Der perfekte Hefezopf


Hefezopf
Eines der schönsten Backwerke ist für mich der Hefezopf. Das süße Brot aus fluffigem Hefeteig, in manchen Regionen auch als Striezel bekannt, ist ein willkommener Gast auf der Ostertafel. Meine Kinder lieben es aber auch zu jedem Sonntagsfrühstück, unterwegs oder als Nachmittagssnack. Ich zeige dir, wie du einen weichen Hefeteig herstellst und gebe dir eine Anleitung zum Flechten. Auf zum perfekten Hefezopf!

Welches Mehl benötigt man zum Backen vom Hefezopf?

Besonders fein wird der einfache Hefezopf, wenn du Weizenmehl Type 550 verwendest. Dieses hat einen höheren Mineralstoffgehalt als das Weizenmehl Type 405 und nimmt Flüssigkeiten wie Milch oder Wasser langsamer auf. So bliebt der Teig während des Backvorgangs stabiler. Weizenmehl Type 550 eignet sich sehr gut für Weißbrot, Pizza, Blätterteig oder Hefegebäck.

Auch ein helles Dinkelmehl Type 630 kannst du für den Hefezopf verwenden. Diese Mehlsorte gilt als sehr verträglich und ist deshalb gut für Menschen mit empfindlicher Verdauung. Wenn du Dinkelmehl verwendest, verlängert sich die Ruhezeit deines Teiges, da er in der Regel etwas langsamer aufgeht als Hefeteig aus Weizen.

Trockenhefe oder frische Hefe?

Grundsätzlich kannst du deinen Hefezopf mit frischer Hefe oder Trockenhefe backen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Teig durch frische Hefe besser aufgeht und luftiger wird. Auch entwickelt er einen etwas süßeren Geschmack. Deshalb empfehle ich dir frische Hefe. Aber der Vorteil an Trockenhefe ist, dass sie länger haltbar ist und du nicht extra einkaufen musst, wenn dich spontan am Wochenende Lust auf frischen Hefezopf packt.

Variationen für den Hefezopf

Auch wenn der klassische Hefezopf schon unheimlich lecker ist, lässt er sich ganz einfach mit ein paar Tricks verfeinern oder an die persönlichen Geschmäcker der Familie anpassen. Nach dem Backen kannst du den Zopf zum Beispiel mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreuen. Mit einer Handvoll Rosinen wird aus dem Hefezopf im Handumdrehen ein leckeres Rosinenbrot. Schau die dazu gern mein Rezept für ein fluffiges Osterlamm mit Rosinen an. Die Krönung erlebt der Hefezopf, wenn du ihn mit Nüssen oder Schokodrops füllst.

Ofenwarmer Genuss mit Duft

Mir schmeckt der Hefezopf lauwarm aus dem Ofen am allerbesten. Den herrlichen Duft aus der Küche gibt es kostenlos dazu. Mit selbstgemachter Erdbeermarmelade bestrichen, ist das für mich das perfekte Familienfrühstück an Ostern.

Hefezopf mit Erdbeermarmelade

Anleitung: Hefezopf flechten

Hefeteig lässt sich auf viele Weisen und überaus kunstvoll flechten. Ein klassischer Hefezopf besteht du jedoch einfach nur aus drei Strähnen, was das Flechten vereinfacht. Dazu teilst du dir den Teig in drei Portionen und formst daraus drei gleichmäßige Rollen. Ordne die Stränge nun parallel nebeneinander an und verbinde sie an einer Seite. So kannst du beginnen, Seite für Seite (immer zur Mitte) übereinander zu legen. Hast du den Zopf fertig geflochten, verbindest du die Enden wieder miteinander. Etwas geübtere Hefekranzbäcker toben sich in fünf oder sogar neun Strängen aus. Hefeteig ist zum Glück sehr geduldig, also übe dich ruhig in aufwendigeren Flechtungen. Und falls es beim ersten Mal nicht so gut klappt: Übung macht den Meister!

Tipps zur Haltbarkeit von Osterbrot

Hefeteig trocknet schnell aus. Deshalb solltest du den fertigen Zopf luftdicht verpacken, zum Beispiel in Plastikfolie wickeln und innerhalb von 2-3 Tagen verbrauchen. Außerdem kannst du ihn einfrieren. Dazu schneidest du den Zopf am besten in etwa 2 cm dicke Scheiben und frierst diese in Plastikbeuteln ein. Die Hefezopf-Scheiben dann einfach kurz toasten und lauwarm genießen.

