GranolaGranola selber machen – rasend schnelles Rezept
Als Familien-Ernährungsberaterin gehöre ich ganz klar zum Team Granola selber machen. So kommen nur gute Zutaten rein, die man selbst ausgewählt hat. Du kannst das Grundrezept als eine Art Leinwand sehen, die du ganz nach deinem Geschmack gestalten kannst. Füge dafür einfach deine Lieblingsnüsse oder anderen Knabberkram, wie Trockenfrüchte, hinzu. Außerdem kannst du hier auch gesunde Zutaten wie Chiasamen oder Kürbiskerne untermischen, die Kinder pur vielleicht eher skeptisch beäugen würden, aber die hier drin versteckt gerne weggeknuspert werden. Unter dem Granola Rezept findest du einen Zutaten-Baukasten, an dem du dich dafür einfach bedienen kannst.
Worauf es bei der Zubereitung ankommt? Dass du eine flüssige Süße und flüssiges Fett verwendest, denn das ist quasi der natürliche Klebstoff, der die Zutaten zusammenhält. So entstehen auch die typischen Knusperstückchen. Das Ergebnis ist der Kracher – im wahrsten Sinne. Geld kannst du auch noch sparen, wenn du dir mein Rezept schnappst. Denn die Fertigmischungen aus dem Supermarkt sind oft recht teuer. Noch teurer ist Homemade Granola, das zahlreiche Cafés in Großstädten mittlerweile zubereiten und anbieten. Meist ist das Ganze zwar hübsch verpackt und enthält gute Zutaten, aber ein Beutelchen kostet locker mal 6 bis 8 Euro. Puh, das würde ganz schön ins Geld gehen, wenn ich damit meine fünfköpfige Familie versorgen müsste.
Denn bei meiner Familie landet das Knuspermüsli häufig mal morgens als Topping auf Joghurt und Quark. Manchmal kommt es auch mit saisonalem Obst in eine Schüssel mit Kuhmilch oder Hafermilch und wird dann einfach so weggelöffelt. Wir nehmen dafür das Obst, das die Natur oder unser Garten gerade hergibt: Heidelbeeren, Erdbeeren, Äpfel oder Pflaumen.
So, jetzt geht’s erstmal los mit der Anleitung für ein schnelles und einfaches Granola. Darunter findest du Zubereitungs-Tipps, Infos zur Aufbewahrung und Haltbarkeit sowie den Baukasten für Zutaten. Falls du selbst nicht so experimentierfreudig bist, habe ich dir auch passende Rezepte verlinkt. Falls du es verschenken möchtest, scrolle auch unbedingt mal nach unten für ein paar Tricks.
Zutaten für 25 Portionen
- 150 g Mandeln (mit Haut)
- 350 g Haferflocken (kernige)
- 2 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- 80 g Kokosöl
- 120 ml Ahornsirup
Zubereitung:
- Heize den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor. Lege ein Blech mit Backpapier aus.
- Hacke die Mandeln grob. Mische sie mit den Haferflocken, Zimt und Salz in einer Schüssel.
- Schmelze das Kokosöl bei schwacher Hitze in einem Topf und rühre es mit dem Ahornsirup unter die Haferflocken-Mischung. Verteile alles gleichmäßig auf dem Blech.
- Backe das Granola für 15-20 Minuten. Rühre es dabei nach 10 Minuten einmal um, damit es rundherum Farbe bekommt Nimm das Blech aus dem Ofen und lass das Granola vollständig auskühlen, bevor du es umfüllst. Erst dabei wird es so richtig schön knusprig.


Locker-flockige Tipps für ein großartiges Granola
- Gut vorbereitet starten: Bevor es losgeht, heize ich den Ofen vor und belege mein Backblech mit Backpapier. So musst du das Backblech später nicht schrubben.
- Erst die trockenen Zutaten vorbereiten: Für das Granola hacke ich die Mandeln grob und mische sie mit Haferflocken, Zimt und einer Prise Salz in einer Rührschüssel.
- Dann weitermachen mit den flüssigen Zutaten: In einem kleinen Topf lasse ich das Kokosöl bei schwacher Hitze schmelzen und gieße es dann zusammen mit dem Ahornsirup über die trockenen Zutaten.
- Alles zusammenbringen: Jetzt heißt es, alles richtig gut vermengen, bis jede Haferflocke und jede Mandel etwas von dem natürlichen „Klebstoff” aus Ahornsirup und Kokosöl abbekommen hat.
- Ab aufs Blech: Die Mischung wird dann auf das vorbereitete (also mit Backpapier ausgelegte) Backblech verteilt. Achte darauf, dass es schön flach liegt, damit alles gleichmäßig bräunen kann.
- Mein Timer-Trick: Damit nichts verbrennt und alles gleichmäßig knusprig wird, stelle ich mir einen Timer auf 10 Minuten. Dann rühre ich das Granola gründlich um und stelle mir einen neuen Timer auf 5 Minuten. Dann schaue ich nach: Ist es schon goldbraun? Wenn nicht, gebe ich dem Ganzen noch ein paar Minütchen unter Beobachtung. Insgesamt braucht es nämlich 15 bis 20 Minuten Backzeit, je nachdem, wie viel Power dein Ofen hat.
