KokosmakronenKokosmakronen – ganz saftig dank Geheimtrick
Die Zutaten sind genau dieselben wie in Omas Originalrezept: Eiweiß, Puderzucker, Salz und Kokosraspel. Allerdings hat Oma das Eiweiß mit Salz und Puderzucker steif geschlagen, die Kokosraspel untergehoben und die Häufchen bei 150°C im Ofen eher getrocknet als gebacken. Und wenn ich ehrlich bin, waren Omas Kokosmakronen bei mir unter allen Weihnachtsplätzchen die unbeliebtesten, denn schon nach ein paar Tagen waren sie meistens hart. Also haben wir in der Familienkost-Küche alles auf den Prüfstand gestellt und allerhand probiert: Eischnee wie bei Oma oder Masse aus der Pfanne, Zucker oder Puderzucker, verschiedene Temperaturen und Backzeiten und sogar die perfekte Spritztülle. Nach etlichen Blechen (die wir natürlich alle aufgegessen haben) stand das Ergebnis fest.
Weil Omas Zutaten geblieben sind, heißen sie bei mir weiterhin Kokosmakronen nach Omas Rezept, nur eben mit meinem Trick. Sie sind ideal zur Eiweiß-Resteverwertung. Wenn du zum Beispiel meine Engelsaugen gebacken hast, für die du genau 2 Eigelb brauchst, kannst du mit dem übrigen Eiweiß direkt diese leckeren Makronen backen.
Weiter unten habe ich dir zu meinem Kokosmakronen Rezept alle Tipps aus unserem Test aufgeschrieben: welche Temperatur die Masse verträgt, woran du erkennst, dass die Makronen fertig sind, und wie sie wochenlang saftig bleiben. Außerdem findest du Ideen zum Abwandeln und Antworten auf häufige Fragen.
Zutaten für 1 Blech
Die einfache Menge ergibt ein Blech Kokosmakronen mit ca. 20 Stück und einem Gesamtgewicht von 235 g.
- 2 Eiweiß
- 100 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 125 g Kokosraspel
Zubereitung:
- Heize den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor. Gib das Eiweiß mit Puderzucker, Salz und Kokosraspeln in eine Pfanne und erwärme alles unter ständigem Rühren 4–6 Minuten auf mittlerer Stufe, bis die Masse cremig ist und sich der Zucker aufgelöst hat. Tipp: Erwärme die Masse nur vorsichtig und rühre dabei ständig. Ich verwende Stufe 3 von 9. Sie soll cremig werden, aber nicht kochen. Wird sie zu heiß, kann das Eiweiß gerinnen und die Masse klumpig werden.
- Fülle die Masse in einen Spritzbeutel mit weiter Tülle und spritze kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Tipp: Ich nehme eine Sterntülle mit einer 2 cm breiten Öffnung und drücke den Spritzbeutel mit gleichmäßigem Druck, so lässt sich die zähe Masse gut spritzen. Hast du keinen Spritzbeutel zur Hand, kannst du auch einen kleinen Eisportionierer oder zwei Teelöffel verwenden.
- Backe die Kokosmakronen ca. 15 Minuten im vorgeheizten Ofen, bis die Spitzen goldbraun sind. Lass sie dann auf dem Blech vollständig auskühlen.
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Pfanne statt Eischnee: Warum der Trick funktioniert
Anders als in Omas Rezept schlagen wir das Eiweiß nicht steif, sondern erwärmen es zusammen mit den anderen Zutaten vorsichtig in der Pfanne. Dabei löst sich der Zucker in der Feuchtigkeit des Eiweißes auf und alles verbindet sich zu einer cremigen, klebrigen Masse. Die ist schön kompakt und lässt sich gut formen. Und weil sie so zäh ist, laufen die Makronen beim Backen nicht auseinander und werden nicht flach, sondern behalten ihre Form. Im direkten Vergleich sind die Makronen aus der Pfanne innen um Welten saftiger und bleiben auch nach Tagen noch weich, während die klassische Variante mit Eischnee schneller hart und bröselig wird.Statt einer Pfanne kannst du auch einen Topf nehmen. Darin lässt es sich aber nicht so gut umrühren und die Gefahr ist größer, dass dir etwas anbrennt.
Wie müssen perfekte Kokosmakronen für dich sein?



- Außen knusprig, innen richtig saftig
- Lieber etwas fester und knuspriger
- Hauptsache mit Schokolade!
So wurde abgestimmt
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69%
23%
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So gelingen dir saftige Kokosmakronen: meine Tipps aus dem großen Makronen-Back-Test
- Nicht zu heiß werden lassen: Erwärme die Masse auf mittlerer Stufe und rühre dabei ständig. Sie wird erst etwas krümelig, dann immer cremiger. Kochen darf sie auf keinen Fall. Wird sie zu stark erhitzt, kann das Eiweiß gerinnen und die Masse klumpig werden. Nimm die Pfanne deshalb vom Herd, sobald die Masse schön cremig ist.
