QuicheQuiche Lorraine – Das einfache und beliebte Rezept
Was ich gleich vorweg sagen will: Bei mir kommt Käse zum Einsatz, auch wenn im französischen Original darauf verzichtet wird. Meiner Familie und mir schmeckt die Version mit Käse sehr gut. Was wir außerdem an Quiche lieben: Sie lässt sich nach Lust und Laune abwandeln. Mal fällt eine Zutat weg, mal kommt eine dazu, mal probieren wir neue Kombinationen für die Füllung aus. Auch Gemüsereste lassen sich darin wunderbar verarbeiten. Und: Man kann sie auch kalt essen, weshalb sie sich zum Mitnehmen oder für ein Buffet eignet.
Den salzigen Mürbeteig selber zu machen ist einfacher, als man denkt. Aber nicht immer reicht im Alltag die Zeit dafür. Als Mama von drei Kindern kenne ich das sehr gut. In so einem Fall kannst du natürlich auch zu einem Fertigteig greifen, damit die Quiche schnell auf dem Tisch steht.
Genau wie der Flammkuchen ist auch die Quiche Lorraine ein echter Klassiker der französischen Küche, der sich prima für die ganze Familie eignet. Bei uns ist die Speise jedenfalls ein gern gesehener Gast auf dem Küchentisch. Weiter unten zeige ich dir mein Grundrezept für den Mürbeteig, verrate dir meine besten Tipps und Tricks zur Zubereitung und nehme dich mit auf einen kleinen Abstecher zum echten französischen Original, da gibt es nämlich ein paar Unterschiede. Außerdem gibt's jede Menge Ideen, wie du die Quiche abwandeln kannst. Also scrolle unbedingt nach unten, um nichts zu verpassen.
Zutaten für 1 Quiche
Wir schneiden aus einer Quiche 12 Stück = 12 Portionen.
- 125 g Butter (kalte)
- 250 g Weizenmehl
- ½ TL Salz
- 1 Ei
- 2 EL Wasser (kaltes)
- 300 g Lauch
- 125 g Speck (oder geräucherte Schinkenwürfel)
- 3 Eier
- 200 g Schmand
- 200 ml Sahne
- 100 g geriebener Emmentaler
- ½ TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss
- 1 Prise Pfeffer
Zubereitung:
- Kalte Butter in Stücke schneiden. Mit Mehl, Salz, Ei und kaltem Wasser in eine Schüssel geben und zügig zu einem geschmeidigen Mürbeteig kneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Quicheform mit Butter einfetten. Teig etwas größer als die Form ausrollen und dann hineinlegen. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Ohne Belag 15 Minuten backen.
- Lauch waschen und in Ringe schneiden. Speck in einer Pfanne knusprig braten. Lauch zugeben und 2-3 Minuten mit dünsten.
- Eier, Schmand, Sahne, Emmentaler, Salz, Pfeffer und Muskatnuss verrühren. Lauch-Speck-Mischung unterheben. Eierguss in die Form gießen. Quiche 40 Minuten fertig backen.
Diese Notiz siehst nur du auf diesem Gerät und in diesem Browser.
Du magst meine Rezepte? Dann lass sie dir bei Google bevorzugt anzeigen!

Die Basis für eine gute Quiche
- Den Teig für die Quiche zubereiten: Für den salzigen Mürbeteig brauchst du nur wenige Zutaten. Die Butter kommt direkt aus dem Kühlschrank in den Teig und wird erst einmal mit dem Mehl und Salz verknetet, bis kleine Krümel entstehen. Anschließend wird das Ei hinzugegeben und untergeknetet, sodass der Teig geschmeidig wird. Ist er zu trocken, gib löffelweise Wasser hinzu, ist er zu feucht, füge einen Löffel Mehl hinzu. Magst du das in Bildern sehen, dann schau dir meine detaillierte Anleitung für Quiche Teig an!
