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Road Trip von Darwin nach Adelaide - 4500 km quer durch Australien

Road Trip durch Australien von Darwin nach Adelaide


BERICHT I: Northern Territory

Ein wunderbares Abenteuer erwartet uns: Zwölf Tage, ein Offroad-Auto (einen Toyota Hilux), ein Dachzelt und 4500 km durch Zentralaustralien. Wir nutzen einen Relocation-Auto-Deal der Firma 4x4 Australian Hire

Voller Vorfreude starten wir durch das Northern Territory nach South Australia, vor uns liegen Tropenstürme, Tagestemperaturen von 46 °C im Schatten, jede Menge Känguru-Begegnungen und einige der beeindruckendsten Landschaften, die wir je gesehen haben.

Wir durchqueren tropische Regenwälder, Wüste und Halbwüsten, sehen Road Trains, verschlafene Städte im Nirgendwo und lernen mehr über die Kultur indigener Einwohner als irgendwo sonst in Australien.

Das Land und die Leute zeigen sich authentisch, direkt, wie die Natur um uns herum, ehrlich und ohne Komfortzone.

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Hier unsere Route, Ausflüge, Übernachtungen und die Fahrtstrecke pro Tag:

Tag 1: Darwin - Kakadu National Park

360 km

Einmal aus Darwin heraus, wird die Straße bereits von den gewaltigen Tropenwälder rechts und links verschluckt. Wir fahren nach Osten in den Kakadu National Park. Direkt am Arnhem Highway gelegen findet sich ein Informationspunkt des Kakadu National Parks, hier gibt es WLAN, sodass man sich die Parkausweise direkt herunterladen und bezahlen kann (ca. 60 Dollar für drei Personen in der Nebensaison (Wet season) für drei Tage).

Unbedingt im Voraus checken, ob Wanderstrecken, Fahrwege und Campingplätze geöffnet haben, denn in der Regenzeit werden zahlreiche Sehenswürdigkeiten überflutet (https://parksaustralia.gov.au/kakadu/access/)!

Übernachtungen sind nur auf ausgewiesenen Zeltplätzen erlaubt, die günstigsten haben eine Toilette und KEIN fließendes Wasser, kosten pro Familie mit Zelt ca. 15 Dollar.

ACHTUNG: stets genügend Abstand zu den Wasserläufen halten wegen der Krokodile (Warnschilder sind überall vorhanden).

Australien Krokodil Warnung

Tag 2: Kakadu National Park

100 km

Wir planen wenig Fahrzeit, dafür viel Zeit zum Erkunden ein. So wandern wir durch die Yellow Waters, besichtigen das Warradjan Aboriginal Centre (der Park wird von den hier beheimateten indigenen Australiern verwaltet), bestaunen Jahrhunderte alte Höhlenmalereien in Nourlangie, genießen die Aussicht auf den Regenwald am Bukbuklu Lookout und fahren unsere erste Offroad Strecke zu dem Zeltplatz in Kambolgie.

Wir sind die meiste Zeit alleine unterwegs und treffen nur wenige Touristen: ein Vorteil der Prämonsunzeit: in der Zeit der Stürme herrscht weniger Betrieb, die Kosten sind geringer und die Natur blüht auf. Dafür ist es brütend heiß, nachts kühlt es nicht ab und Milliarden von Moskitos und Fliegen brummen und summen um uns herum.

Australien Roadtrip Aboriginal Art

Tag 3: Kakadu National Park – New Castle Waters

450 km

Wir verlassen den Nationalpark im Süden und stoßen zuerst auf das Mary River Roadhouse . Dort lernen wir eine deutsche Work and Travellerin kennen, die Töchterlein die hauseigenen Wasserbüffel und das Süßwasserkrokodil im Pub zeigt.

Wir lernen, dass unser Offroader gut und gerne 15l/100km schluckt und Diesel immer teurer wird, je weiter die Küste sich entfernt. Wir durchqueren Pine Creek und Katherine, kleine Outbackstätte, in denen wir unseren Kühlschrank reparieren lassen, sehen mehr und mehr Känguru-Verkehrsopfer und blicken angestrengt auf den vor Hitze flirrenden, schnurgeraden Stuart Highway.

Die Cutta Cutta Caves haben leider geschlossen, dafür genießen wir das kühle Frischwassernass der Bitter Springs in Mataranka. Hier kommt natürliches Frischwasser von Darwin als gluckernde Quelle aus seinen unterirdischen Bachläufen wieder ans Tageslicht. Abgegrenzte Bereiche dürfen als Badestelle genutzt werden und gelten als Krokodil-sicher: Wir steigen ein, schnorcheln durch das kristallklare Wasser, sehen eine Unterwasserschildkröte und steigen flussabwärts aus und laufen zurück. Baumstämme im Wasser dienen als Sprungbrett. Die Abkühlung tut gut und wir werden die Bitter Springs als absolutes Highlight in Australien in Erinnerung behalten!

Wir schlafen auf einem Rastplatz, auf dem 24-Stunden-Camping erlaubt ist, der Wind frischt auf und um uns herum toben Gewitter, erstmalig schlafen wir bei unter 33 °C ein.

