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Kambodscha - traumhafte Küste am thailändischen Golf

Kambodscha - traumhafte Küste am thailändischen Golf


Die Küstenlinie Kambodschas – Veras Backpacker-Reisebericht über traumhafte und einsame Strände am thailändischen Golf

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Kep

Meine Seele pulsiert, ist lebendig in Asien. Ich liebe die Weite in Form von Wüsten oder Meeren, Leichtigkeit, Unverbindlichkeit und die Möglichkeit, immer weiter, zu immer neuen Abenteuern zu kommen.

In Kep geschieht dies bei 40 °C im Schatten auf dem Fahrrad, Faulenzertöchterlein darf sich mangels passendem Drahtesel auf dem gepolsterten Gepäckträger chauffieren lassen. Keine Wüste, doch eine Küstenstraße, die sich verwunschen entlang alter Ruinen aus dem ehemals feudal-kolonialen, französischen Kep, des Nationalparks, zwischen Krebsmarkt, Strand mit Blick auf bunte Fischerboote freigibt.

Kambodscha Rad fahren

Khmer Familien haben lautstark Spaß am Strand, jedoch findet sich niemand am Strand liegend: Hier werden Hängematten, Teppiche oder kleine, auf Stelzen stehende, schattige Holzunterstände für riesige Picknicks gemietet.

Kep entschleunigt, wird gerade bei französischen Touristen (wie überall in Kambodscha) immer beliebter, auch wenn der Tourist an sich in Kep eher in Kategorie Individualtourist (Alt-Hippie, Student oder junger Pärchenurlauber) fällt.

Die gleichnamige Provinz Kep, die klein und komplett von der größeren Kampot Provinz umschlossen ist und an Vietnam grenzt, ist bekannt für Salzfelder und Pfefferfarmen. Der Krebsmarkt ist ein Highlight: frisches Meeresgetier auf Eis, Muscheln, die nach Sauerstoff schnappen, halbe Rochen, teils blutig, teils bereits aufgespießt auf dem Holzgrill. Nur der Geruch nach süßen Früchten und gegrilltem Fisch liegt in der Luft. Mein Musikermann weint, dass er noch immer nur Brei essen darf.

Kambodscha Fischmarkt

Kampot

Von Kep ruckeln wir weiter nach Kampot. Linienbusse lassen sich ebenfalls wie die überfüllten Autovans (die Passagiere auf dem Dach und auf der aufgeklappten Heckklappe transportieren) am Straßenrand anhalten. Schlagloch übersäht, zum Slalom fahren gezwungen, spielt Töchterlein Gedankenspiele, erstmals ohne sprechenden Gegenpart (mich!). Erholung pur.

In Kampot wohnen wir in einer Bambushütte mit privatem Einstieg in den Fluß Preaek Tuek Chhu, wir dümpeln auf LKW Reifen durchs Wasser, spritzen die Sonnenanbeter im Fluss schwimmenden Terrasse mit Popobomben nass, mieten ein Kayak, entdecken verlassene Strände, werden jeden Morgen um sechs Uhr wach, wenn die Fischer in den benachbarten Hafen zurückkehren, schaukeln und liegen in Hängematten. Essen, Kaffee und die Yogaklasse des benachbarten Gästehauses Eden sind uneingeschränkt zu empfehlen!

Kambodscha Kampot Fischer

Kampot ist ein wenig verschlafen, voller leckerer Restaurants, breite Straßen und wenig Verkehr laden zum Spazieren ein. Jede Menge Ausflugsboote warten auf Sonnenuntergangsbewunderer. Richtig klasse und alle Energie verbrauchend war unsere private Kletterpartie mit Climbodia. Lokale Kletterführer begleiteten uns einen halben Tag, den wir mit Via Ferrata, Abseiling, Top Rope, Caving und klettern verbrachten. Schattig, individuell und kindgerecht – für uns ein Highlight! Die Idee hierzu hatte ich übrigens aus dem kostenfrei ausliegenden, englischen und lokal produzierten Coastal Magazin.

