Ulaanbaatar: Citytour für die ganze Familie

Ulaanbaatar  - Citytour durch die Hauptstadt der Mongolei


Ulaanbaatar - die Hauptstadt der Mongolei

Nachdem unsere Weltenbummler einige Zeit in der Jurte bei einer mongolischen Nomadenfamilie gewohnt hat, geht es nun weiter nach Ulaanbaatar, in die Hauptstadt der Mongolei

Zurück in die Gegenwart, in unsere städtische Realität mit fließendem Wasser, Duschen und Toiletten, bringt uns ein, von Pannen geplagter, grauer, russischer Allradkleinbus.

State Department Store (SDS)

Mitten im strömenden Regen kommen wir im zentralen Guesthouse direkt am größten Einkaufszentrum, dem State Department Store (SDS), mit dem klingenden Namen Mongolian Steppe in Ulaanbaatar an.

Im SDS gibt es vorwiegend westliche Kleidungsstücke, eine große Kaschmir- und Yakwollabteilung u.a. der größten Textilfirma der Mongolei, Gobi, einen Supermarkt und eine riesige Souvenirabteilung, darunter die berühmten, filigran gefertigten Schachspiele. Doch unser einziges Interesse gilt der Dusche - herrlich warmes, fließendes Nass.

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Gandan Kloster

Von hier aus können wir bequem 40 Minuten zu Fuß durch das Jurtenviertel zu dem wichtigsten, spirituellen Zentrum Ulanbaatars laufen: dem Gandan Kloster, hinüber über den spirituell bedeutsamen Stadtberg Tasgan, der einem Elefantenrüssel ähneln soll.

Gandan Kloster Ulaanbaatar

In Gandan genießen wir die etwas heruntergekommene Oase der Stille und bestaunen die 30 m hohe Bronzenachbildung des Gottes Meijd Janraiseg, dem Gott der in alle Richtungen schaut. Die Originalstatue verschwand 1937 unter der stalinistischen Herrschaft in Russland spurlos. Im Sockel der Nachbildung befindet sich eine komplett eingerichtete Jurte, die ebenfalls mit Bronze ummantelt wurde - eine Tatsache, die Töchterlein schwer beeindruckt.

Sukhbaatar Platz

Genau in die entgegengesetzte Richtung geht es zum Sukhbaatar Platz, auf dessen Mitte der Freiheitskämpfer Sukhbaatar hoch zu Ross thront, flankiert von dem Parlamentsgebäude, vor dessen Eingang der überdimensionale Dschingis Khan sitzt. Hier befindet sich auch die Friedensglocke, hergestellt aus geschmolzenen Münzen aus der ganzen Welt.

Friedensglocke Ulaanbaatar

Museen, Musik und Kunst

Das Natural History Museum ist geschlossen, wir stehen vor maroden Türen eines baufälligen Gebäudes. Das Mongolian Dinosaur Museum entschädigt uns mit Originalfunden, vollständigen Skeletten und Dinosauriereiern. Der mongolische kleine Bruder des Tyrannosaurus rex, der Tarbosaurus bataar, kann jedoch nicht nur im Museum, sondern auch in der neuen Einkaufsmall in Viva City, bestaunt werden. Mehr als zwei Stunden lesen wir gewissenhaft die englischen Erläuterungen.



Wir hören den Proben der Bachelorstudenten des Ulaanbaatar Goethe Musiklabors zu und schlendern durch das Konservatorium für Kunst und Musik direkt neben der pompösen chinesischen Botschaft in der Peacestraße, vor der wir noch viele Stunden, wartend auf unser chinesisches Visum, in Sonne, Wind und Regen stehen, sitzen, dösen, lesen werden.

Musik lauschen und machen

Schöne Stunden, guten Whiskey und noch bessere(r) Musik haben wir gemacht (Musikermann) und gelauscht (Töchterlein und ich) im einzigen, im August neu eröffneten Jazzclub The Fat Cats, im Keller des ebenfalls zu empfehlenden Veranda Restaurants.

Essen in Ulaanbaatar City

Eine herrliche Abwechslung, ein super Zufluchtsort für uns Vegetarier ist das vegane Restaurant Loving Hat in der Tourist Street. Ich fülle meinen Vitaminspeicher auf und esse knallhart nur grünes Essen: Spinatsalat, Selleriesmoothie und Lauchsuppe.

