P - wie Pflaume

Pflaume - unscheinbar aber super gesund


Klein, süß und saftig sind sie, die violetten Pflaumen. Die zum Steinobst gehörenden Früchte haben ein herrliches Aroma und eignen sich für viele Rezepte. Unter ihrer hübschen Schale verstecken sie aber nicht nur Geschmack, sondern vor allem zahlreiche Nährstoffe, die förderlich für unseren gesamten Organismus sind. Pflaumen solltest du daher stets auf dem Zettel haben, wenn du dich und deine Familie ausgewogen ernähren möchtest.

Willst du mehr zur schönen Pflaumen und ihrer kleinen Schwester, der Zwetschge, erfahren? Dann lies nun weiter und lass dich von den gesundheitlichen Pluspunkten der Früchte begeistern. Am Ende teile ich wie immer meine liebsten Rezepte mit dir.

Herkunft und Saison

Pflaumen gehören schon seit vielen Jahrhunderten zu unserem Speiseplan. Es heißt, dass die Römer sie vor rund 2.000 Jahren von Feldzügen aus Asien mitbrachten. Forscher vermuten ihren Ursprung im nördlichen Kaukasus und Sibirien, weil sie dort mehrere Wildformen der Pflaume gefunden haben. So können die Experten die Verwandtschaft zu Schlehen und Kirschpflaumen belegen. Heute stammen die meisten Pflaumen aus Serbien und Rumänien. Mit über 70 Prozent der Gesamternte befinden sich dort die größten Anbaugebiete, gefolgt von Frankreich. Deutschland baut nur etwa fünf Prozent der gesamten Ernte an. Hier geht die Saison im späten Juli los und endet im Oktober.

Pflaumen-Sorten im Überblick

Unter dem Oberbegriff „Pflaume“ gibt es weltweit über 2.000 Sorten - eine beeindruckende Zahl, wie ich finde. Da ich hier nicht alle aufzählen kann, fasse ich dir nur die bekanntesten Sorten zusammen. Zunächst aber gebe ich dir eine Übersicht über die vier wichtigsten Gattungen, zu denen die Pflaumen, die Zwetschgen, die Renekloden und die Mirabellen gehören.

  • Pflaumen sind blau bis lila und haben eine ausgeprägte Bauchnaht. Das Fruchtfleisch ist fest und sitzt eng am Kern.
  • Zwetschgen sind tiefblau und haben eine länglichere Form. Ihr Fruchtfleisch ist sehr süß, weich und leicht vom Kern zu lösen.
  • Renekloden sind kugelig und rötlich, grün oder gelb. Sie gehören zu den Edelpflaumen.
  • Mirabellen sind nur so groß wie Kirschen und haben eine glatte gelbe Haut und ein lieblich-süßes Fruchtfleisch.


Früher dachte ich, es handele sich dabei jeweils um eigene Obstsorten. Aber nein, diese vier Geschmackswunder gehören alle zur Familie der Pflaume. Die Zwetschge nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Ich werde immer wieder gefragt:

Was ist der Unterschied zwischen Pflaume und Zwetschge?

Der Unterschied liegt im Geschmack und in den Verwendungsmöglichkeiten, es handelt sich aber prinzipiell um die gleiche Fruchtart. Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume, sozusagen die kleine Schwester. Sie wird häufig zum Backen verwendet, weil sie süßer und weicher ist.

Diese Pflaumen-Sorten gibt es:

Die sommerliche Erntesaison der Pflaume beginnt mit leckeren Sorten wie „Katinka“ oder der „Ersinger“ und „Zimmers Frühzwetschge“. Später kommen Sorten wie „Anna Späth“ oder die bekannte „Presenta“ zur Reife. Die meisten Pflaumen kann man im September sammeln. Dann fallen sie fast von selbst vom Pflaumenbaum und man muss sehr vorsichtig sein, um sie nicht sofort zu zerdrücken.

Das steckt in der gesunden Pflaume:

Pflaumen und Zwetschgen sind pralle Gesundheitsbooster und verstecken viele wertvolle Vitamine, Minerale und Spurenelemente unter ihrer Schale. Sie sind reich an Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium, Zink, Vitamin A, C und E. Außerdem versammeln sie eine Menge B-Vitamine. Zusammen bedingt dieser Nährstoff-Cocktail das Wohlbefinden des gesamten Körpers! So haben Pflaumen eine positive Wirkung auf:

  • Muskelgewebe und Nerven
  • Knochen und Zähne
  • die Bildung roter Blutkörperchen
  • Blutgefäße, Atemwege und viele Enzymsysteme
  • Immunabwehr und Wundheilung
  • Augen, Haut und Schleimhäute
  • Hormonhaushalt und Fettstoffwechsel


Pflaumen sind gesund

Hausmittel gegen Verstopfung

Früher haben die Menschen Pflaumen vielfach gegen Verstopfung eingesetzt. Man musste einfach ein paar der Früchte essen (und damit meine ich eine ordentliche Portion) und schon wurde die Verdauung angekurbelt. Grund dafür sind die Ballaststoffe Pektin und Zellulose, die besonders in Trockenpflaumen in großen Mengen vorkommen. Heute gibt es leckeren Pflaumensaft, der bei Verstopfung getrunken werden kann. Wer keine Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt hat, sollte pro Tag nicht mehr als 150 bis 200 Gramm Pflaumen essen, da das Steinobst sonst schnell zu Durchfall führen kann. Trockenpflaumen sollten in Maßen genossen werden, da sie viel Fruchtzucker enthalten. Reife Pflaumen sind sehr süß und haben kaum noch Säure. Das macht sie in kleinen Mengen besonders gut verträglich für einen empfindlichen Magen.

Pflaumen-Ideen für kleine und große Esser

Von leckerer Konfitüre über süßes Gebäck bis hin zur fruchtigen Sauce zu Schweinefleisch, Wild oder Geflügel - Pflaumen kann man sehr vielseitig einsetzen. Wichtig sind nur die Qualität und die Frische der Früchte und die Zubereitungsart. Denn Pflaumen sind kleine Sensibelchen, die schnell den Geschmack verlieren, wenn man sie zu lange erhitzt.
Unbedingt empfehlen kann ich dir meinen klassischen Pflaumenkuchen mit Streuseln, den meine Kinder gern auch „Zwetschgendatschi“ nennen.

Pflaumen-Snack mal anders

Eine Zeit lang war ich förmlich süchtig nach Smoothies und habe viele verschiedene Rezepte ausprobiert. Eine meiner besten Ideen war damals der Vanille-Smoothie mit Trockenpflaumen. Er besteht aus cremiger Kokosmilch, Vanille, Mango und getrockneten Pflaumen, ist rein pflanzlich (vegan) und voller gesunder Nährstoffe - ein rundum bekömmlicher und leckerer Snack.

Pflaumen und Babys

Weil Pflaumen und Zwetschgen im reifen Zustand kaum Säure enthalten, können auch Babys sie gut verdauen. So kannst du sie ab dem Beginn der Beikost zum Probieren anbieten. Fall du ein breifreies Rezept suchst, lege ich dir meine Pflaumen-Muffins ohne Zucker ans Herz.

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