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Ohrid in Nordmazedonien - Lieblingsplatz auf dem Balkan

Ohrid in Nordmazedonien - Lieblingsplatz auf dem Balkan


Ohrid ist ein kleines malerisches Städtchen im Südwesten der Republik Nordmazedonien an der Grenze zu Albanien und gilt als wahrer Geheimtipp auf dem Balkan.

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Ohrids Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe, liegt ca. 600 m üNN und wird häufig "Slawisches Jerusalem" genannt. Ohrids Stadtgründung lässt sich auf 2500 Jahre zurückverfolgen und auch de erste slawische Universiät wurde hier gegründet.

Früher gab es in und um Ohrid 365 Kirchen und Klöster, so konnte an jedem Tag des Jahres ein anderes besucht werden. Der Ohrid See ist mit 355 qkm der größte Binnensee Europas, ähnlich dem Baikalsee ist er kristall klar, bezaubernd schön und bis zu 21,5 m tief. Er wird als "Mazedonisches Süßwasser-Meer" gehandelt. Leider gelingt es der nordmaezodnischen Verwaltung nicht, die Umweltauflagen zu erfüllen, danke Korruption wuchert die Bebauung. Renovierungen finden nicht fachgerecht statt und geschützte Gebäude werden abgerissen. Auch die Protektion des Sees funktioniert nicht zufriedenstellend: noch immer werden Abwässer hineingeleitet. Vermutlich wird Ohrid bald als "gefährdetes UNESCO Weltkulturerbe" eingestuft.

Ohrid Altstadt Mazedonien
Ohrid Altstadt Mazedonien

Die Ruinen der Festung des Zaren Samuel, das Kloster St. Panteleimon erbaut von St. Clement (das Zentrum der literarischen Schule, hier finden sich Ruinen datiert zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert!), die Kirche der Heiligen Maria, des St. Jovan Kaneo (wunderschön gelegen auf einem Felsvorsprung einer kleinen Halbinsel), der Heiligen Sofia, in der sich die größte Kollektion an geistlichen Fresken aus dem 11. Jahrhundert befindet, sind nur einige Highlights in der am Hügel liegenden Altstadt. Auf dem Hügel befinden sich übrigens auch wunderschöne Wander- und Spazierwege durch duftende Pinienwälder, entlang an versteckten Stränden, umgeben von glitzerndem Wasser.

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende St. Maria Kirche hat wunderschön restaurierte Wandbilder in satten Farben. Im Nebengebäude befindet sich die über Nordmazedoniens Grenzen hinaus bekannte Ikonengallerie Ohrids. In Mazedonisch ist sie unter dem Namen St. Bogorodica Periviepta. Ihr Beiname Periviepta bedeutet "Die alles Sehende, alles Hörende und Allwissende". Kirchen kosten einen kleinen Eintritt von 1,50 Euro (100 Dinar). Vom Kirchenvorplatz blickt man malerisch auf die Unterstadt und den Ohridsee.

Wir schlendern durch verwinkelte Gässchen, durch gepflasterte Treppenstiegen vom oberen Altstadttor nach unten. Das antike Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert nach Christus dient mit seiner modernisierten, überdachten Bühne als Schauplatz zahlreicher Kultur- und Musikveranstaltungen, an denen es in Ohrid generell nicht mangelt. Während unseres Aufenthalts findet das 58. Balkanfestival kostenfrei vor der atemberaubenden Kulisse des glitzernden Ohridsees statt, Tänzer, Sänger und Musiker in traditionellen Kostümen gibt es zu bestaunen.

Wunderschöne Tagesausflüge lassen sich in das Open Air Museum "Bay of Bones" (eine freie Interpretation der ehemaligen Pfahlbauten im Ohridsee, jedoch wirklich nett gemacht), in das Naturschutzgebiet rund um die aus dem Boden sprudelnden Quellen des Ohrid Sees und zu dem Kloster St. Naum (Sveti Naum) unternehmen. Wir fahren 1,5 Stunden die 30 km auf der Aleksandrija über den See und schauen uns die wunderschöne Küstenlinie, schroffe Felswände und dahinterliegende Berge an.

St. Naum ist ein ehemaliges Kloster aus dem 9. Jahrhundert, der Heilige Naum liegt in der Kapelle begraben. Legt man sein Herz auf sein steinernes Grab, bekreuzigt sich und vergisst den Kirchenobulus nicht, lässt sich noch immer sein Herzschlag hören.

Ohrid Kloster St.Naum Mazedonien
Ohrid Kloster St.Naum Mazedonien

Der Strand unterhalb des Klosters ist ebenfalls zu empfehlen. Doch unser Highlight war die Fahrt zu den Quellen des Ohridsees. Diese werden durch den benachbarten, 200 m höher gelegenen Prespasee gespeist. In kleinen Ruderbooten fahren wir 45 Minuten durch Naturschutzgebiete, Trauerweiden hängen in die kleinen Flussläufe, das Wasser ist kristallklar und 11 °C kalt, 2-3 m tief, ruhig und verwunschen. Unter Wasser blubbern kleine Sandvulkane und entlassen Frischwasserblasen, die Wasseroberfläche liegt spiegelglatt unter uns und wir blicken hindurch - ein schönes Schauspiel, eine flatterleichte Übung in Achtsamkeit! Unsere Wasserflaschen füllen wir immer und immer wieder an einer der eingemauerten Quellen. Auf der Rückfahrt erspähen wir eine Wasserschildkröte, sich sonnend auf einem modernden, ins Wasser gefallenen Baumstamm.

Wir mieten Fahrräder, große Gewitterfronten und ein Temperatursturz von 12 °C verleiden uns das Kajak fahren. An der Straße Richtung St. Naum liegen kleine, feine Kiesstrände, Fahrradwege gibt es am Seeufer allerdings nur bedingt. Wir weichen auf die Hauptverkehrstraße aus, geraten in einen Triathlon, stolpern durch Brombeerhecken, nachdem der Fahrradweg zu Wegchen, zum Pfad, zum Pfädchen wurde und schließlich entschwandt. Wir finden ein schönes Plätzchen und kühlen uns im kaaaalten Ohridsee (21 - 24 °C Wassertemperatur) ab.

Das Zentrum der Neustadt ist ein einziges Einkaufsparadies voller Eisdielen und Fußgängerzonen. Hummus und Falafel sind bei Dr. Falafel am Ende der Fußgängerzone megalecker, frisch, selbstgemacht und günstig - sehr zu empfehlen!

Der Muezein ruft sanft in sonorem Bass und passt sich morgens gegen 4.15 Uhr in unsere Träume ein.
11.07.2019

Nächste Station: Lin in Albanien am Ohridsee
Hier findest du alle Infos und laufende Reiseberichte zu Veras Weltreise 2018/2019.

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