E – wie Erdbeeren

Erdbeeren – gesunde Nascherei für Kinder


Denke ich an Erdbeeren, kommen mir sofort tausend Leckereien in den Sinn. Ich liebe die kleinen Früchtchen - aber nicht nur wegen ihres Geschmacks. Nein, auch weil sie facettenreich und spannend zubereitet werden können und zudem super gesund sind.

Wusstest du zum Beispiel, dass die rote Sommerfrucht mehr Vitamin C liefert als die Orange? In diesem Beitrag sage ich dir, was noch in der Vitaminbombe steckt und wie du die Geschmacksvielfalt vollends auskosten kannst. Außerdem erfährst du, ob sich die Erdbeere als Beikost für dein Baby eignet und was du in dieser Zeit beachten solltest.



Geheimnisvolle Herkunft

Schon in der Steinzeit verzehrten unsere Vorfahren die wilde Version der heutigen Gartenerdbeere. Bis ins 17. Jahrhundert blieb die Frucht ein kleines Früchtchen und war kaum größer als ein Fünf-Cent-Stück. Erst vor etwa 300 Jahren gelang es niederländischen Gärtnern, heimische Wilderdbeeren mit importierten Sorten aus Amerika zu kreuzen und eine größere Frucht zu züchten. Das war aber keineswegs Absicht, sondern lediglich ein glücklicher Zufall.

Heute stammen deutsche Erdbeeren vor allem aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Es gibt viele verschiedene Sorten, die sich in Form, Farbe, Festigkeit, Reifezeit und natürlich Geschmack unterscheiden. Im Vergleich zu anderem Obst spielen die einzelnen Sorten der Erdbeere für uns als Verbraucher aber keine große Rolle und sind oft weder zu erkennen noch gekennzeichnet.

Ist die Erdbeere eine Frucht oder Nuss?

Erdbeeren sind botanisch gesehen keine Beeren, sondern Scheinfrüchte. Tatsächlich gehören sie zu den Sammelnussfrüchten und wachsen an Stauden. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die winzig kleinen Körner auf der Oberfläche des Fruchtfleisches. Sie werden Nüsschen genannt. Das leckere rote Fruchtfleisch ist eigentlich die verdickte Blüte, die erst im reifen Zustand rot und süß wird.

Saisonstart im Frühsommer

Für mich gehören Erdbeeren zum Sommer und das liegt natürlich auch daran, dass die Sammelnussfrucht genau dann Saison hat. Deutsche Erdbeeren gibt es von Mai bis Juli. Aus der nahen Umgebung schmecken sie mir persönlich am besten, weil sie dann frisch gepflückt sind und keine langen Transportwege hinter sich haben. Das ist wichtig, denn Erdbeeren sind sehr empfindlich und verderben leicht. Zudem verlieren die Früchte an Aroma, je mehr Zeit zwischen Ernte und Verzehr vergeht. Oft ist regionale Ernte auch weniger schadstoffbelastet.

Tipp: Viele Landwirte und Obsthöfe bieten Erdbeeren und andere Früchte zum Selbstpflücken an. Das ist nicht nur ein toller Ausflugstipp für Kinder. Als Mutter kannst du auch sicher sein, dass die Erdbeeren noch ihr volles Aroma und alle Vitamine haben.

Kleine Powerfrucht – so gesund sind Erdbeeren

Als ich das erste Mal gelesen habe, dass die kleine Erdbeere mehr Vitamin C liefert als eine große Orange, konnte ich es kaum glauben. 200 Gramm decken schon den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Das ist eine kleine Schale Erdbeeren, wie meine Kinder sie im Sommer ständig verputzen!

Die besondere Zusammensetzung von Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen macht die Erdbeere zum echten Superfood. Dabei kommt sie auf nur 32 Kalorien pro 100 Gramm.

Obwohl die Beere so süß schmeckt, enthält sie kaum Fruchtzucker. Dafür stecken in ihr viele Ballaststoffe, die eine gesunde Verdauung fördern, sowie große Mengen an Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer. Auch findet sich in Erdbeeren das natürliche Mineral Folat, das für Schwangere und stillende Mütter wichtig ist.

