H - wie Heidelbeere

Heidelbeere - alles zur kleinen Superbeere


Heidelbeeren habe ich in der zweiten Schwangerschaft für mich entdeckt, als ich wegen Schwangerschaftsdiabetes auf meinen Zuckerkonsum achten musste. Damals habe ich die Beeren ständig gegessen, unter anderem in einem leckeren Heidelbeer-Quark. Das hat sich scheinbar auch auf meine Kinder übertragen, die im Sommer so ziemlich immer und überall Heidelbeeren vernaschen. Ich kann es ihnen nicht verdenken, die blauen Früchtchen sind wirklich köstlich und überdies noch super gesund. So gelten sie in Deutschland mittlerweile als heimisches Superfood und versüßen Frühstücksspeisen, Desserts oder Gebäck mit vielen Nährstoffen.

In diesem Beitrag erfährst du mehr über die kleinen Kraftpakete. Ich gebe dir Tipps zum Einkauf, Lagerung und Zubereitung und teile meine liebsten Heidelbeer-Rezepte mit dir.

Gibt es einen Unterschied zwischen Heidelbeeren und Blaubeeren?

Nein, beide Begriffe meinen dieselbe Beere. Es gibt sogar noch mehr Namen wie zum Beispiel "Schwarz-", "Bick-" oder "Mollbeere". Den bekanntesten Namen verdankt die Heidelbeere wahrscheinlich ihrer Herkunft, der Wildtyp wächst nämlich unter anderem in der Heide. Außerdem gehören die Heidelbeer-Sträucher zu den Heidekrautgewächsen.

Heidelbeeren aus regionalem Anbau

Naturprodukte aus der eigenen Region schmecken mir persönlich am besten. Das trifft auch auf die Heidelbeere zu. Sie hat bei uns von Juni bis September Saison und wird im ganzen Land angebaut. Die Kulturheidelbeeren brauchen zum Wachsen nur etwas Sonne, eine geschützte Umgebung und ausreichend Bodenfeuchte.

Wilde Heidelbeeren findet man vor allem im Wald oder am Waldrand sowie in Heide- und Moorlandschaften. Sie sind reicher an Nährstoffen und noch gesünder als Kulturheidelbeeren. Das erkennt man am Fruchtfleisch, das bei Wildheidelbeeren wie die Schale tiefblau ist. Grund dafür sind natürliche Pflanzenfarbstoffe. Diese Anthocyane sorgen für ein kräftiges Blau in der ganzen Beere, das beim Verzehr sogar Zunge und Zähne einfärbt! Kultursorten hingegen reifen oft zu größeren Beeren mit grün-gelbem Fruchtfleisch und weniger Kernen heran. Da die Schale von gezüchteten Heidelbeeren etwas fester ist, sind sie länger haltbar als ihre wilden Verwandten.

So gesund sind Heidelbeeren

Ob direkt aus der Natur oder aus regionalem Kulturanbau, die Heidelbeere bietet einen genialen Nährstoff-Cocktail, der viele gesundheitliche Vorteile für Erwachsene und Kinder bietet. So enthalten 100 Gramm frische Heidelbeeren
  • 80 mg Kalium
  • 10 mg Kalzium
  • 2 mg Magnesium
  • 0,7 mg Eisen
  • 0,1 mg Zink
  • 35 mg Beta-Carotin
  • 2,1 mg Vitamin E sowie B2 und B6
  • und 20 mg Vitamin C.


Heidelbeeren sind gesund

Besonders der Vitamin C und E-Gehalt der kleinen Frucht ist erwähnenswert. Beide Stoffe gehören zu den Antioxidantien, die Stress abwehren. Auch schützen die Vitamine das Immunsystem und damit alle Funktionen des Körpers.

Mit Heidelbeeren ein „blaues Wunder“ erleben

Dieses Wortspiel musste einfach sein, ist hier aber auch durchaus angebracht! Denn die Farbstoffe in der Heidelbeere machen nicht nur blau. Die Anthocyane haben auch eine antioxidative Wirkung und wehren schädliche freie Radikale ab. So schützen sie unsere Haut, verlangsamen den Alterungsprozess und können das Risiko für zahlreiche Krankheiten senken. Auch Konzentration und Gedächtnisleistung profitieren von den Anthocyanen.

Schlank und fit mit Heidelbeeren

Mehrere Studien belegen bereits, dass die Anthocyane der Heidelbeere einen ausgeglichenen und gesunden Fettstoffwechsel bedingen – und der ist wiederum wichtig für eine schlanke Figur und einen leistungsfähigen Körper.

Heidelbeeren helfen bei Verdauungsproblemen

Durchfall oder Verstopfung, Bauchschmerzen und Völlegefühl - diese lästigen Beschwerden des Verdauungssystems können durch den Verzehr von Blaubeeren abgemildert werden. Die vielen pflanzlichen Ballast- und Gerbstoffe aus der Frucht binden Feuchtigkeit, wirken entzündungshemmend und wehren Bakterien und Toxine ab. So bremsen sie krankmachende Keime, ohne die empfindliche Darmflora zu stören.

Kinder lieben Heidelbeeren

So klein, wie die blauen Beeren sind, passen sie perfekt in zarte Kinderhände. Außerdem sind sie der ideale Snack für Kindergarten und Schule. Ich pflücke die Heidelbeeren gern selbst. Dafür besuche ich heimische Heidelbeerfelder mit meinen Kindern. Dort bekommt jedes einen Korb in die Hand und los geht’s! Beeren pflücken macht viel Spaß, und zugleich lernt der Nachwuchs, wo Lebensmittel überhaupt herkommen.

Wenn wir dann wieder zurück daheim sind, kann es vorkommen, dass die Körbe nur noch halb voll sind, weil ein Großteil der Heidelbeeren schon unterwegs verputzt wurde. Haben es doch ein paar Beeren nach Hause geschafft, stelle ich daraus gerne Marmeladen oder Fruchtgrützen für Quark- oder Joghurtspeisen, Kuchen und Torten oder Smoothies her.

Heidelbeeren für Babys

Im Gegensatz zu Himbeeren, sind Heidelbeeren in der Beikost schon ab dem sechsten Lebensmonat erlaubt. Allerdings solltest du aufpassen, dass dein Baby die runden Beeren nicht verschluckt! Püriere sie daher lieber oder zerdrücke sie mit einer Gabel.

Manche Beeren können bei Kindern im ersten Lebensjahr Allergien auslösen. Heidelbeeren tun dies in der Regel nicht. Achte dennoch immer auf allergische Symptome wie Hautausschlag, Durchfall oder einen wunden Po. Hinweis: Wundere dich auch nicht, wenn dein Baby nach dem Verzehr von Heidelbeeren einen dunklen Stuhl hat. Das liegt an den Pflanzenfarbstoffen der Beere und ist nur von kurzer Dauer.

Lieblingsrezept mit Gelinggarantie

Zu den absoluten Favoriten meiner Familie gehört dieser Low Carb-Quarkauflauf mit Heidelbeeren. Die süße Quarkspeise schmeckt dank fehlender Kohlenhydrate wunderbar leicht und eignet sich auch zum Abnehmen. Ich verwende gern frische Heidelbeeren, die im warmen Auflauf für ein tolles Aroma sorgen. Die Zutaten sind einfach und schnell zusammengerührt, sodass wirklich nichts schief gehen kann - ein Lieblingsrezept mit Gelinggarantie. Heidelbeer Rezepte

Weitere Rezepte mit Heidelbeeren:



© familienkost.de

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