K - wie Kirschen

Kirschen - gesunde Nascherei für Kinder


Kirschen gehören für mich zum Sommer - das war schon immer so! Bereits als Kind habe ich die prallen Früchte wegen ihres unverwechselbar saftigen Geschmacks geliebt. Heute pflücke ich das Obst gern gemeinsam mit meinen Kindern oder bereite leckere Rezepte zu, wenn meine Schwiegereltern einen Eimer voll Kirschen vorbeibringen. Die beiden haben nämlich einen eigenen Kirschbaum im Garten und wissen in der Saison kaum wohin mit der ganzen Ernte.

Kirschen schmecken aber nicht nur klasse, sie sind auch sehr gesund. Was genau in den kleinen Vitaminbomben steckt, und wie du das Beste aus frischen Kirschen herausholen kannst, das erfährst du jetzt!

Süß oder sauer?

Kirschen gehören zum Steinobst und zur Familie der Rosengewächse. Es gibt süße und saure Kirschen, die unterschiedlichen Arten angehören, aber dennoch viel gemeinsam haben - zum Beispiel die geringen Ansprüche an den Anbau bei dennoch reichen Ernten. Dadurch gelangte die Kirsche ins Interesse der Botaniker. Durch zahlreiche Züchtungen gibt es heute viele Kirschsorten, am bekanntesten sind die Süß- und die Sauerkirsche.

  • Süßkirschen stammen von der Vogelkirsche ab, die nicht zu verwechseln ist mit der giftigen Vogelbeere. Je nachdem, wie fest das Fruchtfleisch und wie die Früchte geformt sind, werden süße Kirschen in Knorpel- und Herzkirschen geteilt. Erstere sind groß, dunkel und knackig. Sie werden aufgrund ihres intensiven Aromas gerne frisch vernascht oder zu Konfitüren, Kuchen und Desserts verarbeitet. Aus der kleineren Herzkirsche brennt man oft Kirschwasser.
  • Sauerkirschen werden in Weichseln und Amarellen unterschieden. Eine Art davon ist die Schattenmorelle, die als Klassiker im Glas gilt. Sie ist dunkelrot und schmeckt herrlich säuerlich. Dass du die Schattenmorelle fast nur eingemacht kennst, liegt daran, dass sie erst konserviert ihren aromatischen Geschmack entfaltet. Deswegen eignet sie sich so gut für die Zubereitung von Kompott, Konfitüren und Kuchen.

Zuckerfalle Amarena-Kirsche

Die knallroten Amarena-Kirschen befinden sich oft in sahniger Eiscreme oder im Cocktail. Sie schmecken herrlich süß und sehen mit ihrer Farbe auch schön aus. Doch ich lasse lieber die Finger von ihnen, denn Amarena-Kirschen sind eine echte Zuckerfalle. Mit 150 Kalorien kommen die in Sirup gekochten Früchte auf fast sechs Mal soviel Kalorien wie unbehandelte Kirschen!

Kirschblüte und Ernte

Wenn die Kirschblüten im April beginnen zu blühen, staune ich manchmal wirklich über die Schönheit der Natur. Denn dann hüllen sich die Kirschbäume in ein wehendes Kleid aus rosafarbenen Blüten - für mich ist dies der Start ins Frühjahr!

Nur acht bis zehn Wochen später, etwa Ende Juni, ist es dann soweit und die ersten Kirschen werden erntereif. Je nach Sorte reichen die Farben der Früchte dann von hellrot über tiefrot und bordeaux bis hin zu fast schwarz. In Deutschland sind Kirschen nahezu überall erhältlich, was lange Transportwege aus dem Ausland erspart.

Lagerung und Haltbarkeit

Da Kirschen reif geerntet werden, sind sie nicht allzu lange haltbar und sollten bald verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Unversehrte Früchte mit Stiel bleiben länger frisch.

