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Weltreise mit schulpflichtigen Kindern - ein Resüme

Weltreise mit schulpflichtigen Kindern - ein Resüme


Ein Jahr lang begleiten wir Vera mit Musikermann und Töchterlein auf ihrer Weltreise 2018/19

Schule auf Reisen - Resume nach einem Jahr Weltreise mit schulpflichtigem Kind in der zweiten Klasse einer Grundschule in Hessen, Schulbefreiung und Reisebeschulung

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Hier kannst du dich vorher über unseren Weg zur Schulbefreiung informieren.

Größer ist sie geworden, selbstständiger und selbstbewusster: unser Töchterlein startete mit uns mit knapp 7 Jahren auf Weltreise, nun kommen wir nach knapp dreizehn Monaten pünktlich zur dritten Klasse zurück nach Hessen. Den Stoff der zweiten Klasse hat sie sich während unserer Reise durch dreizehn Länder, um den halben Kontinent, durch Zeitzonen, Kulturdenkmäler und in atemberaubenden Landschaften erarbeitet. Und es hat geklappt: Amalia startet das hessische Schuljahr in ihrer alten Klasse, in vertrauter Umgebung, zusammen mit ihren Freunden!

Geklappt hat es nicht ohne Durchhaltevermögen, dem ein oder anderen Streit, nicht einfach so nebenbei, dennoch kann unsere clevere Tochter nun neben dem kleinen Einmaleins auch auf Wissen um Angkor Wat, über Beuteltiere, die Vietcong und die Roten Khmer zurückgreifen; sie war surfen in Surfers Paradise, hat Flussdelfine im Mekong beobachtet, ist einmal quer durch Australien gecruist, ist mit Hühnern und Katzen Zug gefahren, hat Schafe geschlachtet, ist Sanddünen in der Wüste Gobi hinab gepurzelt, hat Kamele gemolken, Papier geschöpft, rituelle Tänze bewundert, auf der Chinesischen Mauer gewandert, den Umgang mit dem laotischen Webrahmen gelernt und Pferde geritten.

Abenteuer draußen noch und nöcher: dies kam unserer Räubertochter sehr entgegen und ich könnte noch viele mehr berichten. Dafür nahm sie, mit kleinen Erinnerungshilfen unsererseits, tägliche Unterrichtsstunden (ohne freie Wochenende und Ferien) in Kauf. Wir haben das System der Selbstverantwortung etabliert, jeden Sonntag bekam sie Post Its für die Fächer Deutsch, Mathematik und Länderkunde/Musik/Sport/Biologie und konnte sie auf ihrem Wochenplan in englischer Sprache frei einteilen. Dieser war in Vormittag und Nachmittag unterteilt und ggf. mit Aktivitäten/Reiseplänen von uns Erwachsenen zuvor bestückt worden. Ich suchte aus, was sie über die Woche zu lernen hatte, sie konnte sich die Hausaufgaben einteilen. Mama und Papa standen lediglich als Lernbegleiter und Ansprechpartner zur Verfügung, denn mit ihrer Lieblingslehrerin zu Hause konnten wir sowieso nicht konkurrieren.

Dennoch erforderte die selbstständige Beschulung einiges an Vorbereitung: Vertrautwerden mit dem hessischen Lehrplan, Vorgesprächen mit Direktorin und Lehrerin, Antragstellung und nicht zuletzt: Durchhaltevermögen: Auch bei 45 °C, auch am schönsten Strand, vor dem Schnorcheln, nach Museumsbesuchen, Theaterveranstaltungen, nach hunderten von Eimerduschen, durchwachten Reisenächten, in ratternden Zügen, auf einsamen Inseln und im Lärm der Millionenmetropolen Asiens galt es den Überblick zu behalten, vorauszuplanen und zu motivieren.

Im Stoff ist Töchterlein dank der steten Rückmeldung ihrer Klassenlehrerin gut durchgekommen, wir haben uns eigene Zusatzprojekte gesucht, z.B.: Ameisen, ein Videoreferat zu dem Tasmanischen Teufel, ein Lied in 3 Sprachen, aufgenommen im TukTuk in Kambodscha, zusätzliche Rechen- und Rechtschreibhefte und Länderkundeworkbooks zu Asien und Australien. Töchterlein hat alle Klassenarbeiten mitgeschrieben, ist teilweise zu bedacht aufs schnelle Fertigwerden, ihre exzentrische, sehr individuelle Handschrift lässt höchstens eine Arztkarriere zu, der Handstand sitzt noch nicht und die Wutanfälle spülen teilweise auch den tiefenentspannten Papa mit hinweg. Doch Aufgeben kam nicht in Frage! Einmal angefangen, überraschte sie uns mit schnellem Arbeiten und langen Konzentrationsspannen.

Pausen, langsameres Reisen und Innehalten waren wichtig und nötig, um Kapazitäten für Schularbeiten frei zu halten und zu verstehen, zu verarbeiten und im Gleichgewicht zu bleiben. So wurden aus jedem Stopp Postkarten an die Daheimgebliebenen versandt und im Klassenzimmer aufgehängt. Unendlich spannend für unser neugieriges, wissbegieriges Kind waren Geschichte und Politik in den Ländern, z.B. was ist Kommunismus? Wie funktioniert Handel? Was sind freie Wahlen? Wo gibt es die Todesstrafe? Welche Probleme haben indigene Australier? Große Themen, die auch uns Erwachsene nachdenklich werden lassen.

Dennoch oder gerade deshalb würden wir es genau so wieder machen. Alle Beteiligten haben ihr möglichstes gegeben, uns an und über Grenzen gebracht, die Reise unvergesslich und uns als Familie noch näher zusammengebracht. Schön ist es für mich dennoch, die Schulverantwortung in professionelle Hände abgeben zu können und nur noch Mama sein zu dürfen. Töchterlein hat vieles in Sachen Eigenverantwortung und selbstständiges Arbeiten gelernt, Mama in Sachen Loslassen, es nicht persönlich nehmen und Grenzziehung, Papa in Sachen Nervenarbeit, Reflektion des eigenen Verhaltens und Schönschrift und alle gemeinsam haben wir gemerkt: mit viel Liebe gehen wir durch dick und dünn!

Hier unsere empfehlenswerten Arbeitsmaterialien im Überblick:

In Deutsch:



In Mathematik:



In Länderkunde:



In Musik:

Noten lesen und Instrumentenkunde mit Papa ;).

Allgemein:



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