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LeseGlück. Wie lernt mein Kind lesen?

Leseglück. Wie lernt mein Kind lesen?


Wie lernt mein Kind lesen und womit kann ich es am besten dabei unterstützen? Wir sind dieser Frage nachgegangen und stellen euch das Buch LeseGlück aus dem Arena Verlag vor.
[…] Wichtig ist die Sprache und ob man das, was man ausdrücken will, ausdrücken kann. (Böll)


Dieses Zitat steht ganz im Sinne des Autorenteams des Buches „LeseGlück – Wie lernt mein Kind lesen?“.„Lesen ist Bildung“ - und diese beginnt weit vor dem Eintritt in die Schule, umfasst sie doch den Spracherwerb als solchen, den Umgang mit Sprache, Liedern und Bilderbüchern und das Geschichten erzählen im Elternhaus ab der frühen Kindheit.

„LeseGlück“ ist ein sehr gut strukturiertes, eingängiges und flott zu lesender Ratgeber für Eltern und alle, denen Kindern am Herzen liegen.

Allgemein vorhandenes Wissen wird wissenschaftlich untermauert und gut zusammengefasst. „LeseGlück“ vermittelt die Faszination am Lesen und gibt auch einen Motivationsschub für „lesefaule“ Eltern mit ihren Kindern gemeinsame Schmökerzeit zu verbringen, denn „(Vor-) Lesezeit ist geschenkte Aufmerksamkeit“.

Das Buch zeigt auf, welche Bücher für welches Alter geeignet sind: beginnend von den Allerkleinsten (< 1 Jahr) mit klaren, textlosen Pappbilderbüchern, über Wimmelbücher und zeitlose Märchen- und Fantasiebücher im Kindergartenalter bis zu den Erstlesebüchern für Grundschulkinder.

Leseglück Arena
Leseprobe, © Arena Verlag

Auch Grundschulkinder sollten vorgelesen bekommen

Auch Grundschulkinder lieben es Vorgelesen zu bekommen, keinesfalls bedeutet der Eintritt in die Schule, dieses liebgewonnen Ritual aufzugeben. Die Vorarbeit für das Lesen beginnt somit weit vor der Schule und erklärt teilweise die mannigfaltigen Unterschiede in der Lesekompetenz der Grundschulkinder. Das Buch als vertrautes und beliebtes Medium zu erfahren benötigt Zeit; umso schöner wenn Kinder mit diesem Vorwissen ihre eigene Lesekarriere bereits beginnen.

Ansprechende Erstlesebücher werden empfohlen und deren Entstehung in einem der zahlreichen Exkurse begleitet. Während geübte Leser den Text scannen und das Auge von Fixation zu Fixation „hüpft“ und das Gehirn das gelesene Wort ständig mit bereits vorhandene Erfahrungen abgleicht, mühen sich Erstleser durch jedes einzelne Wort und müssen das Wissen noch kreieren.


Merkmale guter Erstlesebücher

  • einfache, kurze Hauptsätze ohne Nebensätze
  • zur besseren Lesbarkeit Schriftarten ohne Serifen
  • kurze, in Sinneinheiten unterbrochene Zeilen
  • Text im linksbündigen Flattersatz, um den Abstand zwischen den Worten konstant zu halten und Worttrennungen zu vermeiden
  • einen großen Zeilenabstand, um nicht in der Zeile zu verrutschen
  • mind. Zwei Illustrationen pro Doppelseite
  • klar aufgebaute Seiten mit viel Leerfläche
  • die Gegenwartsform ist einfacher als die Vergangenheitsform
  • Verwendung gebräuchlicher Worte
  • Reime und Witze machen Spaß und bringen Eltern und Kind zum Lachen

Hier findest du unsere liebsten Erstlesebücher*

Das Buch bestärkt Eltern, Geduld zu haben

Kinder brauchen einen ruhigen Rahmen für ihre Erstleseerfahrungen und es ist wichtig, ihnen zuzuhören, mag es auch noch so verlockend sein ein Wort kurz für den Erstleser zu Ende zu bringen.

Am besten ist es, wenn das Kind das Buch selbst bestimmen durfte, evtl. in einer Bibliothek oder Buchhandlung, und wir als Eltern ihm lediglich die Schwierigkeitsstufe vorgeben. Die meisten Verlage (z.B. Loewe, Arena, Carlsen, Duden, Oetinger, Ravensburger) bauen die Erstlesebücher in Stufen aufeinander auf, von Texten mit integrierten Bildern, über Silbenweise eingefärbte Wörter zu immer komplexeren Geschichten.


