B – wie Birne

Birne als Obst für Kinder


Auf den ersten Blick sieht die Birne dem Apfel ziemlich ähnlich. Sie ist ebenso prall und knackig. Nur ihre Farbe ist gelblicher bis grün. Je nach Sorte kommt sie rundlich kurz oder länglich daher. Man erkennt sie vor allem an ihrem schlanken Hals, von dem auch ihr Name herrührt (Glühbirne!).

Kinder lieben Birnen, weil sie saftig sind und so süß schmecken. Dabei ist ihr Fruchtfleisch etwas milder als das des Apfels und leicht bekömmlich.
Früher gab es die Birne nur am Mittelmeer. Man sagt, dass ihr Ursprung in Griechenland liegt. Hier wächst sie schon seit rund 3.000 Jahren an sonnenverwöhnten Bäumen.

Je mehr UV-Strahlen auf die Früchte treffen, desto süßer werden sie. Mittlerweile werden Birnen fast auf der ganzen Welt angebaut und es gibt über 1.500 Sorten! Darunter sind Birnen, die frisch geerntet und roh besonders gut schmecken, welche, die man gut dörren kann, und solche, die sich gut als Birnensaft machen.

Warum ist die Birne für Kinder gesund?

Birnen verfügen über etwa ein Viertel weniger Fruchtsäure als Äpfel, enthalten aber genauso viel natürlichen Zucker. Deshalb ist ihr Geschmack schön mild, aber ebenso süß. Säurearm sind Birnen die ideale Kost für Menschen mit Magenproblemen und eignen sich auch als Nahrung für Kleinkinder und Babys.

Durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen sättigen Birnen schnell, beruhigen den Darm und fördern die Verdauung. Außerdem ist die Frucht ein wichtiger Lieferant von Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kupfer, Jod, Magnesium, Phosphat und Zink – ohne diese Minerale könnten wir nicht leben!

Zum Schluss ist die Birne auch noch ein richtiger Vitamin-Cocktail. Das Vitamin C einer einzigen Birne deckt sieben Prozent des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Die enthaltene Folsäure, die zu den B-Vitaminen gehört, fördert die Blutbildung und ist ein wichtiger Baustein beim Aufbau von Glückshormonen. Birnen sind also nicht nur gesund, sondern machen auch noch glücklich!

Ab wann dürfen Kinder Birne essen?

Sobald du deinem Kind Beikost gibst, kannst du auch weich gekochte Birne anbieten. Durch den hohen Fruchtzuckeranteil wirkt der Brei aus Birnen stuhlauflockernd und verdauungsfördernd. Damit dein Kind keinen Durchfall bekommt, solltest du mit kleinen Mengen beginnen. Roh verzehrt, kann die Fruchtsäure der Birne zu Bauchschmerzen oder einem wunden Po führen.

Teste dich am besten zwischen dem siebten und zehnten Monat langsam heran und beobachte dein Kind. Wichtig: Achte darauf, dass die Birne immer vollreif ist, denn harte Früchte liegen schwer im Magen und brauchen lange, bis sie verdaut sind. Ist die Birne noch zu fest, kannst du sie zu Hause einfach noch ein paar Tage nachreifen lassen.

Welche Birnensorte eignet sich für Babys?

Es gibt zahlreiche Birnensorten. Die weltweit am häufigsten angebaute Birne ist wahrscheinlich die Williams Christ-Birne, die man auch bei uns in Deutschland von August bis November findet. In Herbst und Winter kommen die beliebten Sorten Abate, Fetel und Conference hinzu.

Schmecken tun sie alle, doch welche Birne ist die beste für Babys? Grundsätzlich kannst du alle der aufgezählten Sorten einkochen und zu Babybrei verarbeiten. Wichtig ist, dass du reife Früchte verwendest. Bio-Qualität ist am besten, weil bei dieser Anbauart auf alles Unnatürliche, wie Kunstdünger oder Chemikalien, verzichtet wird. Trotzdem solltest du die Frucht immer gut abwaschen.

Beginnst du gerade erst mit der Beikost, solltest du die Birne schälen. Wenn dein Baby sich schon etwas an Geschmack und Konsistenz gewöhnt hat, kannst du die Schale auch dranlassen und mit zerkochen. Achte dann darauf, dass sie ebenso weich ist wie das Fruchtfleisch und sich dein Baby nicht verschlucken kann. Größere Kinder können jede Sorte verzehren, die sie mögen. In kleine Stücke geschnitten, ist die Birne der perfekte Kindergarten-Snack.

Worauf sollte ich beim Kauf von Birnen achten und wie lagere ich sie am besten?

Beim Kauf von Birnen sollte man immer darauf achten, feste und unversehrte Früchte auszuwählen. Auf Fingerdruck sollte ihre Oberfläche ganz leicht nachgeben. Außerdem kommt es auf die Jahreszeit an: Sommerbirnen dürfen weicher und schwer sein, Winterbirnen dagegen können auch sehr fest gekauft werden, damit sie zu Hause nachreifen können.

Wer Birnen mehrere Tage aufbewahren möchte, sollte sie am besten in den Kühlschrank legen. Bei niedrigen Temperaturen halten Birnen wie Abate oder Fetel mehrere Wochen – allerdings immer auf Farbe und Konsistenz achten! Wird die Frucht weich und gelblich, ist sie reif und darf genussvoll verzehrt werden.

Süß und saftig: Unsere liebsten Rezepte mit Birnen



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