KartoffelbreiKartoffelbrei – Das cremige Rezept, das alle lieben
Laut meinen Eltern war Kartoffelbrei schon mein Lieblingsessen, als ich selbst noch klein war. Mein Papa hat ihn immer gekocht. Und jetzt, viele Jahre später, löffeln meine eigenen Kinder ihn genauso gerne weg.
Ich verbinde mit dem Essensnamen auch noch andere Erinnerungen. Beim Rodeln gibt es den Spruch: „Bahn frei, Kartoffelbrei!" Den ruft man, kurz bevor man den Berg runtersaust, damit alle wissen: „Achtung, hier komm ich”. Außerdem muss ich immer an Bibi Blocksberg denken, die ich als Kind rauf und runter gehört habe. Ihr Besen heißt ja wie das Essen und sie sagt oft: Hex, hex, Kartoffelbrei. Was auch ziemlich gut zu meinem Rezept passt. Denn es ist so einfach gemacht, dass man fast sagen könnte, dass man mal kurz etwas zu essen gezaubert hat.
Das kartoffelig-cremige Essen ist übrigens der ideale Einstieg in die Familienkost: Kartoffeln sind leicht verdaulich und in cremiger Form leicht zu löffeln – auch für kleine Kinder. Wie du ihn fürs Beikost-Baby servierst, verrate ich dir weiter unten.
Bei uns zu Hause ist das Rezept auch ein totaler Meal-Prep-Hit. Am Vortag oder früh morgens koche ich eine kleine Portion Kartoffeln, stampfe sie kurz, mische manchmal noch ein paar Tiefkühlerbsen unter und brate Schinkenwürfel dazu an. Dann kommt alles zusammen in eine To-Go-Lunchbox und ich gebe meinen Kindern das Essen mit für lange Schultage.
Jetzt bekommst du erstmal das Rezept. Darunter findest du Tipps und Tricks zu Zubereitung, regionale Besonderheiten, leckere Ideen, mit denen du das Essen abwandeln kannst, köstliche Beilagen und einen Infokasten zur Abgrenzung zu Kartoffelpüree. Scrolle unbedingt nach unten, um nichts zu verpassen.
Zutaten für 4 Portionen
- 1 kg Kartoffeln (mehligkochend)
- 250 ml Milch (warm)
- 2 EL Butter
- ½ TL Salz
- 1 Prise Muskat
Zubereitung:
- Die Kartoffeln schälen und vierteln, mit Salz in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Aufkochen und mit gekipptem Deckel bei mittlerer Hitze 20 Minuten weich kochen.
- Kartoffeln abgießen und ausdämpfen lassen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, die Milch und das Salz zugeben und erwärmen.
- Kartoffeln mit einem Stampfer zerdrücken, mit der Butter-Milch-Mischung cremig rühren und mit Muskat abschmecken.
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Kartoffelbrei selber machen ist ganz einfach – mit meinen Tipps und Tricks!
- Dolle Knolle: Verwende für Kartoffelbrei immer mehligkochende Kartoffeln! Bekannte Sorten sind zum Beispiel Adretta, Augusta oder Ackersegen. Sie enthalten mehr Stärke und werden dadurch beim Kochen schön weich.
- Wärmstens zu empfehlen: Die Milch und Butter sollten nicht kalt untergerührt werden, sonst können Klümpchen entstehen. Hol sie am besten schon zeitig aus dem Kühlschrank, damit sie auf Zimmertemperatur kommen können.
- Schluck für Schluck: Füge die Flüssigkeit schluckweise hinzu und kippe nicht alles auf einmal hinein.
- Finger weg vom Pürierstab: Auch wenn es paradox klingt, weil es so cremig ist, aber: Ein gutes Kartoffelpüree wird nie mit dem Pürierstab gemacht. Pürierstab und auch Mixer zerstören die Stärkemoleküle und das Püree wird klebrig.
- Pressen oder stampfen: Verwende eine Kartoffelpresse oder einen Stampfer, so wie es Oma früher gemacht hat. Wähle den Küchenhelfer danach aus, wie die Konsistenz am Ende sein soll.
- Die Kartoffeln heiß verarbeiten: Solange die Kartoffeln noch dampfen, solltest du sie direkt pressen oder stampfen. Sind die Kartoffeln schon kalt, kann der Kartoffelbrei zäh werden.
- Muskatnuss frisch vs. gemahlen: Frische, geriebene Muskatnuss bringt ein intensiveres Aroma ins Kartoffelpüree. Gemahlene Muskatnuss eignet sich aber genauso gut, vor allem im Alltag, wenn es schnell gehen muss.
Gibt es einen Unterschied zu Kartoffelpüree?
