bei kaltem Bier und Kartenspielen, denn unsere Tagesmärsche sind nicht von schlechten Eltern.

Erste Wanderung auf der chinesischen Mauer

Wir wagen uns bei Wind, Schnee und Gott sei Dank auch Sonnenschein zu unserer ersten Wanderung auf die chinesische Mauer, einem ursprünglichen, teils zerfallenen Teil der Mauer.

Great Wall China

5 Stunden (inklusive Pausen) sind wir unterwegs, kraxeln, schlittern über lose Steine und beweisen unsere Trittfähigkeit. Reis vom Frühstück dient uns als Verpflegung.

Zweimal müssen wir Absturz gefährdete oder mit Bäumen bewachsene Stellen umgehen. Auch die Wachtürme stehen traurig da, der Wind pfeift durch die mannshohen Löcher in ihren Mauern.

Amalias Schule findet direkt vor Ort statt: Sie lernt aus ihrem Asienbuch* und beantwortet Fragen zu der chinesischen Mauer, die im englischen und chinesischen übrigens lediglich Die große Mauer heißt.

Die große Mauer China

Am nächsten Tag erscheint das Wetter freundlicher und wir nehmen die Wanderung mit höherem Schwierigkeitsgrad in Angriff und brauchen dafür ca. 8 Stunden, dafür werden wir mit umwerfenden Aussichten, bis zurück nach Peking und pompös herrschaftlich restaurierten Mauerabschnitten, auf denen es sich nach gewaltigem Anstieg und einigen Höhenmetern gemütlich flanieren lässt, belohnt.

An beiden Tagen zusammen begegnen wir lediglich zwei Touristen und einer vor Ort wohnenden chinesischen Familie beim gemeinsam Ausflug – herrlich!

Nach vier Tagen beschließen wir, dass uns Peking und eine warme Dusche zurück in das moderne, städtische China locken.

Buchempfehlung: Gebrauchsanweisung China von Kai Strittmatter*
Homestay: Grealwallfresh

11.10.2018
Hier findest du alle Infos und laufende Reiseberichte zu Veras Weltreise 2018.

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Chinesische Mauer Weltreise 2018


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