Händewaschen – Profi

Experiment zum Händewaschen mit Seife (Emulgatoren)


Ein Versuch zur Handhygiene und zur Löslichkeit unterschiedlicher Stoffe

Ein top aktuelles Thema, das Händewaschen, lässt sich auch super mit einem Versuch zum physikalisch-chemischen Verständnis unterschiedlicher Substanzen verbinden.

Dass wir alle dreimal „Happy Birthday“ singen und genau so lange unsere Hände systematisch und gründlich einschäumen und säubern, haben wir bereits gelernt. Doch warum benutzen wir überhaupt Seife? Was ist ein Emulgator? Und warum lassen sich Öl und Wasser nicht mischen?

Lernziel:

Verständnis von Emulgatoren

Ihr benötigt:

  • Pflanzenöl
  • Handseife
  • ein Glas
  • Löffel
  • evtl. Zucker, Salz, Senf, Honig, bzw. Zugang zur Küche für die kleinen Forscher ;)
  • Handtücher

Dauer:

ca. 30 min.

So gehts:

Reibt zunächst eure Hände mit einem Tropfen Pflanzenöl ein und versucht den Ölfilm mit reinem Wasser abzuwaschen.

Was passiert?

Richtig! Der Ölfilm bleibt vorhanden und das Wasser perlt davon ab.

Wie fühlt sich das an? Woran merkt ihr, dass das Öl noch da ist?

Öl und Wasser (H2O) können sich aufgrund ihrer unterschiedlichen chemischen Eigenschaften nicht mischen.

Wasser:

- hydrophil („Wasser liebend“)
- lipoph („Öl/Fett hassend“)

Öl:

- hydrophob („Wasser hassend“)
- lipophil („Öl/Fett liebend“))

Die chemische Struktur von Fetten, wissenschaftlich Lipiden, besteht aus einem langen Kohlenwasserstoff-“Schwanz“ (-CH2-Ketten), der nahezu unpolar ist und nicht mit den polaren Wassermolekülen in Wechselwirkung treten kann.

Es gibt tatsächlich Stoffe, die nur in Fetten und nicht in Wasser löslich sind (z.B. bestimmte Vitamine, die wir mit unserer Nahrung zu uns nehmen wie Vitamin A oder K).

Um nun aber das Öl beim Händewaschen mit Wasser abzubekommen, benötigen wir einen „Vermittler“, der beide miteinander verbindet und das Öl von den Händen löst. Einen solchen „Vermittler“ nennt man Emulgator, die entstehende Substanz heißt Emulsion.

Seife ist ein solcher Emulgator! Ihr könnt gerne unterschiedliche Seifen (fest und flüssig, Haarshampoo) ausprobieren! In einer Tabelle könnt ihr die Stoffe, die sich mit Wasser lösen, den Stoffen gegenüberstellen, die nur mit Wasser und Seife von den Händen gelöst werden können.

Für die echten Forscher unter euch: Findet ihr noch weitere Substanzen in eurer Küche, die als Emulgator wirken?

Hierzu könnt ihr in ein Glas zunächst Wasser, dann einen guten Schluck Pflanzenöl geben: Was passiert? Wo ist das Wasser, wo das Öl?

Versucht die beiden Substanzen durch Rühren mit einem Löffel zu mischen. Was passiert, wenn ihr nun Seife zugebt? Was passiert, wenn ihr wahlweise Zucker, Salz, Senf, etc. hinzugebt? Legt eine Tabelle an, in der ihr euch notiert, welcher Stoff ein Emulgator und welcher kein Emulgator ist. Kennt ihr weitere Beispiele für Emulsionen? Hier sind einige: Mayonnaise, Salatsoßen, Crémes und Bodylotions.

P.S.: Aus aktuellem Anlass noch der kleine Hinweis: SARS-CoV-2 (Corona) ist (wie die meisten zur Familie der Coronaviridae gehörenden Viren) ein Viruspartikel, der mit einer Lipidmembran (von der Wirtszelle stammend) umhüllt ist, in die Virusproteine eingelagert werden. Daher ist SEIFE unbedingt nötig, um evtl. vorhandene Viruspartikel adäquat von den Händen zu entfernen. Das gilt natürlich auch für viele andere Krankheitserreger, daher: Seife schützt!!!

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