Hier gibt es geschlechtstypische Geschichten, aber auch Sachbücher, die häufig Jungen gefallen, müssen sie sich die Geschichte nicht lange erarbeiten, sondern bekommen gleich „harte Fakten“ zu lesen. Erstlesebücher haben von Natur aus wenig Text und Seiten und haben so weniger Möglichkeiten, die Geschichte auszuschmücken, Nebencharaktere einzuführen oder Schauplätze zu beschreiben. So ist es wichtig, dass das generelle Thema ihr Kind anspricht.

Der Ratgeber empfiehlt gedruckte Bücher vor digitalen, um so den Erfolg für das Kind besser zu visualisieren („Wieviele Seiten habe ich bereits gelesen, Mama?“).

Der Übergang zum eigenständigen Leser wird die Grundschulzeit über andauern und stellt eine hohe, kognitive Leistung unserer Kinder dar. Wir als Eltern dürfen stolz und glücklich sein, diesen großen Entwicklungsschritt mitzugestalten und mitzuerleben.

Dieses Buch ist restlos weiterzuempfehlen für alle große Menschen, denen die Liebe zum Buch am Herzen liegt und die diese Liebe gerne weitergeben möchten.

Für euch beim Autorenteam nachgefragt

Die beste Freundin des Töchterleins kommt aus Indien. Ihr fällt Erkennung, Klang und Schrift der lateinischen Buchstaben sehr schwer. Gibt es besondere Empfehlungen und Tipps, die sie für Kinder, die durch Ihren kulturellen Hintergrund andere Vorerfahrungen besitzen (z.B. Leserichtung), geben können?

Nach den Ergebnissen der neue IGLU-Studie beschäftigen sich mit der Frage gerade ganze Kohorten von Wissenschaftlern und einfache Lösungen gibt es nicht. Immer hilfreich sind aber Anlauttabellen, die auf die kulturellen Hintergründe des Kindes Rücksicht nehmen, also unsere Aussprache mit Worten aus seiner Muttersprache verbinden. Um sich Buchstaben zu merken, hilft ein Erfahren des Buchstabens mit allen Sinnen. Man kann sie mit dem Kind basteln, kneten, malen, aus Kieselsteinen legen, ein Ratespiel gestalten und sich gegenseitig mit den Finger auf den Arm zeichnen, hören und zuordnen und, und, und. Und wenn dem Kind dann vorgelesen wird, lernt es durch Beobachtung auch gleich noch die Leserichtung in unserem Kulturkreis kennen.

Alexandra Rak, Mit-Autorin „LeseGlück“

Mein Kind las nur für sehr kurze Zeit laut, nun liest es leise, soll ich sie zum lauten Vorlesen auffordern?

Wenn das Kind mit dem Lesen beginnt, kennt es alle Wörter nur vom Hören und Sprechen, d.h. sein gesamter Wortschatz ist der mündliche Wortschatz. Nun lernt das Kind, einzelne Laute den Buchstaben zuzuordnen und probiert ständig aus, wie sich der Buchstabe anhört: Allein das e kann sehr unterschiedlich klingen, denken wir etwa an das Wort „gesehen“ mit drei verschiedenen e-Varianten. Wie klingt das e in „Tier“ oder „Meer“ oder „mehr“, und wie ist es bei der „Säge“? Beim lauten Lesen vergleicht das Kind also anfangs immer wieder die Buchstaben mit den ihm vertrauten Lauten. Wenn es beginnt, leise zu lesen, ist das meist ein Zeichen dafür, dass es sich nun sicher fühlt und den lauten Laut-Buchstaben-Abgleich nicht mehr braucht.

Stefan Hauck, Mit-Autor „LeseGlück“

Wann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Erstlesebuch? Bzw. ab wann beginne ich meinen Erstklässler aktiv für das eigene Lesen zu motivieren?

Keinen Druck und schon gar keinen Zwang zum ersten Erstlesebuch ausüben. Stattdessen eine gute Auswahl erster Erstlesebücher (mehrere mit verschiedenen Themen, die Ihr Kind interessieren könnten) zu den Vorlese- und Bilderbüchern legen. Sie selber lesen wie gewohnt Ihre eigenen Bücher. Und wie von selbst wird Ihr Kind beginnen, Sie nachzuahmen. Falls das zu lange dauern sollte, lesen Sie Ihrem Kind aus Erstlesebüchern vor. Bei Titeln, die besonders zünden, brechen Sie das Vorlesen etwas früher ab als sonst und lassen das Buch beim Kind liegen. Viel Erfolg!

Nicola Bardola, Mit-Autor „LeseGlück“


Weiterlesen:
Lesen und Punkte sammeln mit Antolin - So wird dein Kind zur Leseratte

Diese Buchrezension wurde von Frau Dr. Vera Gramm, selbst Mama einer sechsjährigen Erstklässlerin, im Dezember 2017 verfasst. Für die Bereitstellung der kostenlosen Rezensionsexemplare bedanken wir uns beim Arena Verlag.

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