- Wichtig zu wissen: Knete den Teig nicht zu lange, sonst wird er zäh statt mürbe. Du merkst schon: Teig ist schnell vorbereitet. Hinzu kommt jedoch noch die Kühlzeit, aber das ist ja keine aktive Arbeitszeit. Dafür wird der Teig in Frischhaltefolie gewickelt und in den Kühlschrank gepackt – für mindestens 30 Minuten. Hast du mehr Zeit, lass ihn gerne 60 Minuten oder länger im Kühlschrank liegen.
- Ausrollen und in die Form füllen: Ist die Kühlzeit vorbei, holst du ihn aus dem Kühlschrank und rollst ihn aus. Er sollte etwas größer sein als deine Quiche-Form, damit du auch den Rand auskleiden kannst. Fette die Form gut ein, gib den Teig hinein und drücke ihn in der Form fest und steche mehrfach mit einer Gabel hinein, damit die Luft entweichen kann und keine Blasen entstehen.
- Mein Geheimtipp für Knusprigkeit: Backe den Boden etwa 15 Minuten vor, bevor die Füllung draufkommt. So bleibt er auch unter der Füllung schön knusprig und weicht nicht durch.
- Mein ultimativer Zeitspar-Trick: Du kannst dir das Leben auch leichter machen und einen fertigen Quiche-Teig aus dem Kühlregal nehmen. Schließlich sind manchmal die Tage so vollgepackt, dass man nicht alles selber machen kann. Das kenne ich als Mama von drei Kindern sehr gut. Und dann ist es völlig in Ordnung auch mal zu Fertigteig zu greifen. Zur Not tut es übrigens auch ein Blätterteig. Für das beste Geschmackserlebnis empfehle ich dir aber, den Teig selber zu machen, falls die Zeit es zulässt.
Tipps und Tricks für ein rundum leckeres Ergebnis
- Die richtige Form: Ich verwende für die Zubereitung der Quiche eine runde Form mit gewelltem Rand aus Porzellan. Sie hat einen Durchmesser von 26 cm. Fette sie gut ein, dann bekommst du die geschnittenen Stücke später ganz einfach heraus. Dafür kannst du dann einen Tortenheber zur Hilfe nehmen. Auch eine Springform eignet sich für die Zubereitung, wenn der Rand hoch genug ist. Auch hier gilt: gut einfetten.
- Das Mehl austauschen: Dass das Rezept auch mit Vollkornmehl funktioniert, hat Juliane aus der Familienkost-Community in einem Kommentar unter diesem Rezept berichtet. Danke für den Tipp, Juliane! Wer mag, probiert das gerne mal aus.
- Mit Speck oder vegetarisch? Klassisch kommen geräucherte Schinken- oder Speckwürfel in die Quiche. Falls ein Vegetarier mit am Tisch sitzt, kannst du auch eine vegetarische Schinken- und Speck-Variante oder Räuchertofu nehmen. Den Speck ersatzlos aus dem Rezept zu streichen, ist natürlich auch eine Option.
- Die Käse-Wahl: Ich verwende für die Zubereitung Käse. Geriebener Käse wie Gouda oder Emmentaler rundet die Füllung ab. Wer es würziger mag, nimmt Gruyère. Wer es mediterraner mag, verwendet Feta. Du kannst den Käse aber auch weglassen, wie es beim Original üblich ist. Mehr dazu findest du weiter unten.
- Kurz anbraten: Der Speck muss vorher in einer Pfanne knusprig angebraten werden. Den Lauch gebe ich auch mit dazu und dünste ihn 2 bis 3 Minuten mit an. Danach verteile ich die Masse auf den vorgebackenen Boden.
- Der Eierguss: Für den Guss verwende ich Eier und einen Mix aus Schmand und Sahne. Andere nehmen nur Sahne, wieder andere nur Crème fraîche. Probier dich ruhig durch, bis du deine Lieblingsvariante gefunden hast.
- Würze nach Wahl: Ich würze den Eierguss mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss, aber du kannst die Gewürze ganz nach deinem Geschmack wählen. Muskatnuss ist kein Muss, bringt aber eine besondere Note hinein. Am besten schmeckt sie frisch gerieben, gemahlen geht aber auch.
