Z - wie Zucchini

Zucchini für Kinder


An lauen Sommerabenden, wenn wir keine Lust haben, den Grill anzuschmeißen, koche ich gerne meine leichte Zucchini-Pfanne mit viel frischem Gemüse. Je nachdem, was ich an Extra-Zutaten in das Gericht gebe, schmeckt es mild, fruchtig oder mediterran. Die Hauptzutat ist jedoch die Zucchini, die es im Sommer auch regional aus nächster Nähe gibt. Sie gehört nicht nur zu meinen Lieblingsgemüsen, sondern ich habe sie auch immer im Haus.

Zucchini sind super vielseitig und schmecken der ganzen Familie. Außerdem sind die grünen Stangen im Vergleich zu vielen anderen Gemüsearten kostengünstig. Darüber hinaus punkten Zucchini mit vielen Nährstoffen und einem hohen Wassergehalt bei nur wenigen Kalorien - perfekt also für alle, die sich figurbewusst oder kohlenhydratarm ernähren möchten.

Nun fragst du dich bestimmt, wie ich Zucchini am liebsten zubereite und wie ich sie meinen Kindern schmackhaft mache. Das erzähle ich dir gern! Außerdem warten ein paar wissenswerte Fakten über die Zucchini sowie Tipps zur Zubereitung in diesem Artikel auf dich.


Wusstest du, dass die Zucchini zu den Kürbissen gehört?

Ich hatte lange keine Ahnung. Wenn man sich die Zucchini aber mal genau anschaut, erkennt man einige Ähnlichkeiten zu Kürbissorten, zum Beispiel bei der Schale oder dem Fruchtfleisch. So ist es nicht verwunderlich, dass die grüne Zucchini, die es übrigens auch in gelb und hellgrün bis fast weiß gibt, ihren Ursprung im mediterranen Italien hat. Hier ist das Klima mild und Kürbisse und andere Gemüsesorten gedeihen besonders gut - auch die Zucchini. Sie wird seit dem 17. Jahrhundert im Mittelmeerraum kultiviert.

"Zucca" ist italienisch und bedeutet Kürbis. „Zucchini“ ist die Mehrzahl sowie zugleich die Verniedlichungsform und bedeutet soviel wie "kleine Kürbisse". In der deutschen Sprache hat es sich eingebürgert, den Plural auch für die einzelne Frucht zu verwenden. So ist das schöne Wort Zucchini entstanden.

Was braucht die Zucchini zum Wachsen und wann hat sie Saison?

Ich bin ein Glückspilz, denn ich habe zwei prächtige Zucchini-Pflanzen in meinem Garten. Jedes Jahr zwischen Juni und Oktober wachsen daran herrliche Zucchini. Beim Anbau kann man gar nicht so viel falsch machen. Lediglich einen lockeren Boden und ausreichend Wasser braucht die Zucchini. Man kann sie im Boden oder in einem Hochbeet anbauen. Da Zucchini dennoch empfindlich sind und keinen Frost vertragen, empfehle ich die Aussaat nicht vor den Eisheiligen Mitte Mai. Wann eine Zucchini reif ist, erkennt man an der Größe des Gemüses. Wenn die Frucht 15 bis 20 Zentimeter lang ist, schmeckt sie perfekt. Wird sie viel größer verliert sie entweder an Geschmack oder wird holzig.

Während meine Zucchini-Pflanzen spätestens im Oktober abgeerntet sind, gibt es das Gemüse das ganze Jahr als Importware. Dann stammt es aus den warmen Ländern Amerikas oder Europas. Wenn ich Zucchini im Supermarkt kaufe, versuche ich Früchte aus Spanien oder Italien zu wählen, die einen nicht ganz so langen Transportweg haben.

Was macht die Zucchini so gesund?

Ähnlich wie die Gurke, hat auch die Zucchini einen enorm hohen Wassergehalt. Darin verstecken sich wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, das wichtig für die Knochen ist, sowie das Spurenelement Eisen, das für die Blutbildung in unserem Körper benötigt wird. Außerdem enthält die Zucchini Beta-Carotin, das eine Vorstufe von Vitamin A ist und die Gesundheit der Augen bedingt.