- Wann ist das Granola fertig? Vertrau deinen Augen! Sobald es eine goldbraune Farbe hat, muss es raus. Bleibt es zu lange drin, können die Zutaten verbrennen und bitter werden und das wollen wir ja nicht.
- Geduld beim Abkühlen! Jetzt kommt der schwerste Teil: das Warten. Denn es riecht so lecker, dass man sofort losknuspern möchte. Lass es jedoch erst vollständig auf dem Blech auskühlen. Denn erst durch das Abkühlen bekommt es den „Crunch”, den wir so lieben.
- Gut verpacken: Erst wenn es wirklich komplett abgekühlt ist, fülle ich es ab. Wird es noch warm abgefüllt, kann sich Feuchtigkeit im Behälter bilden. Apropos Behälter: Am besten nimmst du ein großes Schraubglas oder eine Vorratsdose mit Deckel, damit du alles luftdicht verpacken kannst.
Der große Granola Baukasten: Wähle deine Lieblingszutaten aus und wandele es ab!
Das Schöne am Selbermachen ist ja, dass du genau die Zutaten ins Granola reinmischen kannst, die dir und deiner Familie am besten schmecken. Dafür habe ich dir einen kleinen Baukasten mit gesunden Zutaten erstellt. Daran kannst du dich ganz frei bedienen und ein bisschen herumexperimentieren.- Haferflocken als Basis: Ich nehme kernige Haferflocken, weil die beim Backen, wie der Name schon sagt, schön kernig bleiben und Biss reinbringen. Du kannst sie aber auch komplett oder nur zu einem Teil durch zarte Haferflocken ersetzen.
- Die Kernkompetenz: In meinem Granola Rezept verwende ich Mandeln mit Haut, die ich grob hacke. Du kannst aber auch deine Lieblingsnüsse nehmen. Walnüsse liefern gute Omega-3-Fettsäuren. Pekannüsse bringen eine feine, buttrig-karamellige Note mit, die toll zu Ahornsirup passt. Und auch Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne sind super Lieferanten für gesunde Fette.
- Samen-Power: Leinsamen oder Chiasamen sind echte Superfoods. Sie enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, bringen B-Vitamine mit und sind proteinreich. Außerdem sind sie tolle Ballaststoffquellen. Auch Sesam hat eine hohe Nährstoffdichte und macht sich super im Granola. Wähle etwas aus und gib es zu den trockenen Zutaten hinzu.
- Das passende Öl: Ich nehme meistens Kokosöl für den Geschmack. Wenn du das nicht magst, funktionieren auch andere hitzebeständige pflanzliche Öle wie mildes Sonnenblumenöl oder Rapsöl.
- Süße Grüße: Für eine natürliche Süße schnappe ich mir am liebsten Ahornsirup, weil er eine tolle Karamellnote mitbringt. Aber auch Honig, Agavendicksaft oder Dattelsirup sind natürliche Süßungsmittel, die du wunderbar verwenden kannst.
- Gewürze nach Geschmack: Bei mir gehören eine Prise Salz und Zimt dazu. Wenn du auf die Kombi aus süß und salzig stehst, greif gerne zu Meersalzflocken. Zur Weihnachtszeit passt Spekulatiusgewürz richtig gut und im Herbst kannst du auch ein Pumpkin Spice Gewürz hinzugeben. Was auch immer geht und vielen schmeckt: Vanille.
- Noch ein paar Extras on top! Auch getrocknete Früchte (wie Rosinen, Cranberrys, Aprikosen), Schokodrops, Kakao Nibs oder gepufftes Quinoa sind ein tolles Upgrade für dein Granola. Achtung, hier ist allerdings das Timing wichtig! Diese Zutaten solltest du erst nach dem Backen unterrühren. Eine Ausnahme sind Kokoschips. Die streut man idealerweise etwa 5 Minuten vor Ende der Backzeit über die Knuspermüsli-Mischung. So werden sie leicht gebräunt und entwickeln ein richtig leckeres Röstaroma.
Für dich vorbereitet: 5 besondere Mischungen zum Nachmachen
Dir fehlt gerade die Zeit, selbst eine besondere Mischung zu kreieren? Kein Problem, das habe ich schon für dich übernommen. Hier findest du fix und fertige Rezepte. Alles, was du tun musst? Dich für eins entscheiden und es nachmachen.- Knusper-Nuss-Granola: Nuss-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, weil neben Mandeln noch deine Lieblingsnüsse mit reinhüpfen dürfen.
- Weihnachtsgranola: Aus Haferflocken, Mandeln, Haselnüssen, Spekulatiusgewürz und fruchtigen Cranberrys kannst du eine Weihnachtsversion zubereiten. Die natürliche Süße kommt hier vom Honig.
- Schoko-Granola: Für alle Schokoholics ist die Variante mit Haferflocken, Kakaopulver, Kakaonibs und echter Vanille eine süße Idee.
