BratkartoffelnBratkartoffeln – Das knusprige Klassiker-Rezept
Ob du den Kartoffel-Klassiker pur angebraten genießt oder noch Zwiebeln und Speckwürfel oder Schinkenwürfel hinzufügst, das bleibt dir überlassen. Mein Mann und meine drei Kinder mögen die Variante mit Zwiebeln und Speck total gerne. Da die Zwiebeln und der Speck sowieso vorab knusprig gebraten und später dann zu den Bratkartoffeln hinzugefügt werden, kannst du eine Zutat oder beide auch einfach ganz unkompliziert weglassen.
Bei einer Sache, die die Zubereitung betrifft, scheiden sich jedoch die Geister. Und das ist die Frage, ob man Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln oder aus rohen Kartoffeln zubereitet. Ich habe da eine klare Meinung zu und verwende gekochte Kartoffeln. Dafür habe ich mir einen einfachen Trick angeeignet. Wenn ich Pellkartoffeln koche, mache ich gleich die doppelte Menge. Dann habe ich am nächsten Tag schon die Grundlage für Bratkartoffeln griffbereit. Das lohnt sich gleich mehrfach. Das Vorkochen spart Zubereitungszeit, an dem Tag, an dem du die Bratkartoffeln auftischen möchtest. Außerdem werden Kartoffeln, die einmal gekocht wurden und dann abkühlen konnten, beim Anbraten besonders knusprig. Und wenn die Kartoffeln länger als zwölf Stunden ziehen, bildet sich sogar resistente Stärke, was vor allem die Ernährungsberaterin in mir sehr freut. Was das eigentlich ist und warum ich das gut finde, verrate ich dir weiter unten.
Mein Tool-Tipp fürs Vorplanen ist unser kostenloser Wochenplaner. So kannst du ihn für dieses Rezept clever nutzen: Steht bei dir zum Beispiel für Dienstag Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Leinöl auf dem Wochenplan und für Mittwoch Bratkartoffeln, dann schreib ins Notizfeld für den Dienstag „doppelte Menge Kartoffeln kochen”. Praktisch, oder?
Falls du aber jetzt sofort Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln zubereiten möchtest, weil du keine vorgekocht hast, bist du hier auch richtig. Denn ich erkläre dir hier, wie dir auch diese Ich-möchte-direkt-losbraten-Version gelingt.
Unter meinem Rezept für Bratkartoffeln findest du übrigens auch meine drei Top-Tipps, damit sie besonders knusprig werden, köstliche Abwandlungs-Ideen und richtig leckere Beilagen, die in meiner Familie und bei meinen Kindern total gut ankommen.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 kg Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 50 g Butterschmalz
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Kartoffeln in Salzwasser je nach Größe 20-25 Minuten kochen. Abgießen und ausdampfen lassen. Pellen und in ca. 4 mm dünne Scheiben schneiden.
- Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin ca. 5 Minuten goldbraun braten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
- Nun nochmal Butterschmalz in die Pfanne geben und erhitzen. Der Pfannenboden sollte mit Fett bedeckt sein. Die Kartoffelscheiben nebeneinander hineinlegen und 4-5 Minuten ohne Wenden knusprig braten. Dann auf die andere Seite drehen und weitere 4-5 Minuten braten.
- Sind die Bratkartoffeln knusprig genug, gibst du die Zwiebeln dazu und würzt die Bratkartoffeln mit Salz und Pfeffer.

Meine Rezept-Tricks für alle, die perfekte Bratkartoffeln machen möchten
- Die Kartoffeln in Form bringen: Die Kartoffeln müssen noch in gleichmäßige Scheiben geschnitten werden, die etwa 4 bis 5 mm dick sind. Mit einer Mandoline geht das ganz leicht von der Hand. Verwendest du vorgekochte Kartoffeln, achte unbedingt darauf, dass sie vollständig abgekühlt sind. Deshalb verwende ich übrigens auch so gerne gekochte Kartoffeln vom Vortag.
- Das richtige Fett zum Anbraten: Ich brate die Bratkartoffeln in Butterschmalz an, damit sie ordentlich Geschmack bekommen. Du möchtest lieber ein pflanzliches Öl verwenden? Das ist kein Problem. Achte dann jedoch darauf, dass es hoch erhitzbar ist.