Sauerkirschen kannst du etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern - Plastikfolien oder -tüten aber entfernen und das Obst locker lagern, damit sich keine Druckstellen bilden. Süßkirschen solltest du erst direkt vor dem Verzehr waschen, da ihre feine Haut schnell aufplatzt.

Tipp: Frische Kirschen einfrieren

Falls du doch zu viele Kirschen gekauft oder gepflückt hast, als deine Familie essen kann, dann backe entweder einen leckeren Kirschkuchen oder friere die Früchte ein. Dafür wäschst du die Kirschen, trocknest sie vorsichtig ab, füllst sie in eine Dose oder in einen Gefrierbeutel und legst sie in den Froster.

Kirschen sind gesund

Obwohl die Kirsche so klein ist, hat sie einiges zu bieten. Denn unter der Schale versteckt sich eine Menge Vitamin C. Rund 15 mg sind es auf 100 g Frucht.

Darüber hinaus enthalten Kirschen zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Gemeinsam mit den Antioxidantien ist das förderlich für unser Immunsystem. Wer regelmäßig frische Kirschen isst, steigert damit die Aktivität von körpereigenen Enzymen, die gegen freie Radikale vorgehen und Stress abbauen. Das wirkt sich auf das gesamte Immunsystem aus und macht resistent gegen Viren und Bakterien.

Studien belegen außerdem, dass Kirschen den Schlaf positiv beeinflussen. Rund 25 Kirschen oder ein Glas Kirschsaft am Tag können für eine bessere Schlafqualität und einen ausgeglicheneren Schlaf-Wach-Rhythmus sorgen. Das ist besonders für junge Mütter interessant, die durch kleine Kinder oftmals auf nur wenige Stunden Ruhe pro Nacht kommen.

Kirschen sind gesund

Kirschen in der Schwangerschaft

Wer ein Baby bekommt, ist auf mehr Nährstoffe angewiesen. Kirschen sind für werdende Mamas besonders gut, weil sie viel Folat enthalten. Das Vitamin gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist an der Bildung jeder einzelner Körperzelle beteiligt. Somit beeinflusst es auch die Gewebebildung in der Schwangerschaft und nimmt damit wesentlichen Einfluss auf die gesunde Entwicklung des Babys. Nach grünem Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl sind Kirschen mit rund 52 Mikrogramm Folsäure (pro 100 g) der Spitzenreiter unter allen Obstsorten.

Kirschen für Kinder

Ob süß oder sauer, Kirschen sind eine feine Nascherei. Wegen ihrer Größe, kann man sie prima unterwegs snacken. Deswegen packe ich die Früchte gern in die Brotdosen meiner Kids, wenn sie in Kindergarten oder Schule gehen.

Das Abfallprodukt beim Kirschenessen ist der Kern. Er bleibt über, wenn man die saftige Frucht genossen hat. Meine Kids spielen damit gern Weitspucken - es ist ein bisschen eklig, aber ehrlicherweise habe ich das in meiner Kindheit auch getan.

Kirschen für Babys

So rund und schön wie Kirschen nun einmal sind, kann ich gut verstehen, wenn schon kleinste Kinder Interesse an ihnen zeigen. Glücklicherweise dürfen Babys Kirschen auch essen. Wegen der Schale empfehle ich den Verzehr aber erst ab dem neunten bis zehnten Lebensmonat. Fange am besten mit kleinen Portionen an und schaue, wie dein Kind das süße Obst verträgt - und natürlich solltest du die Kerne für Kleinkinder besser entfernen, damit sie sich nicht verschlucken oder ihr Zahnfleisch verletzen.

Mein Lieblingsrezept mit Kirschen

Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte mit Kirschen ist mein Schwarzwälder-Kirsch-Dessert im Glas. Das ist ein köstlicher Nachtisch, wenn es etwas zu Feiern gibt. Die Zubereitung ist kinderleicht und gelingsicher. Das Aufwendigste ist das Entkernen der Kirschen, aber mit einem Kirschentkerner* ist auch das halb so wild.

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