Schmetterlinge züchten

Schmetterlinge züchten


Vom Ei zum Schmetterling: wir haben uns ein Zuchtset bestellt und den bunten Faltern bei ihrer Entwicklung zugeschaut

Wir lieben Experimente und wir lieben die Natur – daher sind wir vor einigen Wochen auf die Idee gekommen, uns eigene Schmetterlingsraupen zu bestellen und ihnen bei ihrer Entwicklung zuzuschauen. Dass das möglich ist, wusste ich aus der 1.Klasse unseres E., der dieses Projekt damals mit seiner Schulklasse in Hessen durchgeführt hat.

Unser Aufzuchtset

Also habe ich Google befragt und wurde schnell bei Hagemann fündig. Der moderne Verlag für Bildungsmedien und Unterrichtsmaterialien gab mir ein gutes Gefühl und so bestellte ich ein Aufzuchtset mit 5 Raupen*.

Das Zucht-Set enthält alles, was man zum Züchten benötigt: 5 Raupen, ausreichend Nahrung, einen Aufzuchtbehälter für die Raupen bis zur Verpuppung und eine Aufzucht-Voliere zum Beobachten der Stadien Puppe bis Falter. Außerdem jede Menge Übung- und Infomaterial sowie Aufkleber und eine Schmetterlingsbestimmungstafel. Die Vorlaufzeit für die Lieferung beträgt 3 Wochen und sie kann zum Wunschtermin erfolgen.

Das Raupenstadium

Kurz vor Ostern, am 17.4., war es dann soweit: unsere Schmetterlingsraupen wurden geliefert. Sie waren noch sehr klein und sahen fast aus wie Maden. Aufbewahrt wurde sie in einem kleinen Plastebehälter mit Löchern, der auch gleichzeitig das Futter enthielt. Nun hieß es erstmal abwarten und beobachten. Wir stellten sie auf unser Regal in der Küche und nahmen sie jeden Abend „unter die Lupe“ und notierten die Veränderungen. Mit der Zeit wurden die Raupen immer dicker und länger. Außerdem bekamen sie Stacheln und wühlten in ihrem Futter herum.

Schmetterlinge züchten - Raupenstadium

Puppenstadium - Metamorphose

Nach 14 Tagen war es dann soweit (1.5.): sie begannen sich zu verpuppen. Dazu hängten sie sich kopfüber und J-förmig an dem am Deckel befestigten Fleece auf und bekamen einen harten Kokon. 3 Tage später sollten wir sie mit dem Kokon in die Aufzuchtvoliere umziehen und vorher von ihren Gespinsten und möglichen Kotresten befreien. Gesagt – getan: nun hieß es weiterwarten und die Metamorphose beobachten.

Schmetterlinge züchten - Verpuppung

Unsere Distelfalter sind geschlüpft

11 Tage später (12.5.) staunten wir nicht schlecht, als wir abends in die Küche kamen und der erste Distelfalter durch unsere Voliere flatterte. Nach und nach schlüpften schließlich auch alle anderen Schmetterlinge aus ihren Kokons und zeigten ihre wahre Schönheit – vom ersten bis zum letzten Schmetterling dauerte das 1,5 Tage.

Nachdem alle Schmetterlinge geschlüpft waren, ihre Flügel aufgepumpt hatten und eine erste Runde gedreht hatten war es Zeit sie zu füttern. Dazu nutzen wir die beiliegende Zuckerlösung. Außerdem machten wir ihnen ihr zu Hause mit einigen Fliederblüten, kleinen Steinchen, Stöcken und Blättern gemütlich.

Schmetterlinge züchten - Distelfalter
Die rote Flüssigkeit ist ein Stoffwechselprodukt der Schmetterlinge, das sie beim Schlüpfen verlieren

Der Abschied

2 Tage beobachteten wir sie nun noch, bevor wir sie an einem warmen Nachmittag im Mai ins Freie entließen. 2 unserer 5 Falter ließen sich das nicht zweimal sagen und flatterten sofort in die Freiheit. Die anderen blieben bei „offener Tür“ noch eine ganze Weile in der Voliere und den Letzten mussten wir fast hinaustragen. Er war so zutraulich, dass er sich sogar auf die Hand nehmen ließ. Dann packte aber auch ihn das Entdeckerfieber und er machte sich auf den Weg zu unserem großen Fliederstrauch.

Nun sehen wir sie noch ab und zu in unserem Garten umher fliegen und hoffen sehr, dass sie sich paaren und ein paar neue Eier verteilen, aus denen dann in freier Natur bei uns zu Hause neue Raupen schlüpfen.

Schmetterlinge züchten - Distelfalter Abschied
Die rote Flüssigkeit ist ein Stoffwechselprodukt der Schmetterlinge, das sie beim Schlüpfen verlieren

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Schmetterlingskuchen
Unser Schmetterlingskuchen

Hier kannst du dir eine schöne Zusammenfassung unseres Schmetterlingprojektes runterladen.

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