- Puderzucker oder Zucker? Beides funktioniert, das haben wir ausprobiert. Mit Puderzucker bekommen die Makronen eine matte, schneeweiße Oberfläche. Mit normalem weißem Zucker glänzen sie etwas mehr. Ich mag die Puderzucker-Variante am liebsten.
- Spritzbeutel mit weiter Sterntülle: Die Masse ist sehr klebrig und zäh, deshalb kommst du mit einer feinen Tülle nicht weit. In unserem Test hat eine weite Sterntülle klar gewonnen: Die Masse lässt sich damit gut spritzen, und die Makronen bekommen hübsche Rillen, an denen die Spitzen schön braun werden. Wenn du keinen Spritzbeutel hast, kannst du die Masse in einen Gefrierbeutel füllen und eine Ecke großzügig abschneiden. Mindestens genauso gut klappt es mit zwei Teelöffeln oder einem kleinen Eisportionierer. Mach die Häufchen nicht zu flach, sonst werden sie innen nicht saftig.
- Ober-/Unterhitze statt Umluft: Mit Ober-/Unterhitze backen die Kokosmakronen gleichmäßiger und trocknen nicht so schnell aus.
- Hell oder dunkel, du entscheidest: Hier sind wir uns im Team bis heute nicht einig. Bei 170 °C und 15 Minuten bleiben die Makronen hell, mit nur zart gebräunten Spitzen. So mag ich sie am liebsten. Susi schwört dagegen auf die dunklere Variante: 15 Minuten bei 180 °C, dann werden die Makronen kräftiger geröstet und schmecken etwas nussiger. Probier am besten beides und entscheide selbst, in welches Team du gehörst.
- Lieber zu kurz als zu lang: Hol die Makronen aus dem Ofen, sobald die Spitzen braun sind. Sie fühlen sich dann noch weich an. Das ist richtig. Sie härten beim Auskühlen nach. Wer zu lange backt, bekommt am Ende doch wieder Omas harte Kokosmakronen.
So kannst du das Rezept verfeinern
Omas Grundrezept kannst du ganz einfach abwandeln, indem du eine der folgenden Zutaten mit in die Pfanne gibst:- das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote oder etwas Vanillezucker
- ein paar Tropfen Bittermandelaroma für den Marzipan-Geschmack
- abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone für eine frische Note
- etwas Zimt für die extra Portion Weihnachten
Mit Schokolade verziert: mein liebstes Extra
Ich bin ja ein riesiger Schokoholic und deshalb sind Kokosmakronen mit Schokolade für mich die absolute Krönung. Die sind so gut, dass ich Terence oft bitte, die Keksdose vor mir zu verstecken. Für die Schokoböden schmilzt du 100 g Kuvertüre im Wasserbad und tauchst die Makronen mit der Unterseite hinein. Dabei ist es wichtig, dass sie vollständig ausgekühlt sind, denn sonst läuft dir die Schokolade davon. Lege sie danach auf Backpapier und lass die Schokolade in Ruhe trocknen. Ja, ich weiß, das Warten fällt schwer. Aber wenn du sie zu früh verpackst, kleben sie aneinander.Schokolade obendrauf: Du willst es noch ein bisschen hübscher? Dann füll etwas flüssige Kuvertüre in einen Spritzbeutel oder Gefrierbeutel, schneide eine winzige Ecke ab und sprenkel noch etwas Schokolade über die Makronen. Alternativ kannst du das auch einfach mit einem Teelöffel machen.
Kokosmakronen aufbewahren und einfrieren: So bleiben sie lange saftig
Erst auskühlen lassen: Lass die Kokosmakronen nach dem Backen auf dem Blech oder einem Gitter vollständig auskühlen. Erst dann kommen sie in die Dose, sonst ziehen sie Feuchtigkeit und kleben aneinander.Ab in die Blechdose: In einer gut verschlossenen Blechdose an einem kühlen, trockenen Ort halten sich die Makronen ca. 3 Wochen. Leg bei Kokosmakronen mit Schokolade immer Backpapier zwischen die Schichten in der Dose, damit nichts verschmiert und sie schön bleiben.
Einfrieren: Die vollständig ausgekühlten Makronen kannst du in einer gefriergeeigneten Dose ca. 3 Monate einfrieren. Lege Backpapier zwischen die Schichten und lass sie bei Zimmertemperatur auftauen.
Weitere Makronen-Ideen
Du hast Lust auf noch mehr Makronen? Dann hab ich hier ein paar Lieblinge aus meiner Weihnachtsbäckerei für dich:- Mit Haselnüssen: Meine Haselnussmakronen backe ich ganz klassisch wie Oma mit Eischnee, gemahlenen Haselnüssen und einer ganzen Nuss obendrauf. Du kannst sie aber genauso gut mit meinem Pfannen-Trick zubereiten. Beides gelingt, probier einfach aus, was dir besser schmeckt.