- Nicht am Fett sparen: Nimm nicht zu wenig Fett zum Anbraten. Du brauchst ausreichend Butterschmalz oder pflanzliches Öl, damit die Bratkartoffeln knusprig werden. Zu sparsam dosiert, dünsten sie eher, statt richtig zu braten.
- Erst warten, dann wenden: Lass die Kartoffelscheiben ruhig mal vier bis fünf Minuten in Ruhe vor sich hin braten, bevor du sie mit einem Pfannenwender wendest. Wer ständig in der Pfanne alles hin und her schiebt, verhindert, dass sich die knusprige Kruste überhaupt erst bildet.
- Zwiebeln und Speck separat braten: Die Zwiebeln und den Speck brate ich zuerst an, nehme beides aus der Pfanne und stelle das Ganze zur Seite. Wenn Speck mit in der Pfanne landet, brauchst du kein Fett zum Anbraten, da er genug abgibt. Nimmst du nur Zwiebeln oder Zwiebeln und Schinkenwürfel, brauchst du dagegen etwas Fett zum Anbraten. Wenn auch die Bratkartoffeln fertig sind, kannst du die beiseitegestellten Zutaten dazugeben.
- Die Bratkartoffeln würzen: Das Salz kannst du schon während des Bratens dazugeben, das schadet nicht. Pfeffer solltest du jedoch möglichst am Ende hinzufügen, sonst verbrennt er in der heißen Pfanne und wird bitter.
- Was Frisches obendrauf: Klassischerweise werden Bratkartoffeln mit Petersilie oder Schnittlauch serviert. Bedenke: Picky Eater könnten das ganze Essen stehen lassen, nur weil da grüne Kräuterfitzelchen drauf sind. Um das zu vermeiden, kannst du die Kräuter in einer extra Schüssel mit auf den Tisch stellen und jeder, der mag, nimmt sich dann davon.
Psst, meine Geheimtipps, damit sie besonders knusprig werden
- Auf die Kartoffelsorte kommt es an: Du fragst dich: Welche Kartoffeln soll ich für Bratkartoffeln verwenden? Ich verrate es dir: Verwende am besten festkochende Kartoffeln. Diese haben den geringsten Stärkeanteil und bleiben gut in Form. Mehligkochende Sorten fallen dagegen schnell auseinander.
- Pfanntastischer Tipp: Bratkartoffeln werden nochmal eine Ecke knuspriger, wenn man sie in einer gusseisernen Bratpfanne (du weißt schon, diese schweren Dinger) oder in einer unbeschichteten Edelstahlpfanne anbrät. Aber ich muss gestehen: Im Alltag schnappe ich mir einfach meine beschichtete Pfanne und brate sie darin an. Das klappt auch sehr gut.
- Die Kartoffeln brauchen ihren Freiraum: Befülle die Pfanne so, dass der Pfannenboden bedeckt ist, aber die Kartoffelscheiben nebeneinander liegen können. Wenn sie übereinandergestapelt darin liegen, werden sie nicht so schön kross.
Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln zubereiten: So mache ich es am liebsten
- Die Kartoffeln kochen: Koche die Kartoffeln als Pellkartoffeln .
- Reste verwenden oder am Vortag die doppelte Menge zubereiten: Am schnellsten und auch einfachsten gelingen Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln vom Vortag. Wenn ich zum Beispiel Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln für ein Mittagessen zubereite, dann koche ich gleich die doppelte Menge Kartoffeln und bewahre die vorgekochten Kartoffeln im Kühlschrank auf. Gegarte und abgekühlte Kartoffeln sind nicht nur praktisch, weil man sie direkt weiterverarbeiten kann. Sie entwickeln beim Abkühlen auch resistente Stärke, die viele gesundheitliche Vorteile bietet.
- In Scheiben oder Würfel schneiden: Für meine Bratkartoffeln schneide ich die gekochten Kartoffeln in gleichmäßige Scheiben, die etwa 4 bis 5 mm dick sind. Wer mag, kann sie natürlich auch in mundgerechte Würfel schneiden.
- In der Pfanne anbraten: Nach dem Schneiden wandern sie in die Pfanne und werden in heißem Butterschmalz oder pflanzlichem Öl knusprig gebraten. Lass sie erstmal für vier bis fünf Minuten von einer Seite knusprig und goldgelb werden, bevor du sie mit dem Pfannenwender wendest und die andere Seite dran ist.
- Bratzeit: Verwendest du gekochte Kartoffeln dauert das gesamte Anbraten etwa 10 Minuten.
