B - wie Beifuß

Beifuß verfeinert traditionell den Gänsebraten. Was noch alles in der Gewürzpflanze steckt, erfährst du hier.

beifuss

Nein, ich rufe keinen Hund an meine Seite, sondern spreche von einer Gewürzpflanze, die gerne für deftige Fleischgerichte verwendet wird: der Beifuß! Das Kraut ist besonders in der Weihnachtszeit ein beliebtes Gewürz und verfeinert in vielen Familien den Gänsebraten an Heiligabend. In diesem Artikel findest du heraus, wo der Beifuß herkommt, warum er in der Hausapotheke nicht fehlen darf und erhältst Informationen über seinen Einsatz in der Küche.


Herkunft und Saison von Beifuß

Der Gemeine Beifuß kommt natürlicherweise in Europa und den gemäßigteren Gebieten Asiens und Nordafrikas vor. In Deutschland kann man die wilde Pflanze in Wäldern, an Wegesrändern und Richtung Bayern und Österreich sogar auf Bergen bis zu einer Höhenlage von 1650 Metern finden. Meine Oma hatte früher ihre „geheimen Stellen”, von denen sie mit Büscheln voll Beifuß wiederkam und diese dann zuhause getrocknet hat. Ernten kann man die Pflanze von Juni bis Oktober, danach wird sie bitter und ist nicht mehr zum Würzen geeignet.

Beifuß in der Geschichte
Bereits im ersten Jahrhundert schrieb der römische Gelehrte Plinius dem Beifuß ausdauer- und geschwindigkeitsfördernde Eigenschaften zu. Eine Theorie besagt, dass die Pflanze daher auch ihren Namen hat: Eine mittelhochdeutsche Variante des Namens Beifuß bedeutet nämlich umgedeutet „zu Fuß”. Später galt Beifuß im 18. Jahrhundert als Heilpflanze besonders für Frauenleiden wie Menstruations- und Geburtsbeschwerden.

So gesund ist Beifuß

Heutzutage glauben wir natürlich nicht mehr, dass Beifuß uns unmenschliche Schnelligkeit verleiht. Trotzdem stecken in der Pflanze einige Inhaltstoffe, wie beispielsweise ätherische Öle - bestehend aus den Stoffen Cineol, Kampfer und Thujon, Gerb- und Bitterstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine, die unseren Körper bei zahlreichen Beschwerden unterstützen. Dadurch hat der Beifuß unter anderem folgende Wirkungen:
  • Krampflösend: Beifuß hilft z.B. als Tee bei Menstruationsbeschwerden.
  • Durchblutungsfördernd: Nach langen Wanderungen und bei geschwollenen Beinen und Füßen regt ein Beifuß-Wickel die Durchblutung an.
  • Verdauungsfördernd: Die verdauungsfördernde Wirkung von Beifuß kann bei Blähungen, Sodbrennen und Durchfall Abhilfe schaffen.
  • Beruhigend: Schlafstörungen und innere Unruhe sind wie weggeblasen- mit einem Tee aus Beifuß, Lavendel und Baldrian.
  • Antibakteriell und harntreibend: Beifuß unterstützt bei Blasenentzündungen.

Die Pflanze kann also als kleiner Allround-Helfer in der Hausapotheke nicht schaden!

Beifuß gesund

Beifuß in der Küche

Die Gewürzpflanze schmeckt herb und würzig-bitter. Sie harmoniert besonders mit Fleischgerichten wie Enten- oder Gänsebraten, Eintöpfen und Suppen, sowie fetthaltigen Speisen wie Eisbein und Bauchfleisch. Ein Pluspunkt: Ihre verdauungsfördernde Wirkung macht die fetthaltigen Gerichte direkt leichter verdaulich. Man kann den Beifuß wie Oma in der Natur sammeln und trocknen, aber natürlich auch im Supermarkt kaufen. Dort gibt es ihn mit Stiel oder gerebelt. Getrocknet passt Beifuß auch zu Eierspeisen, Kräuterbutter, Kartoffeln und Salat.
Gut zu wissen: Je länger Beifuß mitgegart wird, desto intensiver kommt sein Aroma zur Geltung.

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Beifuß-Allergie

Die Pollen der Pflanze lösen bei manchen Menschen eine allergische Reaktion aus. Die Allergie auf Beifuß ist in Deutschland die häufigste Kräuterpollenallergie! Besonders in den Sommermonaten und im Frühherbst, wenn die Pflanze blüht, kann es zu typischen Heuschnupfen-Symptomen kommen. Die gute Nachricht: Eine Beifuß-Allergie kann getestet und therapiert werden.

Beifuß in der Schwangerschaft

Grundsätzlich gilt: In der Schwangerschaft solltest du komplett auf Beifuß verzichten. Die durchblutungsfördernde Wirkung der Pflanze kann sowohl eine Fehlgeburt als auch eine Frühgeburt verursachen. Tees, Bäder und Gerichte mit Beifuß sollten deshalb für die Zeit der Schwangerschaft tabu sein.
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