Der Name „Püree” kommt ursprünglich aus dem Französischen und beschreibt eigentlich die Zubereitungsart: Der Brei wird dabei zusätzlich durch ein Sieb gestrichen, damit er besonders fein wird. Kartoffelpüree ist also streng genommen die feinere Variante, Kartoffelbrei die etwas gröbere Version mit Stückchen. Bei uns in Sachsen ist jedoch Kartoffelbrei die cremige Version. Sind noch Stückchen drin, sprechen wir von Kartoffelstampf. Mein Brei ist also durchaus cremig, kommt aber mit weniger Butter aus als das klassische Kartoffelpüree. Wenn du magst, kannst du nach Bedarf natürlich noch mehr Butter hinzufügen. Ein Püree mit reichlich Butter passt sehr gut zu besonderen oder festlichen Anlässen wie Weihnachten. Bereite den Kartoffel-Klassiker so zu, wie du magst und nenne ihn so, wie du möchtest. Weil die Definition regional so schwankt, verwende ich hier beide Namen für das Essen. Auf dieser Karte kannst du dir anschauen, in welcher Region es wie genannt wird.Eine regionale Besonderheit aus der Oberlausitz
Wo wir schon bei Namen sind: Im Oberlausitzer Dialekt heißt Kartoffelbrei Abernmauke, oder kurz Mauke. „Abern” kommt von „Erdbirnen”, einem alten Wort für Kartoffeln. „Mauke” wiederum geht auf das slawische Wort „muka” für Mehl oder Brei zurück. In Restaurants der Oberlausitz steht deshalb manchmal Abernmauke auf der Karte. Zubereitet wird das Essen traditionell mit zerstampften Kartoffeln, flüssiger Butter, glasigen Zwiebeln, angebratenem Speck, etwas Milch und Gewürzen, insgesamt ist das Ganze also herzhafter und deftiger als der Klassiker.Eine Spezialität hier in der Region ist die Oberlausitzer Teichelmauke: Der Kartoffelbrei wird dabei ringförmig auf einem tiefen Teller angerichtet. Das Loch wird mit kleingeschnittenem Fleisch gefüllt und in eine kleine Kuhle in der Mitte wird Rinderbrühe gegossen. „Teichel” bedeutet nämlich so viel wie kleiner Teich. Um das Fleisch wird noch ein Ring aus Sauerkraut gelegt. Ich kann mich daran auch erinnern. Mein Papa hat mir aus dem Brei auch immer so eine Staumauer gebaut und in die Mitte kam ein Ragout, das er gekocht hat. Oft aus Hühnerherzen. Das habe ich ewig nicht mehr gegessen, war aber immer sehr lecker.
Leckere Ideen, um für ein bisschen mehr Abwechslung beim Kartoffelbrei zu sorgen
- Direkt in Milch gekocht: Statt die Kartoffeln in Wasser zu kochen, kannst du sie auch direkt in der Milch kochen. Die Stärke, die sonst mit dem Kochwasser im Ausguss landet, bleibt so komplett erhalten und sorgt für eine besonders cremige Konsistenz beim Kartoffelpüree.
- Mit Gemüse gestreckt: Du kannst einen Teil der Kartoffeln durch Gemüse ersetzen. Blumenkohl, Knollensellerie, Brokkoli, Pastinake, Petersilienwurzel, Süßkartoffel oder Möhre eignen sich sehr gut dafür. So bringst du ganz nebenbei noch etwas mehr Gemüse in den Kartoffelbrei und auf den Teller.
- Vegane Variante: Du kannst die Butter auch durch Olivenöl ersetzen und statt Milch Hafermilch verwenden.
- Gewürze nach Geschmack: Füge Gewürze wie Majoran oder Oregano hinzu.
- Frische Kräuter obendrauf: Schnittlauch oder Petersilie machen sich super als Topping obendrauf. Sitzen Picky Eater mit am Tisch, stell die Kräuter lieber in einem separaten Schüsselchen zur Selbstbedienung dazu.
- Mit Kräuterbutter: Für den besonderen Geschmackskick kannst du statt Butter eine Kräuterbutter für das Kartoffelpüree verwenden.
- Mit Schinken: Rühre angebratene Schinkenwürfel unter, wenn du es deftiger magst.
- Mit pflanzlicher Milch: Ersetze die Milch durch Hafermilch, Mandelmilch oder Kokosmilch, wenn du möchtest.
- Mit Ei: Rühr ein Ei unter, wenn du den Brei extra cremig und reichhaltig magst.
- Französisch mit Käse: In Frankreich gibt es das Gericht Aligot. Dafür wird Kartoffelpüree mit reichlich Käse (zum Beispiel Tome fraîche), Crème fraîche und Knoblauch verfeinert und dann so lange gerührt, bis der Käse Fäden zieht. Als Käse kann man auch einen Mix aus Gruyère und Mozzarella nehmen.