20 m weiter gibt es ein buddhistisches Zentrum mit kostenlosen Meditationsklassen, auch hier lässt sich lecker, in geruhsamer Expat-Atmosphäre vegan speisen. Doch auch die Vorliebe der Großstädter für koreanisches Essen kommt uns entgegen: Hier gibt es jede Menge scharfe, vegetarische Beilagen all you can eat und kostenfreien Kräutertee zu jeder Hauptmahlzeit zu moderaten Preisen.

Koreanisch essen in Ulaanbaatar

Ebenso begeistert ist vor allem unser Töchterlein von dem Hot Pot essen: An jedem Tisch bereitet man seine Suppe selbst zu, einfach klasse und ungemein chic unter jungen Mongolen ;).

Vorwärts kommen

Das öffentliche Bussystem ist in der Hauptstadt gut ausgebaut und sehr günstig, eine Fahrt kostet umgerechnet 20 Eurocent und Kinder fahren kostenlos.

Aber auch Taxifahren ist empfehlenswert, ist doch jeder Autofahrer ein potentieller Taxifahrer. Am Straßenstand stehend und winkend, halten wir Autos an, der jedem bekannte Festpreis ist 800 Tugrik pro km.

Prinzipiell ist die Innenstadt jedoch gut zu Fuß zu erlaufen, stehen Busse und Taxen doch meistens im typisch asiatisch anmutenden Verkehrschaos.

Vorführung des Tumen Ekh Ensembles

So finden wir uns nach einem Spaziergang im Regen in der Vorführung des Tumen Ekh Ensembles inmitten chinesischer, französischer und amerikanischer Reisegruppen wieder.

Touristische(s) Preise/Ambiente schaden der wunderschönen, farbenfrohen, bestaunenswerten Tanz- und Musikdarbietung in traditionellen Gewändern nicht im Geringsten. Wir verbrachten eine kurzweilige Stunde, bekamen den traditionellen Kehlkopfgesang zu hören, einen mongolischen Maskentanz zu sehen, jedoch auch stimmungsvolle Musik auf Originalinstrumenten, wie der zwei-saitigen Pferdekopfgeige, Gebetsgesänge und die Hymnen der einzelnen mongolischen Volksgruppen zu hören. Ein absolut empfehlenswerter Ausflug, gerade mit Kindern im Grundschulalter! Viele Hochhäuser werden aus dem Boden gestampft, es rattert und staubt vor allen Dingen am Stadtrand.

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Wohnviertel in Ulaanbaatar

Ein Viertel, staatlich gefördert und in der Ecke der geringsten Luftverschmutzung gelegen, ist das Viva City Viertel nach dem Vorbild Japans: Die Wohnungen sind sehr klein, erschwinglich und umgeben von einer sehr guten Infrastruktur.

Am Fluss gelegen, pfeift der Wind und scheucht den Smog davon. Neue Spielplätze, Säuglinge, deutsche Supermärkte und hippe Cafés säumen das Stadtbild. Hier fühlen wir uns bei unserer Couchsurfingfamilie, einer Fluglotsin mit Sohn, wohl.

Couchsurfing Ulaanbaatar

Zanabazar Museum

Wir kommen rechtzeitig zu einer, im Preis inbegriffenen, englischen, einstündigen Führung durch das Zanabazar Museum, das Museum der schönen Künste und bekommen einen guten Überblick über die mongolische, stark tibetisch, bzw. buddhistisch geprägte Kunstgeschichte. Auch das direkt am Sukhbaatar Platz gelegene Museum of National History, ist sehens- / begeisternswert.

Comfort Zone

Durch unsere Spontankontakte in die Expatszene, finden wir uns auch in Indoorspielplätzen, Schwimmbädern und Trampolinhallen unter britischen, amerikanischen und neureichen mongolischen High Society Familien wieder und genießen wohl vertrauten Comfort, Käsefußgeruch und überteuerte Kaffeepreise inklusive ;).

All das erleben wir in den ersten drei Wochen in der Mongolei, nun ziehen wir aus dem chaotischen, winzig anmutenden Guesthouse im Stadtzentrum, umgeben von Reisenden aus aller Welt, um, wie es der Zufall will, in eine WG am Stadtrand mit einer jungen, mongolischen Schauspielerin.

04.09.2018

Hier findest du alle Infos und laufende Reiseberichte zu Veras Weltreise 2018.

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