- Auf Oblaten: So kenne ich Kokosmakronen noch aus Omas Plätzchendose. Spritz die Masse einfach direkt auf kleine Backoblaten. Das sieht schön nostalgisch aus, und die Makronen bekommen einen knusprigen Boden.
- Wenn’s ganz fix gehen soll: Für meine Kokosmakronen mit Milchmädchen brauchst du kein Eiweiß, sondern nur 2 Zutaten und rührst die Masse in wenigen Minuten zusammen.
- Extra saftig: Mit Quark in der Masse werden Kokosmakronen mit Quark richtig fluffig und fast ein bisschen wie kleine Kuchen.
- Fruchtig und schokoladig: Cranberries und Raspelschokolade machen aus Makronen kleine Farbtupfer auf dem Plätzchenteller. Hier geht’s zu meinen fruchtigen Makronen.
- Für die Kaffeetafel: Die italienischen Verwandten kennst du bestimmt als Amarettini. Ich liebe sie zum Cappuccino.
Häufig gestellte Fragen zum Kokosmakronen Rezept – und meine einfachen Antworten
Wann sind Kokosmakronen fertig?Die Kokosmakronen sind fertig, sobald die Spitzen goldbraun sind. Sie können sich dabei noch weich anfühlen. Beim Auskühlen werden sie fester. Bleiben sie zu lange im Ofen, werden sie hart.
Kann ich Kokosmakronen mit Umluft backen?
Ja, aber mit Ober-/Unterhitze gelingen sie besser. Bei Umluft reduzierst du die Temperatur auf ca. 150°C und behältst die Makronen gut im Blick, denn sie trocknen schneller aus.
Was kann ich tun, damit Kokosmakronen nicht hart werden?
Backe die Kokosmakronen nicht zu lang und mach die Häufchen nicht zu flach. Sind sie doch zu hart geworden, macht ein Apfelschnitz in der Keksdose sie über Nacht wieder weicher.
Warum werden meine Kokosmakronen flach?
Das passiert vor allem bei der klassischen Zubereitung mit Eischnee: Ist das Eiweiß nicht steif genug geschlagen oder der Zucker nicht richtig eingerührt, fällt die Masse im Ofen in sich zusammen und die Makronen laufen breit. Mit meinem Pfannen-Trick hast du dieses Problem nicht. Die erwärmte Masse ist so kompakt, dass die Häufchen beim Backen genau ihre Form behalten.
Warum ist meine Makronenmasse krümelig?
Das ist am Anfang ganz normal. Rühre weiter. Nach ein paar Minuten in der warmen Pfanne wird sie cremig.
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Hallo Jenny, das Erwärmen hilft um die Plätzchen saftig werden zu lassen. Ein ähnliches Rezept habe ich von einem alten österreichischem Bäcker aus dem Internet SO GEHT'S 1. Eiweiß, Zucker und Kokosraspeln in eine Schüssel über ein warmes Wasserbad geben (Schüssel berührt das Wasser nicht). 2. Ruhig rühren, bis die Masse glänzt und etwa 60 Grad heiß ist. Fingertest: richtig heiß, nicht nur lauwarm. 3. Schüssel vom Wasserbad nehmen, 1 gehäuften EL Mehl unterrühren – das gibt Halt. Kurz unterrühren. 4. Kurz abkühlen lassen, dann mit einer Sterntülle (keine Lochtülle!) oder zwei Teelöffeln auf Oblaten oder Backpapier setzen. 5. Bei 180–190 Grad Ober-/Unterhitze 10–12 Minuten backen. Nur hell lassen, die Spitzen dürfen zart goldbraun werden. Nach 10 Min. das Blech umdrehen, damit sie gleichmäßig bräunen. 6. Kurz Auskühlen lassen, dann werden sie fest. Viele Grüße Inge
Mein absolutes Lieblingsrezept. Einfach so lecker.
Ich freue mich so auf Plätzchen backen, mit diesem Rezept starte ich als erstes! Das kam letztes Jahr so gut an. Dankeschön!!
Meine Tortenspritze wollte nicht, ich habe mit 2 kleinen Löffelchen Häufchen aufs Blech gesetzt.
Ich habe die Kokosplätzchen ausprobiert, weil ich 4 Eiweiß übrighatte. Das Rezept ist ja einfach. Die Masse ist allerdings sehr! klebrig und mit dem Spritzbeutel war es ein ziemlicher Schweinkram. Aber sie schmecken sehr lecker. Tipp: wenn sie innen saftig sein sollen, darf man sie nicht zu flach machen. Danke fürs Rezept!










