Gesunde Kindheit: So essen Kinder gerne viel Gemüse

Das Gemüselexikon | Empfehlungen für Gemüse für Kinder

Eine bunte Gemüsepfanne, ein knuspriges Blumenkohlgratin oder eine cremige Tomatensuppe – was uns Erwachsenen schon beim Zuhören das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, klingt für Kinder manchmal überhaupt nicht appetitlich.

Dabei ist Gemüse unabdingbar für eine gesunde Kindheit. Eine vielseitige und ausgewogene Ernährung macht fit und stark – und das ist für unsere Kids im Wachstum doppelt wichtig. Was also tun, wenn die Kleinen kein Gemüse mögen und es nur von der einen Tellerseite auf die andere schieben, statt es zu essen?

Hier kommen meine Tipps und Tricks, wie du es schaffst, dass auch dein Kind mehr Gemüse isst.

Warum essen Kinder ungern Gemüse?

Ganz einig ist sich die Forschung zwar nicht, was diese Frage angeht. Einige Wissenschaftler vermuten jedoch, dass ein natürlicher Abwehrmechanismus der Grund für die Abneigung vieler Kinder gegen Gemüse ist.

Sobald sie laufen lernen und ihre Umwelt auf eigene Faust entdecken, stecken sich Kinder Dinge instinktiv in den Mund. Ihr angeborener Abwehrmechanismus schützt sie dabei vor Gefahren wie zum Beispiel Vergiftung. Sie lehnen folglich alles Neue und Unbekannte ab, und darunter fallen auch Geschmäcker.

Wenn die Kinder die Säuglingsphase verlassen und langsam an Beikost herangeführt werden, lernen sie Stück für Stück neue Geschmacksrichtungen kennen. Deshalb solltest du keinesfalls verzweifeln, wenn dein Baby den Brei am Anfang ablehnt. Biete es einfach immer wieder an, dann gewöhnt sich dein Kind daran.

Einige Gemüsesorten enthalten natürliche Bitterstoffe, die zwar auch super gesund sind, aber einfach etwas herber schmecken. Viele Kohlsorten wie Grünkohl und Rosenkohl gehören dazu. Diese Sorten mögen die meisten Kinder nicht, und das ist völlig in Ordnung, solange sie andere Sorten essen.

Wieviel Gemüse sollen Kinder essen?

Neben zwei Portionen Obst empfehlen Ernährungsexperten für Kinder drei Portionen Gemüse am Tag, um möglichst viele Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen.

Die genaue Menge misst sich aber auch am Alter. Ein Kleinkind braucht beispielsweise weniger als ein Teenager. Sehr gut ist es außerdem, wenn das Gemüse auf dem Teller bunt und vielfältig kombiniert wird.

Am nährstoffreichsten ist das saisonale und regionale Angebot beim Obst- und Gemüsehändler oder im Supermarkt. Dies ist auch finanziell am günstigsten, weil es meist keine langen Lagerzeiten und Transportwege hinter sich hat.

Rohkost oder nicht?

Es ist erstaunlich, wie viele gesunde Lebensmittel die Natur bietet. Gemüse gehört natürlich dazu. Ein paar knackige Möhren sind ein perfekter Snack für Kinder. Sie schmecken roh und enthalten zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Viele Lebensmittel sind für uns aber sogar noch gesünder, wenn sie gegart werden.

Gerade für kleine Kinder ist das wichtig, weil der Verdauungsapparat noch nicht voll ausgebildet und funktionsfähig ist. Natürlich solltest du das Gemüse nicht zu lange kochen, denn dann verkochen auch die Nährstoffe.

Manches Gemüse enthält Gifte, die erst beim Kochen zerstört werden – zum Beispiel Bohnen. Und auch Nachtschattengewächse wie Kartoffeln können das giftige Solanin enthalten, das beim Kochen zwar nicht vollständig zerstört, aber aufgelöst wird. Tomaten enthalten auch Solanin, dieses verschwindet im Laufe des Reifungsprozesses. Deshalb solltest du Tomaten immer nur im reifen Zustand kaufen!

5 Tipps, wie du dein Kind für Gemüse begeisterst

Druck und Vorwürfe bringen gar nichts, um Kindern Lust auf frisches Gemüse zu machen. Stattdessen ist Kreativität gefragt. Wenn du einige Zutaten clever kombinierst, dann werden deine Kinder Gemüse lieben! Hier kommen meine fünf besten Tipps:
  1. Gemeinsamer Ausflug zum Wochenmarkt: Hier kann dein Kind frisches Gemüse erleben und anfassen. Lass dein Kind selbst aussuchen, das steigert das Interesse an dem Produkt.
  2. Gemeinsam kochen: Zusammen waschen, schnippeln und zubereiten, das schafft ein gemeinsames Erlebnis (natürlich unter Aufsicht und mit Kinder-Messer). Dein Kind wird wissen wollen, wie selbstgekochtes Essen schmeckt!
  3. Das Auge isst mit: Sei kreativ und richte das Gemüse ideenreich an. Wie wärs mit einem lustigen Pizzagesicht aus Zucchini und Paprika?
  4. Ein Smoothie mit viel frischem Gemüse ist ein echter Geheimtipp. Kombiniere zum Beispiel eine Banane mit einer großen Menge Spinat und mixe es – dein Kind wird es lieben!
  5. Tipp für Beikost: Wenn dein Kind puren Gemüsebrei nicht mag, mixe etwas süßes Obst hinein.

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