Länderküche: So schmeckt Österreich

Länderküche Österreich: So schmeckt unser Nachbarland

Neulich habe ich ein köstliches "Kaiserschmarrn" gegessen, sodass ich von Optik, Geruch und Geschmack sofort nach Österreich entführt wurde. Denn die Süßspeise aus der Pfanne ist einer der Klassiker der österreichischen Küche und in der ganzen Welt bekannt. Was viele aber nicht wissen, ist, dass unser kleines Nachbarland südlich von Deutschland noch viel mehr zu bieten hat! Heute nehme ich dich mit auf eine kulinarische Reise in die Welt der österreichischen Genüsse. So viel sei bereits verraten: Es wird lecker!


Wie schmeckt Österreich?

Die vielen Spezialitäten des kleinen Landes mitten in Europa sind vor allem durch die unterschiedlichen Regionen geprägt. So ist die Landesküche in Österreich nicht einheitlich, aber gerade deshalb so bunt und geschmackvoll. Das Genussbewusstsein der Österreicher hat sich dabei in allen Teilen des Landes durchgesetzt. Besonderer Wert wird auf gute Zutaten und die gekonnte Zubereitung gelegt und die Qualität von Lebensmitteln und Essen wird geschätzt. Viele Gerichte brauchen nur einfache Zutaten, diese dürfen in Österreich aber gern von hoher Wertigkeit (zum Beispiel aus biologischer, regionaler oder nachhaltiger Erzeugung) sein.

Welche typischen Essgewohnheiten gibt es in Österreich?

Die Österreicher gelten als sehr höfliche, freundliche und vornehme Menschen. Da überrascht es nicht, dass bei Tisch gewisse Etikette gelten. Man sollte gerade und aufrecht sitzen und langsam essen. Die Speisen sollten zum Mund und nicht der Mund zum Teller geführt werden. Niemals aber darf man den Teller in Österreich anheben, um zum Beispiel Suppe oder Sauce aufzuschlürfen. Und wer als erstes aufgegessen hat, bleibt so lange am Tisch sitzen, bis alle fertig sind.

Frühstück, Mittag und Abendessen

… sehen in Österreich so aus: Morgens lieben viele ein süßes Frühstück mit Brot, Brötchen oder Gebäck, Butter und Marmelade. Seltener werden Brotbeläge wie Wurst oder Käse gewählt. Dafür geht es beim Mittagessen herzhafter zu. Während die Arbeitnehmer in den Städten gern vom regionalen Mittagstisch Gebrauch machen und warme Speisen essen, verzehren Österreicher zu Hause oder unterwegs auch gern mal eine Stulle. In Österreich nennt man das Butterbrot oder in einigen Regionen auch "Mugl" oder "Jause". Wer mittags schon warm gegessen hat, wird das Abendessen wahrscheinlich kalt begehen und eine Scheibe Brot oder einen Salat essen. Auch leichte Gemüsegerichte aus der Pfanne sind beliebt.

Was ist typisch für die österreichische Küche?

Das Dessert nimmt in Österreich einen ebenso wichtigen Platz am Tisch ein wie der Hauptgang. So haben sich über die Jahrhunderte zahlreiche köstliche Süßspeisen und Desserts etabliert und Österreich zu einem echten Genießerland gemacht. Ich sage dir: Kaiserschmarrn, Apfelstrudel oder Sachertorte mögen reich an Kalorien sein, aber sie sind jede Sünde wert! (Ich spreche da aus Erfahrung.) Hier ein paar Beispiele für himmlische Desserts:

  • Sachertorte
  • Linzer Torte - die angeblich älteste Torte der Welt
  • Malakofftorte - das runde Tiramisu
  • Esterházy-Torte - ein zarter Traum aus Buttercreme
  • Kaiserschmarrn - zerrissene Pfannkuchen
  • Apfelstrudel - nur echt österreichisch, wenn handgemacht
  • Marmor-Guglhupf
  • Marillenknödel
  • Zwetschgenknödel
  • Tiroler Prügeltorte oder Tiroler Baumkuchen
  • Salzburger Nockerl - ein luftiger Auflauf mit Ei
  • Topfenknödel aus Quark und Grieß

"An kleiner Schwarzer, bitte"

Auch die Kaffeekultur wird in Österreich sehr hoch gehalten. Einige der besten Zubereitungsarten kommen aus diesem Land! "An kleiner Schwarzer" ist ein handgemachter Mokka, der übrigens die Basis für alle weiteren Kaffeeversionen in Österreich ist. "Kleiner" und "Großer Brauner" sind zusätzlich mit Schlagsahne verfeinert, der "Franziskaner" wird mit warmer Milch und Sahne verlängert und die "Wiener Melange" - die wohl berühmteste Kaffeespezialität des Landes - besteht aus Mokka, Milch und Milchschaum. Es gibt noch viele weitere Kaffees, aber diese sind die begehrtesten.

Feiertage in Österreich

Die größten Feste in Österreich sind wohl Weihnachten und Ostern. An diesen Feiertagen kommen die Familien vor allem zum gemeinsamen Essen und Genießen zusammen. Dann wird wie auch bei uns in Deutschland ordentlich aufgetischt. Am heiligen Weihnachtsabend gibt es oft schnelle Gerichte, etwa die "Würstelsuppe", Fischsuppe oder ein rasches Raclette. An den folgenden Tagen gibt es dann die klassische "Martini Gansl" oder Karpfen.

Ostern folgt auf die 40-tägige Fastenzeit, in der viele Österreicher Buße tun. Der Verzicht kann ganz unterschiedlich aussehen und sich auf Fleisch, Süßigkeiten oder auch Kohlenhydrate beziehen. Danach wird das Osterfest mit traditionellen Genüssen gefeiert und ordentlich geschlemmt. Dazu zählen Braten vom Osterlamm, Schinken im Brotteig oder das süße Brauchtumsgebäck "Osterpinzen, Osterstriezel und Osterkränze" sowie das Rosinen-Nussbrot "Osterkrainer" aus Germteig (Hefeteig).

Kulinarische Spezialitäten aus Österreich:

  • Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat
  • Rindsuppen - mit Einlagen wie Grießnockerl, Leberknödel, Backerbsen oder Frittaten (in Streifen geschnittene Omelettes)
  • Klassischer Tafelspitz - in Brühe gekochtes Rindfleisch
  • Butterschnitzel oder Kalbsbutterschnitzel - nach dem Anbraten in Bratensauce geschmort
  • Tiroler Gröstl - eine Pfanne aus Röstkartoffeln, Rind- oder Schweinefleisch, Zwiebeln und Spiegelei
  • Backhendl
  • Käsespätzle (vegetarisch)
  • Eiernockerl - Eier-Spätzle mit Zwiebeln aus der Pfanne (veggie)
  • Krautfleckerl - eine besondere Nudelsorte und Weißkraut (veggie)


österreichische Küche

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Hi, ich bin Jenny. 3-fach Mama und Kinder-Ernährungsexpertin. Ich liebe gutes Essen, aber hasse es, kompliziert zu kochen. Daher findest du auf meinem Foodblog schnelle und einfache Rezepte für Kinder und die ganze Familie.

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