- Grüner wird’s nicht: Grüner Kartoffelbrei wird mit Kräutern und grünem Gemüse verfeinert und bekommt dadurch seine grüne Farbe. Winterlich lecker: Zusammen mit Grünkohl und Speck wird daraus eine herzhafte und deftige Winter-Variante.
- Zwiebeln als Topping: Schneide eine Zwiebel in Würfel und brate sie in 2 EL Olivenöl oder Butterschmalz goldbraun an und schon hast du ein leckeres Topping zum Servieren.
So kannst du das Essen für kleine Kinder und Beikost-Babys zubereiten
Kartoffelbrei ist wie gemacht für den Beikost-Start. Meine drei Kinder haben ihn schon damals geliebt. Kein Wunder: Er ist mild im Geschmack, leicht verdaulich und lässt sich ganz einfach löffeln.Ab der Beikostreife bereitest du ihn am besten nur mit Wasser zu, ganz ohne Milch oder Salz. Im ersten Lebensjahr darf dann auch ein Schluck Milch mit rein, wenn du magst. Für die genaue Kochanleitung und noch mehr Infos rund um Mengen und Konsistenz hüpf am besten rüber zu meinem Rezept für Kartoffelbrei für Baby und Kleinkind. Dort hab ich alles genau für dich aufgeschrieben.
Du merkst also schon: von der Beikost über die Familienkost bis hin zur Geht-eigentlich-immer-Kost ist er eine sehr gute Wahl.
Was passt dazu? Beilagen für Kartoffelpüree
Diesem Thema habe ich sogar einen ganzen Artikel gewidmet mit dem Titel: Was passt zu Kartoffelbrei? Hier findest du eine kleine Auswahl:Beilagen für Fleisch-Fans:
Beilagen für Vegetarier:
Beilagen für Fisch-Fans:
Besondere Beilagen:
- Bratwurstkrake – eine niedliche Idee, die Kinder lieben
- Weihnachtsbratwurst – eine festliche Beilage für Feiertage
Aufbewahrung und Haltbarkeit + Einfrier-Tipps
Im Kühlschrank aufbewahren: Fertig zubereiteter Kartoffelbrei hält sich rund drei Tage im Kühlschrank. Lass ihn nach dem Kochen abkühlen und stell ihn dann zeitnah in den Kühlschrank. Er sollte nicht zu lange bei Zimmertemperatur rumstehen.Kartoffelbrei einfrieren: Auch das ist kein Problem. Lass den Brei komplett abkühlen, fülle ihn portionsweise in gefriergeeignete Behälter und dann heißt es auch schon: ab in den Tiefkühler. Dort hält er sich etwa zwei bis drei Monate.
Schonend auftauen und aufwärmen: Hol dir eine Portion Kartoffelpüree aus dem Tiefkühler und stelle sie am besten über Nacht in den Kühlschrank zum Auftauen. Danach kannst du das Püree im Topf bei mittlerer Stufe erwärmen. Füge noch einen Schuss Milch oder etwas Butter hinzu, damit das Essen wieder schön cremig wird. Auch die Mikrowelle eignet sich zum Aufwärmen, vor allem, wenn es mal richtig schnell gehen muss.
Resteverwertung von Kartoffelbrei
Du möchtest Kartoffelbrei Reste vom Vortag verwerten, weißt aber nicht, was du damit anstellen sollst? Probier doch mal etwas hiervon aus:- Als Basis für eine Suppe: Strecke das Kartoffelpüree mit Brühe und koche eine schnelle Kartoffelsuppe daraus.
- Für einen Auflauf verwenden: Bereite einen Shepherds Pie daraus zu. Bei dem Kartoffelbrei-Auflauf mit Hackfleisch und Gemüse ist der Brei eine Hauptzutat. Er kommt als Haube oben auf den Auflauf drauf, zusammen mit ein paar kleinen Butterstückchen und Cheddar.
- Als Puffer braten: Du möchtest die Kartoffelbrei Reste braten? Gute Idee! Mische einfach ein Ei und etwas Mehl drunter, forme kleine Puffer daraus und brate diese in der Pfanne an. Du kannst sie herzhaft genießen oder mit Apfelmus oder Zimt-Zucker servieren.
Noch mehr Ideen findest du in meinem Artikel Kartoffelbrei-Resteverwertung.
Was machst du mit Kartoffelbrei Resten?



- Am nächsten Tag weiter essen
- Suppe kochen
- Puffer braten
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Ein tolles Rezept! Danke dafür!
Ich habe zum ersten Mal Kartoffelbrei selber gemacht und er war einfach und richtig lecker! Danke für das Rezept und die vielen hilfreichen Tipps.
