OsterbrotOsterbrot – Der süße Star beim Osterfrühstück
Einer der schönsten Momente ist für mich übrigens dieser: Wenn ich eine Scheibe von dem ofenfrischen Gebäck mit etwas Butter (gerne gesalzene) bestreiche, die langsam darauf schmilzt. Und da ist es egal, ob gerade Ostern ist oder nicht. Das süße Hefe-Brot ist bei mir in der Familie feiertags-unabhängig ein Hit und oft schneller aufgegessen, als ich gucken kann. Wusstest du eigentlich, dass die runde Form des Gebäcks die Sonne symbolisieren soll? Ich finde die Symbolik dahinter total schön.
Falls du beim Wort „Hefeteig” kurz gedacht hast „zu kompliziert”, lass mich dir sagen: Die Zubereitung geht einfacher und schneller, als du vielleicht vermutest – genau wie beim Hefezopf. Alles, was du für das Osterbrot brauchst, ist ein bisschen Geduld, schließlich muss der Hefeteig genug Zeit haben, um aufzugehen. Der Rest ist wirklich total easy. In meinen Notizen unter dem Rezept findest du alles, was du zum Umgang mit der Hefe wissen musst. Selbst wenn du Anfänger bist, bekommst du es damit hin.
Du hast trotzdem keine Lust auf Hefe? Dann schau dir mein Osterbrot mit Quark an, das aus einem schnellen Quark-Öl-Teig besteht und auch noch eine gute Last-Minute-Idee ist.
Hier geht’s jetzt los mit dem klassischen Osterbrot Rezept. Darunter verrate ich dir meine Tipps und köstliche Abwandlungen. Und weil die korrekte Aufbewahrung eine wichtige Rolle spielt, verrate ich dir auch, wie ich das handhabe. Du bekommst außerdem zwei richtig leckere Ideen für Reste. Um nichts zu verpassen, solltest du einfach mal nach unten scrollen.
Zutaten für 1 Brot
- 500 g Weizenmehl
- 250 ml Milch
- 60 g Zucker
- 80 g Butter
- 10 g frische Hefe
- 1 Prise Salz
- 1 TL geriebene Zitronenschale
- 50 g gehackte Mandeln
- 125 g Rosinen
- 1 Ei
- 2 EL Milch
- 1 EL Hagelzucker
Zubereitung:
- Erwärme die Milch lauwarm (maximal 37 Grad) und löse Butter, Zucker, Salz und Hefe darin auf. Verknete die Hefemilch mit Mehl und Zitronenschale. Knete dann die gehackten Mandeln und die Rosinen unter. Lass den Teig abgedeckt eine Stunde ruhen.
- Belege ein Blech mit Backpapier. Knete den Teig nochmal durch und forme ihn zu einem runden Brotlaib. Lege ihn aufs Backblech, drücke ihn ein wenig platt und decke ihn mit einem sauberen Küchentuch ab und lasse ihn erneut 30 Minuten ruhen. Heize den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor.
- Verrühre das Ei mit der Milch und pinsel das Brot damit ein. Bestreue es mit Hagelzucker. Backe das Osterbrot im unteren Drittel deines Backofens für 35 Minuten.


Osterbrot backen: 7 Tipps auf einen Streich!
- Das richtige Mehl: Greife am besten zu Weizenmehl Type 550, dann wird es besonders fein. Wer lieber Dinkel mag, sollte sich ein helles Dinkelmehl Type 630 schnappen. Allerdings gibt es dann auch etwas zu beachten: Die Teig-Ruhezeit verlängert sich bei Dinkel, da er langsamer „arbeitet” als Weizen.
- Die Wahl der Hefe: Ich nehme für mein Rezept immer frische Hefe und zwar 10 Gramm. Ein Tütchen Trockenhefe enthält 7 Gramm. Möchtest du mit Trockenhefe backen, sollte die Menge aus einem Tütchen für das Osterbrot ausreichen.
- Auf Temperatur bringen: Die Milch sollte warm sein, damit sich die Hefe gut darin auflöst. Die Temperatur sollte jedoch maximal 37 Grad betragen. Das kenne ich schon von meinem Hefezopf und von meinem Hefezopf mit Rosinen.
