A - wie Aprikose

Aprikose - kleine Frucht mit geballter Superpower


Aprikose - die kleine Frucht mit der samtigen Haut ist bei meinen Kindern sehr beliebt. Durch den milden Geschmack und die leichte Süße eignen sie sich als idealer Snack für zwischendurch.

Sie sind prall mit Vitaminen und wertvollen Ballaststoffen gefüllt, sodass die kleine Frucht in der Größe eines Golfballs die Entwicklung deiner Kinder ideal unterstützt. Dank der praktischen Größe passt sie in jede Lunchbox und kann wirklich überall hin mitgenommen werden.

Dass Aprikosen bei Kleinkindern zu Durchfall führen ist übrigens ein Ammenmärchen. Tatsächlich wirken Aprikosen stuhlauflockernd, wer die süße kleine Frucht aber in Maßen genießt, muss sich in der Regel keine Sorgen machen.

In diesem Artikel erfährst du, was die Aprikose alles zu bieten hat, was der Unterschied zwischen Marillen und Aprikosen ist und wie gesund Aprikosen wirklich sind.

Woher kommt die Aprikose?

Die kleine orange-gelbe Frucht ist mit der Pflaume, der Nektarine und der Kirsche verwandt und zählt zu den Rosengewächsen. Da das zarte Fruchtfleisch einen mandelförmigen Kern umschließt, handelt es sich bei der Aprikose um eine Steinfrucht.

Woher die Aprikose ursprünglich kommt ist umstritten. In einer historischen Quelle aus dem 18. Jahrhundert wird ihre Herkunft aus Armenien beschrieben, weshalb ihr biologischer Name "Prunus armeniaca" lautet. Allerdings gibt es mittlerweile archäologische Funde von Aprikosenkernen, die in die Kupfersteinzeit datiert werden. Wissenschaftler vermuten nun den Ursprung dieser nahrhaften Frucht in China oder Indien.

Wann ist die Aprikose reif?

Die Aprikose liebt sommertrockenes Klima und wird deshalb meistens aus Frankreich, Italien oder Griechenland importiert. Ihr größtes Anbaugebiet ist allerdings die Türkei. In der Aprikosenhochsaison, die von Juni bis August dauert, sind ebenfalls ein paar deutsche Sorten erhältlich.

Wie erkennt man eine reife Aprikose?

Aprikosen solltest du möglichst reif kaufen. Ob sie nun schon reif ist, oder nicht, erkennst du leicht daran, dass sie weich und druckempfindlich sind, außerdem duften sie süßlich.

Leider ist die Farbe der Aprikose heutzutage kein Indikator mehr für ihre Reife, da viele Sorten schon mit einer goldgelben bis orangenen Farbe gezüchtet werden. Sobald du eine reife Aprikose in den Händen hältst, solltest du sie schnell essen, weil sie sonst schnell faulig werden.

Die richtige Lagerung

Aprikosen lieben es warm. Also lagerst du sie am besten bei Zimmertemperatur. Dann entfaltet sich ihr fruchtiger Geschmack am besten. So gelagert halten sie sich maximal 2-3 Tage. Im Obstfach im Kühlschrank hingegen halten sie sich bis zu einer Woche.

Aprikosen - ein wichtiger Vitamin- und Mineralstoffspender

Die Aprikose ist prall gefüllt mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die in der gesunden Ernährung deiner Kindern nicht fehlen sollten.

Aprikosen sind gesund

  • Provitamin A wird auch als Carotin bezeichnet und verleiht der Aprikose nicht nur ihre Farbe, sondern wird im Körper auch zu Vitamin A umgewandelt und wirkt als Antioxidant. Genau wie bei Karotten wirkt es sich positiv auf die Sehkraft aus.
  • Die Vitamine B1 und B2 können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir diese Vitamine über die Nahrung zu uns nehmen. Vitamin B1 wirkt gegen Müdigkeit und hilft gegen Magen-Darm-Beschwerden. Vitamin B2 versorgt den Körper mit Energie und hilft beim Neuaufbau von roten Blutkörperchen. Außerdem hilft es der Leber zu entgiften.
  • Vitamin C stärkt das Immunsystem und die körpereigene Abwehr.
  • Auch die Mineralstoffe, die in der Aprikose enthalten sind, wirken sich durchaus positiv aus. Kalium unterstützt ebenfalls die Sehfunktion. Außerdem trägt es zur Nierenentgiftung und der Weiterleitung von Nervenreizen bei. Phosphor ist ein wichtiger Bestandteil des Knochenapparats und trägt zur Härtung des Skeletts bei. Außerdem reguliert es den Säure-Basen-Haushalt und unterstützt den Hormonhaushalt. Zum Glück ist es in vielen Lebensmitteln enthalten und ein Mangel entsteht äußerst selten. Dass Kalzium für die Knochen unverzichtbar ist, wissen wir nun schön länger. Aber der Mineralstoff ist auch an der Funktion von Nerven, Muskeln, der Lunge, der Herzfunktion und den Nieren beteiligt.
  • Die in der Aprikose enthaltenen Ballaststoffe sorgen für eine angeregte Verdauung und durch den geringen Säureanteil wird die Aprikose leicht bekömmlich.