Resistente Stärke als gesundes Plus für alle Am-Vortag-Vorkocher
Kartoffeln gehören wie Reis und Nudeln zu den Lebensmitteln, die beim Abkühlen resistente Stärke entwickeln. Das sind im Prinzip Ballaststoffe, die unser Darm nicht verdauen kann, aber die dennoch für eine gesunde Darmflora wichtig sind. Die gute Nachricht: Resistente Stärke ist recht hitzestabil. Deshalb ist es eine gute und gesunde Idee, die Kartoffeln für die Bratkartoffeln schon am Vortag vorzukochen, so wie ich es auch mache.Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln selber machen: So einfach geht’s!
- Die Kartoffeln vorbereiten: Du hast auch die Möglichkeit, Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln zuzubereiten. Dafür schälst du die Kartoffeln und schneidest sie anschließend in dünne Scheiben, die etwa 3 mm dünn sein sollten. Spüle die Scheiben dann idealerweise kurz unter kaltem Wasser ab, damit die Stärke abgewaschen wird. Tupfe sie danach trocken.
- Die rohen Kartoffeln in der Pfanne anbraten: Bei dieser Zubereitungsweise ist es besonders wichtig, dass die rohen Kartoffelscheiben genügend Platz in der Pfanne haben, um knusprig zu werden. Im Zweifelsfall solltest du sie lieber in mehrere Portionen anbraten und nicht alle Kartoffelscheiben auf einmal in die Pfanne hauen.
- Bratzeit: Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln brauchen in der Pfanne etwa 20 bis 25 Minuten.
Wie bereitest du Bratkartoffeln zu?



- Aus gekochten Kartoffeln.
- Aus rohen Kartoffeln.
- Mal so, mal so.
So wurde abgestimmt
Gesamtanzahl der Stimmen 8

50%
25%
25%
Abwandlungs-Ideen, um den deftigen Klassiker an deinen Geschmack anzupassen
Bratkartoffeln sind ein Klassiker. Doch dieser Klassiker lässt sich auch nach Belieben mal etwas anders zubereiten. Hier habe ich dir ein paar Ideen dafür aufgeschrieben!- Fettarm aus dem Airfryer: Du möchtest bei der Zubereitung Fett sparen? Dann bereite dir Bratkartoffeln in der Heißluftfritteuse zu.
- Vegetarisch: Bratkartoffeln ohne Speck sind ja sowieso vegetarisch. Fügt man stattdessen Rauchsalz hinzu, bekommt das Essen trotzdem eine besonders würzig-rauchige Note.
- In Würfel geschnitten: Es müssen nicht immer Scheiben sein. Die Kartoffeln können auch in Würfel geschnitten und angebraten werden. Achte dann darauf, dass sie gleich groß sind.
- Mit Kümmel und Majoran: Das sind typische Gewürze für Bratkartoffeln aus meiner Heimat, der Oberlausitz. Beide unterstützen die Fettverdauung und sorgen dafür, dass die Bratkartoffeln nicht so schwer im Magen liegen. Sie bringen noch mal einen deftigeren Geschmack rein und sind nicht jedermanns Sache.
- Mit Paprikapulver: Du kannst kurz vor dem Ende der Bratzeit noch Paprikapulver hinzufügen. Edelsüßes Paprikapulver bringt ein mildes Aroma rein, geräuchertes Paprikapulver macht das Essen noch deftiger.
- Mit Rosmarin: Wenn die Bratzeit sich dem Ende zuneigt, kannst du noch frischen Rosmarin hinzufügen. Allerdings nur, wenn keine Picky Eater mitessen, denn die könnten deshalb das ganze Essen stehen lassen. Dass Kartoffeln und Rosmarin super zusammenpassen, beweisen auch meine Rosmarinkartoffeln.
- Mit Chili: Falls es eine kleine Verschärfung sein darf, kannst du zum Schluss noch Chilipulver hinzufügen. Aber bitte nur, wenn keine Kinder mitessen und alle, die am Tisch sitzen, auch Schärfe vertragen können. Ansonsten kannst du das Chilipulver oder eine Chilisoße auch zum Nachschärfen mit auf den Tisch stellen.
Was passt zu Bratkartoffeln?