Bahn frei Kartoffelbrei kannte ich noch nicht als Spruch *Lach*. Den werde ich mir aber merken, genau wie das Rezept, weil das nämlich super ist.
Es ist mir gelungen. Es ist sehr cremig geworden. Das Ergebnis kann sich schmecken lassen. Meine Kinder haben Nachschlag genommen.
Bei uns (ich komme aus Münster/NRW) heißt es Kartoffelpüree, wenn es cremig ist, aber, wie du sagst, es ist doch egal wer was wo wie nennt. Hauptsache es schmeckt!
Vielen Dank für das Rezept und die Tipps, hab viel rumprobiert, aber so finden es die meisten lecker und es bleibt nichts übrig.
Mmmmmm
Der Tipp mit der Kräuterbutter statt der "normalen" Butter hat mir richtig gut gefallen!
Das beste Rezept!
Ich bin 10 Jahre alt und habe das Rezept gemacht (Beim Kochen der Kartoffeln hatte ich natürlich Hilfe). Das Rezept war super einfach und richtig lecker. Sogar meiner Cousine hat es geschmeckt und sie hatte mehr gegessen als ich, weil es ihr so doll geschmeckt hat. Dankeschön, dass du uns das Backen so einfach machst! ❤️
Einfach sooooooo lecker!!!
Richtig lecker. Ich koche Kartoffelbrei jetzt nur noch so.
mega !
Mit diesem Kartoffelbrei bin ich aufgewachsen. Jetzt lieben ihn auch meine Kinder. Eindeutig weiterzuempfehlen!
Sehr gut
Wer es nötig hat, sich in Kochforen rumzutreiben, um andere Menschen zu beleidigen und sich dadurch besser zu fühlen, tut mir einfach nur leid. Das muss ein sehr einsames Leben sein.
Wer zu blöd ist, Kartoffelbei zu machen, der tut mir einfach leid. Kartoffelbrei wird erst gestampft, dann mit Milch und einem Kochlöffel aufgeschlagen, dann die Butter und Muskat dazu und kräftig rühren. Das Topping ist jedem seine Sache.
Danke für super Rezept .Alles gelungen
Der Kartoffelbrei war eine kurzfristige Rettung 😅 Mir gelingt es meist nicht so gut, aber hat allen geschmeckt, danke
Nach Rezept zubereitet, hat super geschmeckt! Werde noch mit dem Rezept experimentieren.
Ich mache den Kartoffelbrei genau so. Ein wenig Muskatnuss verfeinert den Brei. Und wenn was übrig ist, kann man 1 Ei und etwas Mehl unterrühren, kleine Kleckse aufs Backblech spritzen und backen. Fast wie Herzoginkartoffeln ;-)
Prima
Fast wie bei Oma!
Hat super geschmeckt, sehr, sehr lecker. Danke für die tolle Beschreibung
Ich habe das heute nachgekocht, war gut, leider viel zu süß durch das Ketchup. Das nächste Mal werde ich das weg lassen, dann wird's richtig gut. Vielen Dank für das Rezept.
Wir mussten ein Kartoffelrezept schreiben und ich hab Kartoffelbrei genommen und bis Freitag müssen wir es geben also abschreiben ich gebe es morgen und ich hab das Kartoffelbrei probiert das ist so lecker du bist die beste oder der beste
Habe das Rezept ausprobiert sehr gut und schmeckt wie beschrieben aber leider ist mir Topfboden abgebrannt irgendwas hab ich falsch gemacht, kann man leicht beheben
Tolles Rezept … ist mir gut gelungen … Danke. Ich allerdings habe zwei Zwiebel in Ringe geschnitten. Eine Hand voll Mehl in einen Suppenteller getan und die Zwiebel oben auf das Mehl im Teller. Nun den gleichen Suppenteller verkehrt herum auf den anderen mit Zwiebel und Mehl gefüllten Suppenteller. Kräftig durchschütteln so dass die Zwiebel gut gefehlt sind. Dann die gemerkten Zwiebel in Öl oder Butterschmalz kurz in die Pfanne … einfach ehrlich wie knusprig die sind
Sehr schön ich wollte doch glatt den pürierstab verwenden Danke sehr lecker 😋
Gutes Rezept!
lecker!
Super! habe ich heute ausprobiert!
Verständlich, informativ und angenehm beschrieben. Danke!
Sehr gutes , leckeres Rezept 👍
Absolut lecker u nur wenige Zutaten, die schnell zur Hand sind
Dankeschön. Das Rezept hat mir sehr geholfen und das Ergebnis war ein richtig leckerer Kartoffelbrei wie von Oma früher