Was ist der Unterschied zwischen Aprikosen und Marillen?

Diese Frage ist leicht beantwortet: Es gibt keinen. Marille ist lediglich der bayrische oder österreichische Ausdruck für die Aprikose. Es handelt sich hierbei also um ein und dieselbe Frucht.

Frisch oder getrocknet?

Schon die frische Aprikose enthält super viele wichtige Vitamine und Nährstoffe. Bei der getrockneten Aprikose ist der Nährstoffgehalt etwas fünf mal so hoch wie bei der frischen Aprikose, denn der Trocknungsprozess verändert die Nährstoffzusammensetzung des Obstes. Allerdings kommt der Fruchtzucker bei Trockenobst dann auch in einer höheren Menge vor, weswegen ich die frische Variante bevorzuge, aber beides absolut seine Berechtigung in einer ausgewogenen Ernährung hat.

Was bedeutet geschwefelte Aprikosen?

Die Schwefelung von Obst ist schon seit der Antike bekannt. Es handelt sich hierbei also mitnichten um die Verarbeitung durch neumodische Haltbarkeitsmethoden. Das Schwefeln von Aprikosen führt beim Trocknen lediglich dazu, dass sie ihre natürlichen Farben behalten.

Durch den Prozess des Trocknens wird der Aprikose das Wasser entzogen und die Aprikose färbt sich bräunlich bis schwarz. Geschwefelte Aprikosen leuchten also fast genauso goldgelb-orange wie die frischen Früchte. Da das Auge mitisst, bevorzugen viele die geschwefelte Variante. Allerdings werden durch diesen Prozess Vitamine - vor allem Vitamin B1 und Folsäure zerstört.

Ist die Schwefelung gesundheitsschädlich?

Der Verzehr von getrocknetem und geschwefeltem Obst ist generell nicht ungesund. Die meisten Menschen vertragen geschwefelte Trockenfrüchte genauso gut wie ungeschwefelte. Allerdings können geschwefelte Produkte in seltenen Fällen Übelkeit oder Kopfschmerzen hervorrufen. Bei Asthmatikern können Schwefelverbindungen Asthmaanfälle begünstigen. In seltenen Fällen wurden auch allergieähnliche Reaktionen festgestellt.

Erste Hilfe bei Verstopfungen

Ungeschwefelte getrocknete Aprikosen wirken wegen ihrer Ballaststofffülle abführend. Sie können deswegen deinem Kind auf natürliche Art und Weise bei Verstopfungen helfen.

Ab wann dürfen Kinder Aprikosen essen?

Aprikosen sind ein gesundes Obst das herrlich mild und frisch schmeckt. Ab dem siebten Monat, kannst du deinem Baby die kleine Frucht als Fingerfood oder im Brei anbieten. Dank des milden Geschmacks kannst du die Aprikose ideal mit Äpfeln, Bananen oder Himbeeren abwechslungsreich kombinieren. Auch mit Getreidesorten wie Hirse oder Hafer schmeckt die Aprikose gut und du kannst damit die Neugierde deine Babys auf die vielen verschiedenen Geschmäcker wecken.

Der Handel bietet auch schon Aprikosenbrei ab dem 5. Monat an. Allerdings solltest du bei Fertigprodukten immer auf die Inhaltsstoffe achten. Leider wird diesen Produkten immer wieder Zucker zugesetzt. Viele Ideen, wie du Beikost stattdessen lieber selber machst, findest du auf meinem Blog breirezept.de für die Allerkleinsten.

Aprikosen Rezepte

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