- Eine Runde kneten: Der Teig muss einmal ordentlich durchgeknetet werden, damit sich alle Zutaten zu einer geschmeidigen Masse verbinden. Das Durchkneten ist auch wichtig, damit später im Ofen keine Risse entstehen. Die gehackten Mandeln und die Rosinen werden erst zum Schluss untergeknetet.
- Lass ihn gehen: Der Hefeteig braucht Zeit für sich. Zum ersten Mal, nachdem du ihn angerührt hast. Dann solltest du ihn abgedeckt eine Stunde ruhen lassen. Zum zweiten Mal, wenn du ihn in Form gebracht hast. Dann solltest du ihn auf ein Backblech legen, etwas platt drücken und nochmal eine halbe Stunde abgedeckt gehen lassen.
- Die Ofenposition: Ich schiebe das Blech auf eine der unteren Schienen in den Backofen, damit das Ergebnis nicht zu dunkel wird.
- Worauf du bei der Backzeit achten solltest: Ich backe das Osterbrot bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 35 Minuten. Da jeder Ofen anders ist, kann es sein, dass es bei dir schneller geht oder ein paar Minütchen länger braucht. Schau deshalb immer mal wieder nach, wie es aussieht. Es sollte goldbraun gebacken sein, so wie auf meinem Foto.
Mal was anderes: So kannst du das Rezept abwandeln
- Osterbrot ohne Rosinen: Wenn deine Familie keine Rosinen mag, kannst du sie einfach weglassen, wie bei Struwen auch.
- Fruchtig ausgetauscht: Statt Rosinen kannst du auch getrocknete Cranberrys oder getrocknete Kirschen zum Teig hinzugeben.
- Eingelegte Rosinen: Wenn du die Rosinen 15 Minuten in Wasser oder Fruchtsaft einlegst, werden sie schön saftig. Beim Konditormeister Marcel Seeger habe ich den Tipp gelesen, dass man die Rosinen über Nacht bei Zimmertemperatur abtropfen lassen sollte, damit ihre Oberfläche wieder trocken ist, bevor man sie zum Teig hinzufügt.
- Knabberkram: Dir fehlt eine nussige Note wie beim Nusszopf? Dann füge einfach ein paar kleingehackte Nüsse deiner Wahl zum Teig hinzu.
- Für Schokoschnuten: Mit ein paar Schokodrops im Teig schmeckt es auch umwerfend gut.
- Vegan unterwegs: Ein veganer Hefezopf als Basis eignet sich für alle, die sich ohne tierische Produkte ernähren. Außerdem ist er zuckerfrei. Den Teig kannst du dann nach Belieben mit typischen Osterbrot Zutaten verfeinern und toppen.
Fertig und jetzt? Sehr gute Serviervorschläge!
Wir genießen das Osterbrot am liebsten, wenn es noch leicht warm ist. Reste vom Vortag kannst du im Airfryer oder Ofen wieder erwärmen. Wer es etwas knuspriger mag, toastet sich eine Scheibe leicht auf. Pur schmeckt es schon fantastisch. Ich streiche mir gerne etwas gesalzene Butter darauf, meine Kinder mögen es gerne mit selbstgemachter Erdbeermarmelade on top.Da geht aber noch mehr: Leckere Ideen zum Bestreichen oder Belegen:
- Butter + Lieblingsmarmelade
- Frischkäse
- Pflaumenmarmelade
- Erdbeer-Holunder-Marmelade
- Erdbeer-Rhabarber-Marmelade
- Möhren-Marmelade
- Kirschmarmelade mit frischer Minze
- Kirschmarmelade mit Schokolade
- Salzkaramell-Aufstrich
- Schokoaufstrich
- Käse (es gibt Menschen, die mögen die süß-herzhaft Kombi sehr gern)
Wohin damit? Alles zur Aufbewahrung
Die Frage „Wohin damit?” lässt sich ganz schnell beantworten: am besten schnellstmöglich auf den Teller und ab in den Mund. Da Hefeteig recht schnell austrocknet, solltest du das Gebäck so frisch wie möglich genießen.Du kannst das fertige Osterbrot aber auch nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und dann innerhalb von zwei bis drei Tagen aufbrauchen. Wickele es zur Aufbewahrung in Frischhaltefolie ein. Du kannst es aber auch unter eine Kuchenhaube legen. Hauptsache, es wird bei Zimmertemperatur aufbewahrt, damit es schön fluffig bleibt.