- Chia-Kokos-Granola : Mit Haferflocken, Nüssen, Kokoschips, Mandeln und Chiasamen kannst du eine Abwandlung zubereiten, die coco-loco-lecker ist.
- Kirsch-Bananen-Granola : Das Besondere an dieser Variante: Die natürliche Süße kommt von pürierten Bananen.
Richtig verpackt: Alles zur Aufbewahrung und Haltbarkeit von deinem Knuspermüsli
Wenn du das Granola nach meinem Grundrezept zubereitest, hält es sich luftdicht verpackt etwa 2 bis 3 Wochen.Wichtig ist, dass du es in ein Glas mit Schraubdeckel oder eine gut schließende Dose füllst. Achte darauf, dass es komplett ausgekühlt ist, bevor du den Deckel draufschraubst. Jedes bisschen Restwärme sorgt für Feuchtigkeit. Und Feuchtigkeit ist der natürliche Feind von Knusprigkeit.
Bewahre dein luftdicht verpacktes Granola am besten an einem trockenen, dunklen Ort. Damit meine ich nicht den Kühlschrank, sondern eher einen Küchenschrank – der sollte allerdings nicht über dem Herd sein. Denn dort kann Dampf vom Kochen hochziehen und für Hitze sorgen.
Womit süßt du dein Granola am liebsten?



- Ahornsirup
- Honig
- Agavendicksaft
- Was ganz anderes
So wurde abgestimmt
Gesamtanzahl der Stimmen 7

57%
29%
14%
0%
Eine süße Idee: Granola als Geschenk aus der Küche
Ich bereite das Granola nicht nur für uns zu, sondern liebe es auch als Geschenk aus der Küche. Oft ist man irgendwo eingeladen und fragt sich: „Was bringe ich bloß mit?” Etwas Selbstgemachtes zum Aufessen finde ich da immer eine gute Idee.Ich fülle das Knuspermüsli dafür einfach in ein hübsches Vorratsglas, binde eine schöne Schleife drum und klebe ein handgeschriebenes Etikett drauf. Vermerke dort auch unbedingt das Produktionsdatum. Das kann man übrigens auch wunderbar mit selbstgemachter Erdbeermarmelade oder selbstgemachtem Pflaumenkompott machen. Und auch meine Bruchschokolade kommt oft als Geschenk aus der Küche zum Einsatz.
Noch mehr Hits mit Haferflocken
Haferflocken sind für mich echte kleine Helden des Alltags. Sie sind nicht nur sehr lecker und vielseitig einsetzbar, sondern auch richtig gesund, wie Studien zeigen. Sie spielen in meiner Familienküche eine große Rolle, denn sie liefern wertvolle Ballaststoffe, reichlich Vitamine und Mineralstoffe und pflanzliches Eiweiß. Außerdem halten sie lange satt.Als Familien-Ernährungsberaterin bin ich davon total begeistert. Ich finde es wichtig, dass Kinder Haferflocken schon von klein auf kennenlernen sollten. Deshalb habe ich auch so viele Haferflocken Rezepte auf meinem Foodblog. Vom wärmenden Porridge über Baked Oats bis hin zum klassischen Bircher Müsli ist da alles dabei, um gesund und kraftvoll in den Tag zu starten. Auch Overnight Oats schmecken der ganzen Familie. Auf meinem Blog Breirezept.de habe ich auch ein Rezept für Overnight Oats für das Baby .
Bewertungen
Dann hinterlass mir eine Bewertung. Das ist wie ein digitales “Mmmh” und freut mich sehr.
Seit ich dein Granola entdeckt habe, steht immer ein volles Glas auf meinem Küchenschrank. Ich mache mir morgens immer einen Joghurt mit etwas Proteinpulver und dann 2-3 EL davon drauf. Manchmal noch eine Handvoll TK-Beeren. So bleibe ich bis mittags satt.
Sehr gut👍👍
Danke für das tolle Rezept, auch fürs Schoko Granola. Haben es für den Stand des Kindergartens am Adventsmarkt gemacht und es kam super an 😍
Herrlich! Die Kinder lieben es. Ich auch.
Hallo ihr Lieben, ich möchte das 1.Mal Granola zubereiten. In einem Tipp schreibt ihr, das die Leinsamen erst nach dem Backen dazu gegeben werden sollen, in einem Kalenderrezept soll ich sie mit backen. Welchen Unterschied macht das? Danke Simone
Super einfach und schnell gemacht! Schmeckt sooo gut!
Ich habe es jetzt mit Schokolade und auch mit Nüssen ausprobiert. Es ist beides total lecker und sehr zu empfehlen, sogar meinen Enkelkindern hat es geschmeckt...und das ist manchmal schwierig.
Vorsicht, das macht süchtig 😍
Wahnsinnig lecker!
Ich habe gestern das 1. Mal Granola selbstgemacht und werd nun nie wieder welches kaufen. Am liebsten hätte ich gleich alles pur vernascht, als es warm aus dem Ofen kam. Danke für die Idee!
Danke für die vielen tollen Ideen. Da werde ich viel ausprobieren
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