C – wie Champignon

Champignons für Kinder


Wusstest du, dass Champignons zu den wenigen Gemüsesorten gehören, die das ganze Jahr über frisch erhältlich sind? So verwundert es nicht, dass ich von Frühling bis Winter von Gerichten mit leckeren Pilzen schwärme. In diesem Beitrag möchte ich aber nicht nur meine liebsten Familienrezepte teilen, sondern dir auch erzählen, wie gesund und nahrhaft Champignons für Kinder sind.


Herkunft und Anbau

Schon am klangvollen Namen erkennt man, dass der Champignon aus Frankreich kommt. Er entstand durch puren Zufall in der Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Kompost eines Melonenzüchters. Der fruchtige Abfall bot die idealen Bedingungen für den Champignon, der es feucht liebt. Ein paar Jahre später kam die erste Zuchtsorte, der "Pariser Pilz", auf den Markt.

Heute gehören Champignons zu den beliebtesten Speisepilzen überhaupt - wegen ihres milden Geschmacks, ihrer vielen Zubereitungsmöglichkeiten und ihrer regionalen und saisonalen Verfügbarkeit. Pro Kopf landen bei den Deutschen jährlich etwa drei Kilogramm Champignons auf dem Teller. Ich glaube, meine Familie treibt diese Statistik in die Höhe, denn bei uns stecken die feinen Speisepilze gefühlt in jedem zweiten Gericht!

Champignons selbst anbauen

In der herkömmlichen Industrie werden Champignons in besonderen Tunneln mit Klimakontrolle gezüchtet. Weil sie innerhalb von wenigen Wochen reifen und leicht zu ernten sind, können sie im Vergleich zu anderen Speisepilzen recht günstig angeboten werden. Wegen des geschlossenen Anbaus und der Ernte per Hand kommt in der Regel sehr hochwertige Ware ohne Schädlinge in den Verkauf.

Man kann Champignons aber auch selbst anbauen. Das geht zum Beispiel im Keller, auf dem Fensterbrett oder dem Balkon. Es gibt fertige Sets* aus Substrat und Pilzbrut, diese setzt man einfach auf eine organische Substanz wie Holzpellets, Gips, Karton oder dergleichen. Wichtig: Das Grundmaterial muss leblos sein - also keine Erde verwenden, weil darin oft Bakterien oder fremde Pilze enthalten sind, die die Champignons bekämpfen.

Braun oder weiß?

Bei den Sorten wird zwischen weißen und braunen Champignons unterschieden. Sie sind meist 3-4 cm groß und haben braune Lamellen. Während weiße Champignons sehr mild sind, schmecken braune Champignons intensiver und leicht nussig.

Ich ziehe braune Champignons vor, weil sie etwas weniger Wasser enthalten und sich beim Garen nicht so stark zusammenziehen. Das ist ein wichtiger Punkt bei vielen Gerichten, beispielsweise auch bei meinen Champignons mit Knoblauchsoße. Damit diese wie vom Weihnachtsmarkt aussehen und schmecken, sollten sie beim Braten nicht allzu klein werden.

Neben den weißen und braunen Champignons gibt es Mini- und Riesen-Champignons. Die einen werden früh geerntet und daher nur bis zu 2 cm groß. Die anderen erreichen stattliche 12 cm Durchmesser und können prima gefüllt oder überbacken werden. Die braune Version der Riesen-Champignons heißt Portobello-Pilz.

Oder lieber bio?

Champignons wachsen in abgeriegelten Tunneln, deren Klima von Computern gesteuert wird. Durch diese technische Überwachung sind chemische Zusätze wie Schädlingsbekämpfer nicht notwendig. Ich rate zwar in den meisten Fällen zum Kauf von Bio-Produkten, aber beim Champignon ist dies tatsächlich nicht zwingend nötig.

Champignons richtig putzen und lagern:

Champignons verderben schnell. Wenn du sie verpackt gekauft hast, solltest du alle Folien entfernen und die Pilze ungewaschen in eine mit Küchenkrepp ausgelegte Schale füllen und in den Kühlschrank stellen. Das Papier saugt Feuchtigkeit auf und verhindert Schimmelbildung. Im Kühlschrank halten Champignons bis zu drei Tage.

Putzen solltest du die Pilze erst vor der Verwendung. Wichtig: Nicht waschen, denn Champignons saugen schnell Wasser auf und werden matschig. Lieber ein Küchentuch oder einen Pinsel verwenden, um Schmutz entfernen. Den Strunk und sonstige Stellen abschneiden.

Was macht Champignons so gesund?

Ob mini oder maxi - Champignons sind lecker und gesund. Sie enthalten zum Beispiel die Vitamine D, B2, Biotin und Niacin sowie die Mineralien Kalium, Eisen, Kupfer, Selen und Phosphor. Gemeinsam mit dem hohen Eiweißgehalt sind Champignons gut für gesunde Haare, schöne Haut und starke Zellen. Der Kaloriengehalt fällt mit 15 kcal pro 100 g kaum ins Gewicht.

Obwohl Champignons kein Licht zum Wachsen benötigen, versorgen sie uns wie die Sonne mit dem Provitamin D, das im Körper zu Vitamin D umgewandelt wird und für gesunde Knochen wichtig ist. Nur wer genügend Vitamin D gespeichert hat, kann andere Stoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor aufnehmen und verwerten. Aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften gehören Champignons auf jeden ausgewogenen Speiseplan, ganz besonders aber auf den von Kindern.

Champignon ist gesund für Kinder

Champignons sind ein Superfood für Kinder, denn die Pilze…

  • machen gute Laune
  • stärken die Muskeln und Nerven
  • liefern wertvolles Eiweiß
  • enthalten wichtige Mineralstoffe
  • sind kalorienarm und tun der Figur gut
  • sind regional und haben eine gute CO2-Bilanz

Champignons als Fleischersatz

Ob als würzige Pilzpfanne mit Kräuterdip, gefüllt und überbacken, als Ofengemüse, Pilz-Risotto oder Pasta-Sauce - Champignons spielen in vielen Gerichten eine Rolle. Bemerkenswert finde ich, dass sie oft die Hauptrolle übernehmen und vielfach sogar Fleisch ersetzen. So kann man eine köstliche Bolognese aus gehackten Champignons, getrockneten Tomaten, Zwiebeln und Walnüssen herstellen, die keinerlei Hackfleisch vermissen lässt!

Champignons sind kalorienarm und fast fettfrei, weshalb sie sich für alle eignen, die auf ihre Figur achten wollen. Aufgrund des geringen Anteils an Kohlenhydraten sind sie außerdem für die Low Carb-Küche geeignet.

Darf man Champignons roh essen?

Grundsätzlich gehören Champignons zu den wenigen Pilzsorten, die man auch roh essen kann. Allerdings sind sie dann schwer verdaulich und Menschen mit einem empfindlichen Magen reagieren manchmal mit Beschwerden. Bis zu 100 g vertragen die meisten problemlos. Größere Mengen sollten aber lieber gegart werden. Kleinkinder unter zwei Jahren sollten gar keine rohen Champignons essen.

Ab wann dürfen Babys Champignons essen?

So gesund Pilze für größere Kinder und Erwachsene sind, so wenig eignen sie sich für Babys. Erst ab dem ersten Lebensjahr, wenn das Verdauungssystem besser entwickelt ist, können Kleinkinder Champignons probieren. Dafür solltest du die Pilze gründlich putzen, klein schneiden und garen.

Lieblingsrezepte mit Champignons

Champignon Rezepte



© familienkost.de

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