Das Zahnpasta-Ei

Experiment: Das Zahnpasta-Ei


Ein Experiment zum Forschen mit Haushaltsutensilien, das Kindern verdeutlicht, warum das Zähneputzen so wichtig ist

Unsere Zähne bestehen aus Zahnschmelz, dem härtesten körpereigenen Material. Das macht sie jedoch nicht unangreifbar. Wenn man die Oberfläche unserer Zähne stark vergrößert, erkennt man sehr gut, dass es sich um eine Art “Kristallgitternetz” aus Kalk handelt, in das verschiedenste (anorganische) Stoffe, wie Magnesium, Calcium, Kalium eingelagert sind.

Säuren, wie z.B. Kohlensäure in Cola oder Fruchtsäuren aus Obst, können diese anorganischen Stoffe herauslösen und das Gitter destabilisieren. Und diese “Gitterhöhlen” bieten perfekte Verstecke für Karius und Baktus, die Kariesbakterien. Einen ganz ähnlichen Aufbau zeigen Eierschalen, daher führen wir diesen Versuch mit Hühnereiern und nicht mit euren Zähnen durch!

Lernziel:

Erforschen der Schutzfunktion von Fluoriden bei Hühnerei und Zähnen gleichermaßen

hr benötigt:

  • 2 Hühnereier
  • Fluorid Gel (Elmex-Gelee, z.B.)
  • 2 Trinkgläser
  • Tafelessig
  • 1 alte Zahnbürste

So wird es gemacht:

  • Kocht zuerst die Hühnerei bis sie hart sind, damit sie euch beim Experiment nicht zerplatzen und lasst sie gut auskühlen.
  • Eine erbsengroße Menge an Fluoridgel drückt ihr auf eines der beiden hartgekochten Eier, verteilt es rundum und lasst es für mindestens 5 Minuten einwirken (gerne auch länger).
  • Danach legt ihr beide Eier vorsichtig in die bereitgestellten Gläser mit Tafelessig.

Was geschieht?

Bei beiden Eier werden Bläschen aufsteigen, bei dem behandelten Ei jedoch wesentlich langsamer oder zunächst gar nicht (je nach Dauer der Behandlung). Der Essig scheint diesem Ei nichts anhaben zu können!

Warum ist das so?

In Zahnpasta enthaltenes Fluorid verbindet sich mit dem Kalk (Kalziumkarbonat) der Eierschale härtet diesen und bildet einen Schutzmantel gegen Säuren um den Kalk.

Essig ist eine Säure, die Kalziumkarbonat löst, also einzelne Teilchen Kalzium aus dem Feststoff (der Eierschale) herauslöst. Dies verhindert das Fluorid, es klebt die Kalziumteilchen sozusagen in dem Verbund mit anderen Teilchen fest.

Genau das gleiche passiert bei unseren Zähnen, die aus Zahnschmelz, dem härtesten körpereigenen Material, bestehen: Fluoride aus der Zahnpasta dringen in den Zahnschmelz ein und machen diesen widerstandsfähiger. Dies sollte allerdings regelmäßig wiederholt werden, da durch das Kauen der Schutzmantel abgenutzt wird (ähnlich wie ihr es von anderen, oft benutzten Oberflächen kennt, z.B. Autolack schützt vor Rost).

Falls ihr euch fragt, warum ich hier Fluoridgel statt handelsüblicher Zahnpasta empfehle: In Fluoridgel ist der Anteil an Fluorid wesentlich höher als in (Kinder-)Zahnpasta, somit gelingt der Versuch eindrücklicher. Die Menge, die ihr bei diesem Versuch benötigt, ist auch so gering, dass die höheren Kosten des Fluordigels nicht ins Gewicht fallen. Viele Familien haben sowohl Zahnpasta als auch Fluoridgel zu Hause – ihr vielleicht auch?

© familienkost.de

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