M - wie Möhren

Möhren – der Klassiker der Küche für Kinder



… oder Mohrrübe, Rübli oder Karotte. Das knackige Wurzelgemüse aus dem Erdreich gehört schon seit Jahrhunderten zur Heimatküche der Deutschen. Neben seinem lieblichen Geschmack, viel Biss und der leuchtend orangen Farbe, punktet das Gemüse mit reichlich gesunden Nährstoffen. Was genau die Möhre so vorteilhaft für unsere Ernährung und speziell die Speisen unserer Kinder macht, erfährst du in diesem Beitrag.



Wo kommt die Möhre her?

Die ursprüngliche Herkunft der Möhre ist bis heute unbekannt, obwohl die Rübe zu den ältesten Gemüsesorten der Welt gehört. Wildformen konnten aber bis nach Südeuropa und Asien zurückverfolgt werden. Außerdem fanden Forscher in über 3.000 Jahre alten Siedlungen in der Schweiz Reste eines gekochten Eintopfes mit Möhren. Mindestens so lange also verzehrt der Mensch schon Möhren.

Überraschend finde ich, dass die wilden Karotten gar nicht orange waren, sondern eigentlich rot, violett oder schwarz. Die orange Möhre, wie wir sie heute kennen, ist das Ergebnis von niederländischen Landwirten, welche die mitteleuropäische Gartenmöhre und die mediterrane Riesenmöhre im 19. Jahrhundert miteinander kreuzten.

Wann haben Möhren Saison?

Die Möhre ist eine einjährige Pflanze, die jedes Jahr neu ausgesät werden muss. Bei uns in Deutschland passiert das im Frühjahr von März bis April. So kommt die Möhre von Juni bis November zur Ernte. Weil das gesunde Gemüse aber gut zu lagern ist, kann man Karotten das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen.

Welche Sorten gibt es?

Je nach Jahreszeit unterscheidet sich das Angebot an Möhrensorten. Im Frühjahr und Sommer erhalten wir vornehmlich die jungen Bundmöhren. Sie sind recht schmal, haben eine zarte Schale, einen besonders leckeren süßlichen Geschmack und Grünzeug am Schaft.

Die sogenannten Waschmöhren kommen im Spätsommer hinzu. Sie gibt es bis in den Herbst hinein. Waschmöhren werden vor dem Verkauf industriell gewaschen und sind gröber. Sie findet man häufig bereits in Plastikschalen verpackt.

Ab dem Übergang von Herbst zu Winter besteht das Möhrenangebot zumeist aus den sehr lagerfähigen Wintermöhren. Diese Sorte ist eher kegelförmig.

Die Qualität von Möhren erkennt man am Kern. Ist dieser schmal und hell, handelt es sich um eine hochwertige Möhre mit viel Geschmack.

Warum sind Möhren gesund für Kinder?

Provitamin A, Folsäure, Kalium, Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer, Schwefel und Pektin - das sind nur einige der vielen gesunden Inhaltsstoffe der Möhre. Aufgrund ihrer günstigen Zusammensetzung gehört sie zu den wertvollsten Gemüsearten überhaupt.

Es ist beachtlich, wie viele Beschwerden und Krankheiten die Mohrrübe lindern kann. Das in Karotten enthaltene Beta-Carotin wird im Körper teilweise in Vitamin A umgewandelt, das essentiell für unsere Augengesundheit und speziell die Sehkraft in der Dunkelheit verantwortlich ist. Die Möhre hat von allen Gemüsesorten den höchsten Gehalt an Beta-Carotin!

Sekundäre Pflanzenstoffe bedingen ein funktionierendes Verdauungssystem und können Durchfall oder Verstopfung entgegenwirken. Weil die enthaltenen Ballaststoffe langanhaltend sättigen und zugleich viel Energie spenden, sind Möhren ein guter Snack für müde Nachmittage. Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass Karotten effektiv gegen chronische Müdigkeit, Anämie und Immunschwäche wirken.