- Temperatur und Backzeit: Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze braucht die Quiche etwa 30 Minuten im Ofen. Weil jeder Ofen ein bisschen anders tickt, schau am besten nach 30 Minuten mal nach.
So wird das französische Original zubereitet
Käse ja oder nein? Das ist bei der Quiche Lorraine ein großer Streitpunkt. Für das Original verwendet man keinen Käse. Bei mir kommt trotzdem welcher rein. Wer das nicht möchte, lässt ihn einfach weg.Auch bei der Guss-Basis gehen die Meinungen auseinander. In Deutschland landet meist Sahne oder, wie bei mir, ein Sahne-Schmand-Mix in der Quiche. Das authentische französische Original setzt dagegen eher auf Crème fraîche, teils gemischt mit Fromage blanc, einer Art Frischkäse-Quark-Mix. Und noch eine Überraschung: Auch Lauch hat in dem Klassiker nichts verloren, sagen Verfechter des Original-Rezepts.
Wie ernst man das Original in Frankreich nimmt, zeigt sich auch daran, dass es dafür sogar eine eigene Vereinigung gibt: die Confrérie de l'Authentique Quiche Lorraine, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Rezept weltweit bekannt zu machen und die Original-Rezeptur zu verteidigen, inklusive Bestrebungen, das Gericht als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO anerkennen zu lassen. Auch die Association for the Protection of the Quiche wacht über die Einhaltung der Zubereitung. Ich finde ja: Jeder sollte es so zubereiten, wie es ihm am besten schmeckt. Ursprünglich wurde sie sogar aus Brotteig statt Mürbeteig gemacht. Daraus wurde im Laufe der Jahre dann Mürbeteig. Daran erkennt man, dass sich eben auch ein Klassiker weiterentwickelt und verändert.
Übrigens steckt in dem Namen ein Stück deutsch-französische Geschichte: Quiche geht auf das lothringisch-fränkische Wort „Kichel” zurück, das wiederum vom deutschen Wort „Kuchen” abstammt. Und Lorraine ist der Name der Herkunftsregion, also das französische Wort für Lothringen.
Wie du das Quiche Rezept einfach an deinen Geschmack anpassen kannst? Mit diesen Ideen!
Das Quiche Rezept lässt sich mit unterschiedlichen Füllungen immer wieder anders abwandeln. Hier kommen meine liebsten Ideen, mit denen du für Abwechslung sorgen kannst.- Resteverwertung: Reste von Gemüse oder Käse kann man wunderbar für die Füllung verwenden. Damit werden Reste gerettet und sogar noch in eine neue leckere Mahlzeit verwandelt. Falls du dich öfter mal fragst, was du aus Resten noch zubereiten kannst, schau dir auch mal unser kostenloses Resteverwertungs-Tool an.
- Für Kinder: Essen Kinder mit, würze die Füllung milder und baue die Lieblingszutaten deiner Kinder ein.
- Im Kleinformat: Du kannst sie auch in Tartelette-Förmchen zubereiten. Die kleine Version eignet sich wunderbar fürs Buffet, aber auch für kleine Hände. Wie die Zubereitung der Minis gelingt, erfährst du in meinem Rezept für Mini-Gemüse-Quiches.
- Blätterteig-Variante: In meiner Sammlung habe ich auch eine Blätterteig-Quiche mit Spinat und Lachs. Das ist eine Kombination, die bei uns in der Familie einige Fans hat. Die Kombi aus Spinat und Lachs eignet sich natürlich auch für das klassische Quiche Rezept.
- Zucchini-Quiche: Sobald im Spätsommer die Zucchini-Schwemme im Garten losgeht, ist das Rezept hier sehr gefragt.
- Spinat-Feta-Quiche: Diese Variante kommt als Familienessen richtig gut an und wenn sie mal auf einem Buffet steht, ist sie auch immer ruckzuck vergriffen.
- Brokkoli-Quiche: Ein vegetarischer Hit, bei dem Brokkoli der Star ist. Hast du Fleisch-Fans in der Familie? Dann füge Schinken hinzu. Die Kombi aus Brokkoli und Schinken kommt auch als Brokkoli-Auflauf mit Vollkornnudeln sehr gut an.
