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Abschied nehmen

Weltreise 2018 Abschied nehmen


Das Haus so aufgeräumt wie nie, den Sperrmüll bestellt, die Rucksäcke gefüllt, die Abschiedsparty gefeiert und die Seele entschlackt. Äußerlich bin ich ruhig, doch der Schein trügt: Nacht um Nacht liege ich die letzten Tage vor unserer Abreise wach und erstelle To-Do Listen im Kopf, mein Herz blubbert und rennt, mein Schlaf kommt gar nicht hinterher. Eindeutig: Ich bin aufgeregt.

Unser Töchterlein auch. Sie ist schwer im Abschiedsstress mit ihren Freunden, sie ist gefragt und trifft alle noch einmal: Verwandte, Kindergarten- und Schulfreunde und Nachbarskinder. Der Trubel lenkt ab, doch auch sie hat abends Bauchschmerzen und kommt nicht in den Schlaf. Das Buch "Das kleine Kaninchen, das so gerne einschlafen möchte" von Carl-Johan Forssén Ehrlin (Mosaik Verlag) hilft abends, es ist ihre Einschlafgarantie.

Heute war der Abschied besonders schmerzlich: "Abu, Abu,..." weint sie ein ums andere Mal, fest drückt sie ihren "Hundebruder" an sich, winkt und rennt dann davon. Das einzige Haustier hat für unser Einzelkind den höchsten Stellenwert. Im Alltag ist der kleine Rüde seit drei Jahren ihr Freund, ihr Tröster und Kuschelkamerad. Schluchzend finde ich sie in unserem Garten unter der großen Tanne. Sie stößt mich weg und zieht mich nah, umklammert mich.

Und ich? Ich esse Honig löffelweise aus dem Glas und frage mich: Bin ich da? Und bin ich stark?
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Die letzten Tage benutzt unser Mädchen das Geheimwort für "Mama, bitte komme, frage nicht, warum, aber nimm mich in den Arm und drücke mich fest, ich brauche dich jetzt" ganz häufig. Kaum fällt das Codewort unterbreche ich mein Tun und wir liegen uns still in den Armen und sind uns nah. Unsere Art der Vorbereitung auf das große Abenteuer. Die Verantwortung wiegt schwer auf meinem Schultern. Trotz immenser Vorfreude und der Erfüllung unseres Lebenstraumes, spüren wir die Aufregung und Anspannung.

Die letzten Stunden verbringen wir gut abgelenkt mit dem Finale der Fußballweltmeisterschaft und können den Abschied nicht fassen, so dass dieser surreal, kurz und schmerzlos ausfällt.

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Weltreise 2018 - Abschied
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