Tag 4: New Castle Waters - Alice Springs

720 km

Heute wartet ein langer Tag auf uns. Wir nutzen die Zeit im Auto für viiiiele Hörspiele und Fantasiespiele und lesen ganze Bücher vor. Wir haben ein striktes Essensverbot im Auto ausgesprochen (das wir von Zeit zu Zeit bereuen), um das spätere Putzen übersichtlich zu halten (denken wir jetzt noch).

Auf dem Weg besichtigen wir die Pebbles (Kunjarra), eine heilige Stätte des hiesigen indigenen australischen Volksstammes. Ausgeschilderte Wanderwege weisen uns den Weg durch die sengende Hitze.

Im 100 km entfernten Devils Marbles Nature Reserve bestaunen wir runde Steinfiguren, die wie ausgegossene Murmeln anmuten. Der heutige Straßen-nahe Parkplatz ist erstmals richtig voll, eine junge deutsch-dänische Studentengruppe werden wir bis nach Coober Pedy verfolgen. Hier treffen wir eine liebe, deutsche weltreisende Familie, die bereits seit drei Jahren unterwegs ist. Unsere drei Kinder, 6, 7 und 8 Jahre alt, verstehen sich auf Anhieb und genießen das Spiel mit Altersgenossen.

Australien Devil Pebbles

Tag 5: Alice Springs - Uluru und Kata Tjuta National Park

460 km

Den Kindern zuliebe und auch weil wir Erwachsenen und herrlich verstehen, bleiben wir den ganzen Vormittag zusammen und ich lerne einiges über die Weltreise-Mama unterrichtet-Schule der anderen Familie.

Dann geht es durch Alice Springs (kurzer Einkaufsstopp verbunden mit einem kleinen Herzinfarkt bei dem Dieselpreis von 2,25 Dollar/Liter) in den Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Hier schlafen wir drei Nächte zum Preis von zweien auf dem Resort-Campingplatz mit Swimming Pool und erleben einen weiteren Gewittersturm nachts im Dachzelt.

Tag 6: Uluru und Kata Tjuta National Park

Heute kommt der Nikolaus, der uns tatsächlich auch im Outback fand!

Wir besuchen den Uluru, werden freundlich in dessen Kulturzentrum empfangen (Palya!) und lernen dort bei einer kostenfreien Führung, dass Honigameisen lecker sind, Maden anscheinend auch, dass die indigenen Australier hier sehr traditionell leben und den gesamten Nationalpark verwalten und dass nicht nur Männer- und Frauenarbeit strikt getrennt ist, sondern auch die Geschichten, Erzählungen und Legenden, die weitergegeben werden. Wichtig ist, dass die jeweiligen Erzählungen stets an den Orten des Geschehens übermittelt werden, so dass die Seele der Geschichte mit dem Ort verbunden bleibt (daher gilt an heiligen Stätten auch Fotografierverbot).

Von der Besteigung des Uluru wird abgeraten, jetzt im Sommer ist der Aufstieg sogar verboten. Den Uluru kann man in ca. 3,5 Stunden umrunden (10,6 km). Wir begnügen uns mit dem Mala-Walk zu der Kantju Schlucht, die dank der heftigen Regenfälle Wasser führt. Auch der Kuniya Walk ist herrlich für Familien, eben und zwischen 1-2 km lang. Jedoch schlendert man an herrlichen Ausblicken vorbei, an Höhlen, die begehbar sind, sodass man zwischen 30 und 90 Minuten unterwegs ist.

Von dem Talinguru Nyatkunytjaku Aussichtspunkt hat man eine wunderbare Aussicht auf den Uluru bei Sonnenaufgang, des weiteren gibt es einen extra Sonnenuntergang-Aussichtspunkt. Abends grillen wir und kühlen uns im Pool.

P.S.: Der Uluru ist übrigens kein Monolith, wie lange geglaubt, sondern ein Inselberg, dessen Gesteinsart unterirdisch z.B. mit den Kata Tjutas evolutionär verbunden ist.

Australien Uluru

Tag 7: Uluru und Kata Tjuta National Park

Heute erkunden wir die Kata Tjutas, deren Name übersetzt „Viele Köpfe“ heißt. Kata Tjuta ist traditionell eine heilige Stätte für Männer, die Wanderwege sind jedoch für die ganze Familie angelegt.

Wir laufen den beeindruckenden, moderaten Wanderweg von 3,6 km durch die Walpa Schlucht. Gerade bei großer Hitze (über 36°C um 10 Uhr morgens) ist es ratsam nur bis zum Mittag unterwegs zu sein und den Nachmittag zu ruhen und lieber am Abend nochmals loszuziehen. Empfohlen wird, einen Liter pro Stunde pro Person zu trinken (!).

Morgen verlassen wir das Northern Territory und überqueren die Landesgrenze nach New South Wales – was wir dort erleben könnt ihr im BERICHT II: Roadtrip South Australia nachlesen.

Hier findest du alle Infos und laufende Reiseberichte zu Veras Weltreise 2018.


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