- Bärlauch-Quiche: Sobald im Frühling Bärlauch Saison hat, landet er in dieser Variante. Bärlauch ist mein persönliches Zeichen dafür, dass der Frühling endlich da ist.
Was passt dazu? Beilagen und Serviervorschläge
Du kannst Quiche einfach so genießen. Aber richtig rund wird das Ganze erst mit der passenden Beilage. Ich tische dazu gerne etwas Frisches auf, da das Essen selbst schon recht deftig ist.Mit einem leichten Salat: Ein Blattsalat mit einer leichten Vinaigrette aus Olivenöl und Essig oder ein gemischter Salat passen richtig gut dazu. Meine persönlichen Favoriten dazu sind Gurkensalat oder Tomatensalat.
Etwas Farbe auf dem Teller: Rote-Bete-Salat oder grüne Bohnen bringen nicht nur Farbe auf den Teller, sondern sind auch eine gute Beilage zu dem Klassiker mit der cremigen Füllung.
Zum Trinken: Ganz klassisch wird die Quiche Lorraine mit einem trockenen Weißwein serviert. Wer, wie wir, in der Familienküche nicht mit Alkohol kocht und ihn auch nicht zum Essen serviert, greift zu einer erfrischenden Zitronenlimonade oder schaut sich mal meine Getränke Rezepte an, die für die ganze Familie geeignet sind.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Im Kühlschrank aufbewahren: Wenn du was von der Quiche übrig hast, bewahre die Reste in einem luftdichten Behälter oder unter Frischhaltefolie im Kühlschrank auf. Dort hält sie sich bis zu drei Tage. Das Praktische daran: Kalt schmeckt sie fast genauso gut wie warm, weshalb sie sich super als To-Go-Essen zum Mitnehmen eignet.Ganz einfach einfrieren: Auch das Einfrieren klappt problemlos. Lass sie zuerst vollständig auskühlen. Schneide sie dann in einzelne Stücke. Diese lassen sich einfacher verpacken, zum Beispiel in Gefrierbeutel, und später auch portionsweise wieder herausnehmen. Im Tiefkühler hält sich die Quiche bis zu sechs Monate.
Auftauen und aufwärmen: Taue die gefrorenen Stücke über Nacht im Kühlschrank auf und wärme sie danach im Ofen oder in der Heißluftfritteuse wieder auf. So wird der Boden wieder schön knusprig. Von der Mikrowelle rate ich eher ab. Erwärmst du sie darin, wird der Boden eher matschig und weich.
Bewertungen
Dann hinterlass mir eine Bewertung. Das ist wie ein digitales “Mmmh” und freut mich sehr.
Die Quiche hat es heute Mittag gegeben und war super lecker und ganz einfach. Ich habe auch Vollkormehl genommen und in die Eiermasse noch etwas pikanten Frischkäse. Mein Besuch war begeistert.😊
Total lecker 😋 Möchte gerne die Quiche als Minis im Airfryer machen. Meinst du das funktioniert, welche Einstellung würdest du nehmen?
Ich bin eher zufällig auf deine Rezepteseite gestoßen. Bin sehr begeistert und ein Fan von deinen Rezeptvorschlägen geworden.
Danke für die tollen Rezepte Ideen. ❤️
Einfach genial!
Ich hatte mich bisher nie an Quiche rangetraut, aber mit deinem Rezept ist sie mir sehr gut gelungen.
Gab es heute und war sehr lecker. Wie immer mit tollen Tipps und super beschrieben! 😊
Super lecker! Schon mehrfach zubereitet 😋
Die Quiche gibt es heute bei uns. Es hört sich sehr lecker und einfach an, allerdings nehme ich heute fertigen Quiche-Teig. Danke liebe Jenny für deine tollen Rezepte, die ich schon so oft als Inspiration genommen habe.
Ein super tolles einfaches Rezept! Gut beschrieben und schnell gemacht. Auch mit Vollkornmehl funktioniert es sehr gut. Die Quiche war sehr lecker! 😊 Danke für dieses wunderbare Rezept.