Kambodscha klettern

Koh Ta Kiev

Dachten wir, wir seien bereits fernab der Touristenströme, landen wir nun in einem Paradies, buchstäblich. Die Anreise ist ganz einfach: zunächst fahren wir mit dem Linienbus nach Sihanoukville, lassen uns an einer Kreuzung am Flughafen absetzen, warten in der Gluthitze auf ein vorbeifahrendes Mototaxi, zahlen den doppelten ortsüblichen Preis zu dem Geschäft Nummer 029 im Ream Nationalpark, direkt an der Küste, warten 30 Minuten, in denen wir der feiernden Menge vietnamesischer Touristen beim Karaoke lauschen, bekommen Bier und Zuckerrohrsaft, waten durch Wasser in das von uns gemietete Fischerboot samt Fahrer und stechen in See. Die Motorgeschwindigkeit reguliert unser Kapitän mittels daran gebundener Angelschnur und seinen Zehen. Wir vertrauen diesem ruhigen, hilfsbereiten, zurückhaltendem Mann völlig.


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Generell fühlen wir uns in der kambodschanischen Gesellschaft sehr wohl. Bisher sind wir ausschließlich höflichen, zurückhaltenden, dennoch lebensfrohen und respektvollen Menschen begegnet. Ein Zeichen Einheimischer im ländlichen Asien generell, wie mir scheint, ist der behäbige, eil-lose Gang der Frauen, meist mit Flip-Flops an den Füßen, die bei jedem Schritt über den Boden schlurfen.

Doch zurück zu unserer Bootstour: unser Ziel ist die Land-abgewandte Seite der Insel (=Koh) Ta Kiev. Hier gibt es eine Hand voll Unterkünfte, vier Stunden Strom am tag, kein WLAN, keine Straßen, kein fließendes Wasser, dafür jede Menge Dschungel, kristallklares Wasser zum Schnorcheln, eine farbenprächtige Unterwasserwelt in den Küstennahen Korallenriffen, Kayaks zum Leihen und das Rauschen der Wellen.

Koh Ta Kiev Strand Kambodscha

Wir wohnen direkt am Strand, gemeinsam mit den Seeigeln, schlafen auf unserer Terrasse unter freiem Himmel und sind im Hier und Jetzt. Wir durchwandern die Insel besuchen alle fünf Unterkünfte an der Zahl, lernen liebe Traveller kennen und machen ein Lagerfeuer am Strand. Wir rösten Brot und kuscheln uns beim Vorlesen eng aneinander. Wir sammeln angeschwemmtes Strandgut aus Plastik, es gilt: ein Sack Müll gegen ein kühles Bier, bzw. einen Saft-Cocktail bei dem Ten103 Guesthouse einzutauschen. Eine tolle Regelung, denn auf das selbst verdiente Getränk ist man als Kind (und Papa) besonders stolz ;).

Die Atmosphäre der Insel ist ruhig, chillig, relaxed. Töchterlein freundet sich mit einem kambodschanischen Fischer an und geht mit Tintenfischangeln. Als Spule dient eine leere Plastikflasche. Tintenfische kommen dunkel aus dem Meer und tinten sich, während sie gestreichelt werden, innerhalb weniger Minuten aus. Echte Tintenfischtinte an den Fingern – ein Highlight! Des Nachts gehen wir mit fluoreszierenden Plankton schwimmen.

Darum mein Appell: Wer ein wenig Zeit hat, fahrt auf die der Küste vorgelagerten kambodschanischen Inseln! Für diejenigen, die es touristisch erschlossener wünschen, empfiehlt sich eine Bootstour nach Koh Rong und Koh Rong Sanloem. Von Otres und Ream Beach lassen sich privat Boote mieten, von Sihanoukville verkehren regelmäßig Touristenboote. Beide Inseln sind auch bei Tauchern sehr beliebt!

Traumhafter Strand Kambodscha

Otres

Aufs Festland kommen wir mit dem Versorgungsboot, 45 Minuten nach Otres, der Strandverlängerung von Sihanoukville, welches immer mehr einer touristischen Hochburg und einer Baustelle gleicht. Sowohl die Tourismus- als auch die Bauindustrie sind in chinesischer Hand.

Otres ist etwas ruhiger, mit einem langen, schmalen Sandstrand und Hütten, Hostels und Massagen direkt am Strand. Dass die Freiheit der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt, erleben wir hautnah. Jeder auf einem Pferd traben wir den Sandstrand entlang, marschieren durch den Dschungel und erleben das Hochgefühl mit den Pferden gemeinsam im Meer schwimmen zu gehen. Wir sitzen auf ihren Rücken, schwimmen nebenher, spüren die Wellen, und die sanfte Abendsonne. Unser Abenteuermädchen befindet sich im siebten Himmel. Dennoch reisen wir nach einem Tag weiter: mit der Eisenbahn ins Landesinnere, in die Hauptstadt Phnom Penh – bye bye Meer!

Kambodscha Pferd reiten am Strandl

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