Hühnerfrikassee


huehnerfrikassee

Hühnerfrikassee – der kinderleichte Klassiker



Eines der Gerichte, die ich regelmäßig für meine Familie koche, ist Hühnerfrikassee. Diese schmackhafte Speise hat sich für uns schon oft bewährt, weil sie einfach zuzubereiten ist und zudem super lecker schmeckt. Meine drei Kinder lieben Hühnerfrikassee und meine Tochter gibt mir dafür explizit fünf von fünf Sternen!

In meinem Rezept zeige ich dir, wie du das kinderleichte Hühnerfrikassee selbst kochen kannst – nach klassischer Zubereitung und nach DDR-Tradition.

Woher stammt das Gericht „Frikassee“?

Die Bezeichnung „Frikassee“ kommt aus dem Französischen und bedeutet lose übersetzt „klein geschnittenes Fleisch in Soße“. In der langen Geschichte des Gerichtes hat sich dabei helles Fleisch – passend zur weißen Soße – durchgesetzt. Das Hühnerfrikassee ist noch spezifischer und enthält natürlich nur Hühnerfleisch.

Wie gesund ist Hühnerfrikassee?

Ich verwende für mein Hühnerfrikassee nur wenig Sahne und keinen Weißwein für die Soße, dafür viel Gemüse und hochwertiges Geflügelfleisch. So wird mein Gericht zu einem gesunden Sattmacher mit vielen Vitaminen aus dem Gemüse und Eiweiß aus dem Huhn.

Welches Fleisch eignet sich für Hühnerfrikassee?

Bei der Zubereitung von Hühnerfrikassee achte ich auf gutes Fleisch und verwende ein kleines Hühnchen oder ein Suppenhuhn. Letzteres ergibt meiner Meinung nach die beste Brühe. Und die sorgt schließlich für den typischen Geschmack des Frikassees!

Wenn du keine Zeit hast, das Fleisch eine ganze Stunde zu kochen, kannst du auch auf Hähnchenschenkel oder Hühnerbrustfilet zurückgreifen. Dann reduziert sich die Garzeit und dein Hühnerfrikassee wird zu einem schnellen Gericht für Groß und Klein.

Welches Gemüse gehört ins Hühnerfrikassee?

Weil das Hühnerfrikassee ein altes Gericht aus Europa ist, das schon seit Hunderten von Jahren zubereitet wird, kommen auch klassische Gemüsesorten hinein: Erbsen, Möhren und Spargel. So kenne ich das Hühnerfrikassee von meiner Oma.

Alternativ eignen sich aber auch Champignons oder kleine Pilzköpfe wunderbar. Wenn es bei mir schnell gehen muss, verwende ich gern eine Packung gemischtes Gemüse aus dem Tiefkühlfach.

So verleihst du deinem Hühnerfrikassee die Extra-Würze:

Ganz wichtig sind für meine Familie die Kapern. Sie geben einen besonderen Geschmack und verleihen dem Gericht Extra-Würze. Nicht selten kommt bei uns ein kleines Glas Kapern zum Frikassee auf den Tisch. So kann sich jeder bedienen und seinem Teller individuellen Geschmack verleihen.

Meine Oma hat das Hühnerfrikassee immer zu Weihnachten vorbereitet und zusätzlich kleine Fleischklößchen mit hinein gegeben, was auch sehr lecker ist.

K(l)eine Herausforderung: die Mehlschwitze

Das Schwierigste am Hühnerfrikassee ist für viele die Mehlschwitze, doch auch davor brauchst du keine Angst haben. Die Mischung aus Mehl, Butter und Hühnerbrühe gelingt, wenn du genauso viel Butter wie Mehl verwendest und die Brühe nur schlückchenweise und unter starkem Rühren angießt. Falls dabei doch ein paar Klümpchen entstehen, hilft dir der Pürierstab.

Kann ich Hühnerfrikassee auch vorbereiten?

Ja, das Gericht lässt sich prima vorkochen. Wenn du abends zum Beispiel nicht lange in der Küche stehen möchtest, kannst du das Hühnerfrikassee schon am Mittag vorbereiten und abends nur noch aufwärmen. Das Gericht schmeckt fast noch besser, wenn es etwas durchziehen und seinen vollen Geschmack entfalten konnte.

Das Rezept


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Zutaten für einen großen Topf:

  • 1 Huhn oder 700 g beliebiges Geflügelfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt und 2 Gewürzkörner (Piment)
  • Salz
  • 6 EL Butter
  • 6 EL Mehl
  • Zitronensaft
  • 1 Packung Leipziger Allerlei (Gemüsemischung aus Möhren, Erbsen, Spargel; alternativ eine kleine Tasse von jeder Sorte)
  • wer mag: kleine Champignons
  • 1 Eigelb
  • 100 ml Sahne

Arbeitszeit:ca. 25 Minuten
Kochzeit/Backzeit:ca. 70 Minuten
Gesamtzeit aktiv:ca. 95 Minuten

Hühnerfrikassee mit Erbsen, Möhren, Spargel und Reis

So bereitest du das Hühnerfrikassee zu:

  1. Gib das Huhn mit der geschälten Zwiebel, dem Lorbeerblatt und dem Piment in einen Topf, so dass es knapp bedeckt ist. Salze das Wasser ordentlich und lasse dein Huhn dann für ca. 1 Stunde köcheln.

    Verwendest du Putenbrustfilet o.ä. ist die Kochzeit natürlich bedeutend geringer - teste hierfür mit einem Messer, wann es gar ist.
  2. Wenn das Fleisch weich ist, nimmst du es aus der Brühe und lässt es abkühlen. Löse das Fleisch dann vom Knochen schneide es in mundgerechte Stücke.
  3. Nun nimmst du dir einen zweiten Topf, zerlässt darin die Butter und rührst dann das Mehl kräftig ein.
  4. Lösche die Mehlschwitze mit der Hühnerbrühe ab. Gib sie dabei schlückchenweise zu und rühre immer gut um, so dass sich keine Klümpchen bilden. Wie viel Brühe du zugibst, hängt von deiner gewünschten Konsistenz ab. Meine Kinder mögen gern viel Sauce, so dass ich recht viel dazu gebe.
  5. Schmecke die Sauce dann kräftig mit Salz, Zitronensaft und eventuell etwas Zucker ab. Einige Köche geben auch ein paar Spritzer Worcestersauce hinzu.
  6. Gib nun die Erbsen, Möhren und den Spargel sowie eventuell Pilze hinzu und lass sie für 5-10 Minuten köcheln.
  7. Dann kommt das Hühnerfleisch in die Sauce und wer mag, gibt jetzt auch Kapern hinzu.
  8. Verrühre das Eigelb mit der Sahne, schalte das Frikassee aus und ziehe die Eiersahne unter das Hühnerfrikassee, das nun nicht mehr kochen sollte.


© familienkost.de

Welche Beilagen passen zu Hühnerfrikassee?

Typischerweise wird Hühnerfrikassee mit Reis serviert, es schmeckt aber auch mit Salzkartoffeln sehr gut. Vielleicht kennst du auch noch die kleinen Blätterteigpasteten, die Oma früher mit dem Frikassee gefüllt hat. Könnten wir eigentlich mal wieder machen.

Du möchtest Frikassee gern mal vegetarisch zubereiten? Dann schau dir doch mal mein Eierragout an.

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