Erdbeeren sind gesund

Weitere gesundheitliche Vorteile von Erdbeeren:

  • Die kalorienarmen Erdbeeren können beim Abnehmen helfen.
  • Die vielen Ballaststoffe der Erdbeere sind gut für den Darm.
  • Die Salicylsäure der Erdbeere wirkt sich positiv auf das Hautbild aus und kann vor den UV-Strahlen der Sonne schützen.
  • Erdbeeren wirken antioxidativ und zellerneuernd, darum vermuten Forscher, dass sie vor Krebs schützen könnten.
  • Erdbeeren senken den Blutdruck und könnten deshalb positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System haben.

Tipps zur Lagerung

Erdbeeren sind sensible Früchte. Bereits ein paar Stunden nach der Ernte beginnen sie, ihr Aroma zu verlieren. Deshalb solltest du sie möglichst sofort verzehren.

Ungewaschen und abgedeckt kannst du die empfindlichen Sommerfrüchte bis zu zwei Tage im Kühlschrank lagern. Achte darauf, dass sie nebeneinander und nicht übereinander liegen, das verhindert Druckstellen. Beschädigte Früchte lieber entfernen, denn sonst schimmeln sie schnell.

Tipps zur Zubereitung

Erdbeeren solltest du erst direkt vor dem Genuss waschen – weil sie so sensibel sind lieber in einer Schüssel und nicht unter dem Wasserstrahl. Stiel und Blätter kannst du danach entfernen.

Meinen Kindern und mir schmecken die süßen Früchte am allerbesten frisch, zum Beispiel pur oder mit etwas Milch und Zucker oder Vanilleeis. Auch in Sommersalaten, im Müsli oder als Kuchenbelag eignen sie sich gut. Ebenso kannst du die Früchte einkochen und zu hausgemachter Erdbeer-Sauce oder Erdbeermarmelade verarbeiten.

Kinder lieben Erdbeeren

Und deswegen habe ich natürlich schon viele Snacks und Leckereien mit Erdbeeren in meiner Familienküche hergestellt. Meine kleine Tochter liebt zum Beispiel gefriergetrocknete Erdbeeren. Als ich ihren ersten Geburtstag vorbereitete, habe ich die Trockenfrüchte kurzerhand in leckeren Muffins verbacken. Was soll ich sagen... Die Idee war genial!

Gefriergetrocknete Erdbeeren haben den Vorteil, dass sie lange haltbar sind und genauso viele Nährstoffe wie ihre frischen Vertreter bieten. Es handelt sich um die reine Frucht in Bio-Qualität.

Erdbeeren und Beikost

Wilde Erdbeeren gehörten schon vor Jahrtausenden zum Speiseplan der Menschen. Deshalb hat sich unser Verdauungssystem gut an die Sammelnussfrucht angepasst. So kannst du sie ganz beruhigt auch deinem Baby anbieten.

Ich empfehle die Gabe von frischen Erdbeeren ab dem achten bis zehnten Lebensmonat. Je nach Größe der Frucht kannst du sie am Stück anbieten oder auch etwas kleiner schneiden. Kombinierst du sie zu Beginn mit etwas Banane wie in meinem Erdbeeren-Bananen-Brei, so mildert das die Fruchtsäure.

Vorsicht bei seltener Erdbeer-Allergie

Die kleinen Pünktchen auf der Erdbeere heißen zwar Nüsschen, dennoch hat die Scheinfrucht nichts mit Nüssen gemein. Trotzdem können Erdbeeren zu einer Allergie führen. Das könnte vor allem der Fall sein, wenn in der Familie Allergien gegen bestimmte Lebensmittel vorliegen. Dann solltest du die Einführung von Erdbeeren in die Beikost deines Babys vorher mit einem Kinderarzt besprechen. Ich kann dich aber beruhigen: Eine Allergie gegen Erdbeeren ist extrem selten.

Lieblingsrezepte mit Erdbeeren

Lieblingsrezepte mit Erdbeeren



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