Einfach einfrieren, um es entspannt vorzubereiten
Osterbrot lässt sich gut einfrieren. Im Tiefkühler hält es sich etwa 3 Monate.Am besten schneidest du es dafür in Scheiben, damit du später nur so viel auftauen kannst, wie du wirklich brauchst. Die Scheiben kannst du in einen Gefrierbeutel oder eine gefriergeeignete Box geben. Lege jeweils etwas Backpapier dazwischen, damit nichts zusammenklebt. Denk dran, das Einfrier-Datum darauf zu vermerken, damit du weißt, wann du es in den Tiefkühler gelegt hast.
Warte mit dem Einfrieren jedoch nicht erst, bis es schon ein paar Tage alt ist. Frier es lieber frisch nach dem Backen und Abkühlen ein.
Wenn du es dann genießen möchtest, kannst du es bei Zimmertemperatur auftauen lassen, idealerweise über Nacht. Du kannst es dann im Ofen oder Airfryer nochmal kurz erwärmen, dann schmeckt es wieder schön frisch. Im Ofen dauert das Aufwärmen etwa 5 bis 10 Minuten. Die Temperatur stelle ich dafür auf 180 Grad ein. Im Airfryer reduziert sich die Temperatur auf 160 Grad. Schau unbedingt nach 5 Minuten schon mal nach, wie das Gebäck aussieht. Du möchtest ja nicht, dass es zu dunkel wird.
So kannst du die Reste vom Feste auf leckerste Weise aufbrauchen
Weil es an Tag zwei und an Tag drei nicht mehr ganz so frisch schmeckt, aber immer noch genießbar ist, habe ich dir zwei tolle Ideen mitgebracht. Hau das restliche Osterbrot in Scheiben geschnitten in die Pfanne und mach daraus French Toast der besonderen Art. Falls du einen Airfryer hast, kannst du daraus auch French-Toast-Sticks aus der Heißluftfritteuse zubereiten. So wird aus den Resten ganz schnell und einfach noch etwas Neues, das total lecker schmeckt.Warum das Hefegebäck unsere Herzen im Sturm erobert hat
- Das Gebäck wird aus einem einfachen Hefeteig gemacht, der schnell zubereitet ist. Das Einzige, was hier etwas dauert: auf den Hefeteig zu warten. Schließlich muss dieser ja abgedeckt ruhen. Du kannst die Wartezeit nutzen, um im Familienkost-Onlineshop zu stöbern oder dir meine YouTube-Videos anzuschauen.
- Osterbrot ist ein Highlight zu Ostern. Aber wer sagt, dass es nur dann auf den Tisch kommen kann? Wir genießen das Hefe-Brot mit Rosinen auch gerne mal zu anderen besonderen Anlässen – wie einem schönen, ausgiebigen Frühstück am Wochenende.
- Meine Kinder nehmen sich gerne eine Scheibe davon als Snack, weil es so lecker schmeckt. Auch in der Brotdose ist ein Stück vom Osterbrot gern gesehen. Meist lege ich noch eine Brotbox-Botschaft dazu.
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Wird das Osterbrot oben eingeschnitten? Schaut nämlich gut aus
Dein Osterbrot werde ich auf jeden Fall backen und hoffe, es sieht genauso gut aus wie auf dem Bild.
Ich planen dieses Jahr ein Osterbrunch mit der Familie und habe deshalb grad schon Rezepte zusammengesucht. Dieses Osterbrot war letztes Jahr so gut, das wird es auf jeden Fall wieder geben.
Ich habe bisher immer nur das Osterbrot nach dem Quark-Öl Rezept gemacht und möchte nur die Hefe-Variante testen. Kann ich den Hefeteig heute Abend schon vorbereiten und morgen erst backen?
Danke, das war das erste Osterbrot, das mir wirklich gelungen ist. Gut, dass ich mich wie so meist für das Familienkost Rezept entschieden habe.
Schritt 1 Man soll die Hefemilch mit Mehl, Zitronenschale und Mandeln verkneten. Nächster Satz :man soll Mandeln und Rosinen unterkneten Wo kommen denn die Mandeln nun rein? Sorry, ich hab grad zwei Rezepte von dir gelesen und in beiden waren Fehler in der Anleitung.Das geht gar nicht, da muss man sich seine Rezepte selber nochmal genau durchlesen.
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