A – wie Apfel

Warum der Apfel der perfekte Kindersnack ist


Das saftige, knackige Fruchtfleisch, die strahlend rote Farbe und der süße Geschmack – kein Wunder, dass der Apfel zu den beliebtesten Obstsorten für Groß und Klein zählt. Vom Baum bis auf den Teller ist der Apfel das Lieblingsobst schlechthin, denn er ist bei richtiger Lagerung ganzjährig aus heimischem Anbau verfügbar und sehr nährstoffreich. So ist er mit seinem unverwechselbaren sanft-süßen Aroma für die ganze Familie und sogar auch für die Natur ein großer Alleskönner.

Weltweit gibt es deutlich über 1000 Apfelsorten, ihre Vielfalt ist riesig, wobei im intensiven Erwerbsobstbau mit kleinen Bauformen meist nur noch wenige Sorten angebaut werden. Deutlich mehr Bandbreite der Frucht kann man auf Obstwiesen entdecken.

Was macht den Apfel für Kinder so gesund?

Was Kindern vermutlich egal ist, freut uns Eltern umso mehr: Äpfel sind kleine, runde Gesundheitspakete. Sie enthalten kaum Fett, wenige Kalorien, dafür aber umso mehr Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine . Außerdem bewirken die sekundären Pflanzenstoffe im Darm und Immunsystem viel Gutes. Die leichtverdaulichen Kohlenhydrate sowie der hohe Wassergehalt von etwa 80 % machen den Apfel zur perfekten Zwischenmahlzeit für dein Kind.

Hilft geriebener Apfel gegen Durchfall?

Auch schon ich kenne es aus der Kindheit: Ein fein geriebener Apfel soll Durchfall lindern. Doch ist wirklich etwas an dem Hausmittel dran? Ja! Denn das Reiben des Fruchtfleisches setzt Pektine frei. Je feiner, desto mehr Pektin. Pektine sind Nahrungsfasern, die auch als veganes Geliermittel in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt werden.

Aber zurück zum Hausmittel geriebener Apfel: Das Pektin quillt im Darm, dickt den zu flüssigen Stuhl ein und lindert so tatsächlich die Beschwerden. Pektine können aber auch Gifte und Keime binden. Übrigens: Auch wenn mal das Gegenteil bei deinem Kind auftritt und es so gar nicht mehr auf Toilette kann, dann ist ebenfalls der Apfel ein tolles Naturheilmittel. Dieser sollte dann einfach so, aber gut zerkaut gegessen und dazu ein Glas Wasser getrunken werden. Die Pektine binden das Wasser an sich, nehmen an Volumen zu und regen mit den Ballaststoffen zusammen ordentlich die Darmaktivität ein. Toll, wie viel Superpowerkraft in diesen kleinen runden Früchtchen steckt, oder?

Ab wann darf ich meinem Kind Apfel geben?

Zu Beginn der Beikosteinführung (frühestens ab dem 5. Lebensmonat) bietet es sich an, den Apfel gedünstet anzubieten, zum Beispiel in Form eines leckeren Apfelmuses. Dein Baby wird das Obst aufgrund seiner natürlichen Süße sicherlich lieben! Wenn du den Apfel lieber als Rohkost geben möchtest, spricht nach dem 1. Geburtstag aus gesundheitlicher Sicht nichts dagegen. Beobachte aber, wie gut dein Baby mit Fingerfood umgeht, damit es sich an den Apfelstücken nicht verschluckt. Besonders mild und säurearm für den Einstieg sind Apfelsorten wie:

  • Gala
  • Golden Delicious
  • Idared


Später kann es sein, dass dein Schulkind wegen Wackelzähne und Zahnlücken eine Zeitlang auf allzu harte Äpfel verzichten muss oder lieber auf der anderen Mundseite kaut. Doch zum Glück gibt es für solche Phase etwas weichere Obstsorten wie reife Birnen, Bananen oder Aprikosen.

Wie lassen sich Äpfel länger haltbar machen?

Selbst geerntet schmeckt am besten und auch Kinder möchten gerne mit anpacken, wenn die Äpfel im eigenen Garten endlich reif sind. Der heimische Obstanbau ist ein großer Segen, aber manchmal kommt man mit dem Snacken und Apfelkuchenbacken kaum noch hinterher. Im kühlen Keller lassen sich die Herbstsorten zwar einige Monate lagern, aber irgendwann werden die Früchte leider faul und entwickeln einen überreifen Geschmack. Äpfel lassen sich zum Glück für einen ganzjährigen Apfelgenuss konservieren:
  • Apfelkompott: In der heimischen Küche kann der Ertrag der eigenen Apfelbäume vielseitig verwendet werden. Neben altbewährten Klassikern, wie Apfelmus und Apfelkompott, lässt sich die Haltbarkeit des Obstes zum Beispiel auch in einem würzigen Apfel-Chutney verlängern.
  • Apfelmost: Mit einem leistungsstarken Entsafter kannst du zu Hause die reifen Früchte zu Apfelsaft verarbeiten und diesen dann durch Aufkochen haltbar machen. In der Regel empfiehlt es sich aber, das Obst in eine nahegelegene Mosterei zu bringen, wo das Zerkleinern und anschließende Auspressen professionell durchgeführt wird. Um die Gärung im Saft dauerhaft zu verhindern, wird der Saft pasteurisiert (auf mindestens 78 °C), um die darin enthaltenen Hefesporen abzutöten. Bei einer Erhitzung über 82 °C werden wertvolle Vitamine und Enzyme zerstört – daher ist der Weg über eine Mosterei etwas bequemer als die heimische Saftverarbeitung.
  • Getrocknete Äpfel: Dörrobst beziehungsweise Apfelringe machen das Lieblingsobst gut lager- und transportierbar. Früher fand die Trocknung oft in Bäckereien statt. Mit der Abwärme vom Brotbacken wurde dem Obst, das über dem Ofen gelagert wurde, die Feuchtigkeit entzogen. Heute kannst du mithilfe von Dörrautomaten oder deinem Backofen ganz einfach selbst schmackhafte Apfelringe herstellen.

Rezeptideen für richtige "Apfel-Kinder"

Vollreife, ungespritzte sowie ungewachste Bio-Äpfel sind am bekömmlichsten. Denn noch unreife Früchte enthalten schwerverdauliche Stärke, die im Darm erst noch in Zucker umgewandelt werden muss. Das kann für Bauchgrummeln sorgen. Ist die Schale unbehandelt, kann man diese außerdem bedenkenlos mitessen – zumindest wenn die Zähne schon stark genug ausgebildet sind. Denn direkt unter der Schale ist der Gehalt an Vitamin C am höchsten.

Vitaminreicher Alleskönner: Unsere liebsten Apfelrezepte:



© familienkost.de

Dir gefällt dieser Artikel? Dann folge mir gern bei Facebook oder Instagram um immer Up-To-Date zu bleiben.
* Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen. (Dies ist ein Affiliate-Link, der uns beim Kauf mit einer kleinen Provision unterstützt dieses Familienmagazin zu finanzieren. Für euch ändert sich am Preis dadurch nichts.)
Zur Kategorie Obstlexikon