Möhren sind gesund

Roh sind Möhren besonders gesund. Dann verhindern sie die Aktivität von Salmonellen und senken das Risiko, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken. Allerdings kann der Körper rohe Karotten nur schwer verdauen. Leichter wird es, wenn die Wurzeln gekocht sind. Durch den Garvorgang quellen die Zellwände der Möhren auf, wodurch sich die sekundären Pflanzenstoffe besser lösen.

Tipp: Immer etwas Öl hinzugeben
Damit das Beta-Carotin der Karotte in Vitamin A umgewandelt werden kann, muss eine kleine Menge pflanzliches Fett dazu gegessen werden. Schon ein Tropfen Sonnenblumenöl, ein Spritzer Sahne oder etwas Käse reichen dafür aus.

Karottensaft – besonders gesund für Kinder

Durch seine wichtigen Inhaltsstoffe ist der Saft der Möhre besonders wertvoll für kleine Kinder. Der knallorange Saft wirkt der Fettablagerung in den Arterien entgegen, stärkt das Immunsystem und verhindert eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut. Das Auftragen von Karottensaft auf die Haut lindert zudem Ekzeme und Akne.

Möhrensuppe als Hausmittel bei Durchfall

Hast du schon mal von der "Morosuppe" gehört? Die Karottensuppe gilt als Geheimtipp unter den Hausmitteln gegen Durchfall bei Kindern, Erwachsenen und sogar Hunden. Dank dieser Suppe, die nach dem Kinderarzt Ernst Moro benannt ist, konnten zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Todesfälle aufgrund von Durchfallerkrankungen bei Kindern stark gesenkt werden. Ihre Prominenz verlor die Morosche Karottensuppe mit Einführung der Antibiotika. Dennoch ist sie heutzutage ein effektives und einfaches Hausmittel gegen Durchfall, das gute Dienste leistet, wenn Medikamente noch nicht nötig sind.

Die wichtigste Zutat der Morosuppe sind Karotten. Beim Kochen der Möhren über 90 Minuten bilden sich Zuckerstoffe, die der Struktur der Darmzotten ähnlich sind. Die Krankheitserreger legen sich an diese Zuckerstoffe und werden mit ihnen ausgeschieden. So kann sich der Körper erholen.

Tipps zur Lagerung von Karotten

Möhren mögen es kühl und dunkel. Daher sollten sie am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Außerdem empfehle ich Folgendes zur Lagerung:

  • Das Grün der Bundkarotten schneidest du am besten ab. Denn es entzieht dem Gemüse Flüssigkeit, wodurch die Rüben schneller verderben.
  • Möhren solltest du nicht waschen, bevor du sie in den Kühlschrank legst, denn sonst werden sie braun.
  • Folienverpackungen entfernst du besser. Sie fördern Feuchtigkeits- und Schimmelbildung.

Vielseitiger Geschmack

Süß oder herzhaft? Beides geht mit der Möhre! Roh schmeckt das orange Gemüse zum Beispiel als Möhrenraspel im Salat, gekocht als Gemüsebeilage, püriert als Suppe oder gepresst als Karottensaft. Und natürlich geht es auch süß: als fruchtige Möhrenmarmelade, fluffige Möhrenmuffins oder klassische Rüblitorte.

Möhren und Beikost

Möhrenbrei ist für viele Babys der beste Einstieg in die Beikost. Da das Gemüse jedoch leicht zu Verstopfung führen kann, empfehle ich dir, etwas Apfel in den Möhrenbrei zu geben. Der Apfel fördert die Verdauung, enthält wichtiges Vitamin C und ist zudem bereits für die Allerkleinsten gut verträglich. Als Rezept kann ich dir meinen Möhrenbrei für Anfänger empfehlen.

Mein Lieblingsrezept mit Möhren

Frischer Möhrensalat ist der Klassiker unter den Beilagensalaten und einfach lecker. Besonders beliebt ist er bei uns mit Apfel und Zitronensaft – so hat ihn schon meine Oma in der DDR gemacht. Die Süße des Apfels sorgt in der Karottenrohkost dafür, dass kein zusätzlicher Zucker nötig ist. Zitronensaft hält die Farbe frisch und bringt eine Extraportion Vitamin C mit.

Möhren sind Rezepte

Rezepte: So lieben Kinder Möhren!



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