Ostern vorbei, aber der Hefezopf ist noch nicht aufgegessen?

Kein Problem, aus trockenem Hefegebäck lässt sich noch eine echte Delikatesse zubereiten: Armer Ritter. Dafür wird das trockene Brot in einer Mischung aus Milch und Ei eingeweicht und dann in einer heißen Pfanne gebraten. Kinder lieben den Armen Ritter mit Zucker und Zimt, Ahornsirup oder Apfelmus.
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Zutaten für einen großen Hefezopf:

  • 500 g Weizenmehl
  • 250 ml Milch
  • 70 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 TL Salz
  • 21 g Frischhefe (1/2 Würfel)
  • 75 g Butter (weich)

Arbeitszeit:ca. 15 Minuten
Kochzeit/Backzeit:ca. 45 Minuten
Gesamtzeit aktiv:ca. 60 Minuten

Der perfekte Hefezopf

Hefeteig herstellen

  1. Siebe zuerst das Mehl in eine große Schüssel.
  2. In einem kleinen Topf erhitzt du nun die Milch lauwarm. Dann gibst du den Zucker zu und rührst, bis er sich aufgelöst hat.
  3. Zerbrösel die Hefe in die Milch und verquirle die Masse dann zu einer einheitlichen Flüssigkeit - sehr gut geht das auch, wenn du kurz den Pürierstab zur Hilfe nimmst.
  4. Anschließend gibst du die Hefemilch zum Mehl, fügst rasch das Ei, Salz und die Butter zu und verknetest dann alles zu einem geschmeidigen Teig.

Hefeteig aus dem Thermomix

Wenn du einen Thermomix besitzt, so kannst du deinen Hefeteig natürlich auch von ihm ganz einfach kneten lassen – das ist einer der Gründe, für die ich meine Zaubermaschine so liebe.
  1. Gib zuerst die Milch, die Butter, die Hefe und den Zucker in den Mixtopf und erwärme die Mischung 3 Minuten lang auf Stufe 2 auf 37°C.
  2. Anschließend gibt du das Mehl, das Ei und das Salz hinzu und stellst deinen Thermomix 3 Minuten lang auf Knetstufe ein, so dass er dir einen geschmeidigen Hefeteig knetet.

Ruhezeit

Nun muss sich der Teig erstmal eine Weile ausruhen. Das macht er am Liebsten an einem warmen Ort. Unsere Großmütter haben ihn oft unter das Federbett gelegt…heutzutage gibt es sogar schon Dampfbacköfen, die die Ruhezeit von 2 Stunden auf 30 Minuten reduzieren können. Egal, für welche Methode du dich entscheidest…der Teig sollte solange ruhen, bis er sich verdoppelt hat. Das macht er am besten zugedeckt in einer leicht geölten Schüssel.

Hefezopf flechten

  1. Knete den Teig nochmal ordentlich durch und teile ihn in drei gleich große Stücke.
  2. Auf einer bemehlten Unterlage formst du aus den Teigstücken dann bleichgroße Rollen, aus denen du dann einen Hefezopf mit 3 Strängen flechten kannst.
  3. Gib den Hefezopf dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.
  4. Verquirle das Ei und gib je eine Prise Salz und eine Prise Zucker dazu. Damit pinselst du den Hefezopf ein. Wer möchte, kann dann auch noch ein paar Mandeln drüber streuen.
  5. Schließlich geht es für deinen dreisträngigen Hefezopf nun für etwa 45 Minuten ab in den auf 175°C Ober- und Unterhitze vorgeheizten Backofen.


  6. © familienkost.de

    Du kannst den Hefezopf auch im Ofenmeister von Pampered Chef backen. Dann wird er ganz besonders saftig. Gib den Teig dafür in deinen Ofenmeister und backe ihn auf einem Rost auf unterster Stufe zunächst geschlossen für 30 Minuten. Nimm dann den Deckel ab und backe ihn für weitere 15-20 Minuten, so dass er seine typische Bräune bekommt.


    Einfach Kuchen backen

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