Weitere gesunde Inhaltsstoffe der Zucchini sind:
  • Phosphor
  • Zink
  • Mangan
  • die Vitamine B1, B2 und B6
  • Vitamin C


Zucchini sind gesund

Bei dieser hohen Nährstoffkonzentration bleibt der Kaloriengehalt der Frucht schlank: Nur 18 Kalorien kommen auf 100 Gramm Zucchini! Deshalb ist sie ein heimisches Superfood für figurbewusste Menschen geworden, die gern ein paar Kilos verlieren möchten, und spielt auch in der Low Carb-Ernährung eine große Rolle.

Zoodles – Low Carb-Pasta aus Zucchini

Zucchini ergeben die leckersten Nudeln ohne Kohlenhydrate. Oder kannst du dir etwas Besseres als gesunde Low Carb-Spaghetti aus 100 Prozent Gemüse vorstellen, die zu jeder Sauce passen? Ich nicht! Deswegen koche ich die "Zoodles" zur Zucchini-Zeit auch so oft wie möglich. Mein liebstes Gericht sind diese Zucchini-Nudeln mit Thunfisch-Sauce.

Für die Zoodles verwendest du rohe Zucchini, die du mit einem einfachen Hand-Spiralschneider* in Form bringst. Gekocht werden die Zucchini-Nudeln dann maximal zwei Minuten – nicht länger, sonst sind sie zu weich. Alternativ kannst du sie auf einfach in der heißen Sauce ziehen lassen. Das spart dann auch noch zusätzliches Geschirr!

Familienfreundlich werden Zoodles, wenn du ein paar echte Nudeln mitkochst. Denn eine reine Low Carb-Ernährung ist für Kinder nicht geeignet. Willst du mehr dazu wissen? Dann schau dir gern meinen Bericht über die kohlenhydratarme Ernährungsweise an.

Darf man Zucchini roh essen?

In meiner Küche wird die Zucchini meist gekocht, gebacken oder gebraten. Man kann sie aber auch roh essen. Schmeckt sie allerdings bitter oder ist das Fleisch weich und matschig, sollte man sie nicht verzehren. Denn die in der Zucchini enthaltenen Curcurbitacine können heftige Bauchschmerzen verursachen.

So lieben Kinder Zucchini

Zucchini Rezepte für die Familie

Geschmacklich ist die Zucchini eher neutral und mild, weshalb sie sich aber prima an andere Aromen anpasst. Roh eignet sie sich als Fingerfood oder Salat. Meine Kinder lieben sie als fruchtiges Ratatouille mit Tomaten und Paprika oder als überbackene Zucchini-Pizza. Weitere beliebte Varianten für Kinder sind herzhafte Aufläufe und Eintöpfe, mit Hackfleisch gefüllte Zucchini oder Zucchinisuppe.

Manchmal merken meine Kids gar nicht, dass sie Zucchini essen. In Frikadellen verstecke ich neuerdings zum Beispiel eine ordentliche Portion Zucchini-Raspel, weil meine kleine Tochter aktuell kaum Gemüse isst. So kann ich ihr ein paar Vitamine untermogeln. Das Feedback zum Rezept fiel positiv aus: "Mama, das sind die besten Frikadellen die du je gemacht hast." Da lacht mein Herz!

Zucchini-Snacks für unterwegs

Wenn ich eine Brotdose für den Kindergarten oder die Schule packe, lege ich gern einen Zucchini-Snack hinein. Dazu eignen sich zum Beispiel meine Frikadellen, welche die Kinder auch prima kalt essen können, sowie herzhafte Waffeln aus Zucchini und Käse oder Zucchinipuffer. Auch mein Low Carb-Zucchinibrot ist immer gern gesehen, wenn wir unterwegs sind. Das glutenfreie Eiweißbrot mit Zucchini, Quark, Mandeln und Ei ist super bekömmlich und schmeckt der ganzen Familie.

Ab wann dürfen Babys Zucchini essen?

Schon ab dem fünften Monat dürfen Babys Zucchini essen. Damit gehört die schlanke Gartenfrucht zu den ersten Gemüsesorten auf dem Speiseplan. Hat sich dein Kind an den Geschmack gewöhnt, kannst du den Zucchini-Brei auch mit sättigenden Kartoffeln oder Möhren verfeinern, die das Ganze süßer und schmackhafter machen. Die Kerne der Zucchini brauchst du für den Babybrei nicht zu entfernen, du solltest das Gemüse aber gründlich waschen und harte Stellen an der Schale wegschneiden, bevor du es pürierst. Schau dir am besten nochmal mein Babybrei Rezept mit Zucchini an.

© familienkost.de

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