Für meine Kinder reicht es meistens, wenn die Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln zusammen mit einem Klecks Tomatenketchup auf dem Teller landen. Tomatenketchup kann man übrigens auch ohne Zucker ganz einfach selber machen. Ich selbst mag die deftige Kartoffelspeise ganz gerne mit Spiegelei, ein paar Gewürzgurken oder frischem Salat dazu. Und bei meiner Oma gab es das kartoffelige Essen früher mit Sülze und Remoulade. Wenn ich daran denke, läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen. Doch dieser wunderbare Kartoffel-Klassiker lässt sich auch mit anderen leckeren Beilagen servieren. Schau doch mal, was für dich passt.- Mit Ei für Protein-Fans: Für mich darf es gerne Spiegelei dazu sein. Aber auch Rührei, ein Omelette oder pochierte Eier passen sehr gut dazu. Pluspunkt: So landen gleich noch ein paar Proteine auf dem Teller. Die Kombi aus Kartoffeln und Eiern erinnert mich auch immer an ein Bauernfrühstück.
- Mit Fleisch: Bratwurst, Schnitzel (die du auch als panierte Schnitzel aus dem Backofen zubereiten kannst), Berliner Buletten oder Frikadellen aus dem Backofen sind beliebte Beilagen für alle, denen es gar nicht deftig genug sein kann.
- Mit Fisch: Gebratener Fisch passt sehr gut dazu, zum Beispiel Lachs, Forelle oder Zander. Und wenn dann noch selbstgemachte Remoulade, so wie die von meiner Oma, mit auf dem Teller landet, ist das Essen rundum lecker.
- Mit Salat: Gurkensalat, Tomatensalat, Bohnensalat, gemischter Salat oder griechischer Salat sind richtig gute Beilagen, falls du etwas Frisches dazu genießen möchtest. Als Ernährungsberaterin kann ich es sowieso immer empfehlen, einen Salat vor oder zu einer kohlenhydratreichen Speise zu essen.
- Mit Gemüse: Pilze passen richtig gut dazu. Brate sie separat an und füge sie später hinzu. Auch Butterbohnen kann ich dir als Beilage empfehlen.
- Mit Dip: Wenn die Bratkartoffeln der Star auf dem Teller sein sollen, du aber gerne einen Dip dazu hättest, rühr einfach fix einen Kräuterquark oder einen Sour Cream Dip an.
Haltbarkeit, Aufbewahrung und Aufwärm-Tipp
Übrig gebliebene Bratkartoffeln halten sich luftdicht verpackt im Kühlschrank locker 2 bis 3 Tage. Wenn du sie dann wieder servieren möchtest, solltest du sie noch mal in der Pfanne erwärmen. Falls du einen Airfryer hast, kannst du sie auch darin nochmal warm machen. Von der Mikrowelle würde ich dir in diesem Fall eher abraten. Wenn du sie darin aufwärmst, werden sie eher labbrig.Bewertungen
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ich mag diese Bratkartoffeln. Wir nehmen gern eine Zwiebel mehr 😊
Yummy
Hab ich nun schon mehrmals gemacht und es wurde jedes Mal für sehr gut befunden. Sehr lecker!
Wir lieben Dein Bratkartoffelrezept. 😋😋😋😋😋
Sehr gut
Super leckere Bratkartoffeln, die wird es letzt öfters geben. Vielen Dank für das Rezept .😋😋😋
Schmeckt super
Superleckere Bratkartoffeln. Da läuft einem ja jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. !!!
Hallo zusammen, ich habe das Rezept heute ausprobiert, mit gekochten Kartoffeln und es hat alles gut geklappt! Danke dafür!!!
gut gut gut gut gut
Hört sich sehr gut an . Habe noch nicht gemacht . Aber werde bestimmt irgendwann machen , wenn meine Frau nicht wieder meckert.
Ich habe nach diesem Rezept das erste Mal Bratkartoffeln selber gemacht und es hat prima geklappt! Danke für die ausführliche Anleitung.
Die Garzeit für die rohe Variante ist mE mit 18-20 min zu kurz. So werden die so blass und mit wenig Röstaroma wie auf den Fotos. Auch die Farbe der Zwiebeln auf den Fotos sieht nicht sehr lecker aus.
Rezept ist gut, nur als kleiner Tip: Die Kartoffeln in Würfel statt in Scheiben schneiden. Ist beim Wenden einfacher und die Oberfläche vergrößert sich, bekommt somit mehr Röststoffe, ergo mehr Geschmack ab.
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