15 sommerliche Schrebergarten-Rezepte, um eigene Ernte zu verarbeiten
Schrebergarten Rezepte sind für mich echte Kindheitserinnerungen, denn schon als ich klein war, wurde im Sommer im Garten meiner Eltern und meiner Oma geerntet, was das Zeug hielt und auf den Tisch gebracht. Fast jeden Tag wartete neues Obst und Gemüse darauf, verarbeitet zu werden. Zucchini wurden gefühlt über Nacht zu dicken Knüppeln, den Gurken konnte man beim Wachsen zusehen, Tomaten leuchteten in allen Farben und auch Beeren und Obst wurden mit einem Mal so schnell reif, dass sie eimerweise auf Weiterverarbeitung warteten. Daran muss ich jeden Sommer wieder denken: Erst wartet man sehnsüchtig auf die Ernte und plötzlich fragt man sich, was man aus all den leckeren Schätzen kochen soll.
Die Idee für diese Sammlung mit sommerlichen Schrebergarten Rezepten kam mir, als ich für mein neues Kochbuch in den Rezepten meiner Kindheit gestöbert habe. Meine Eltern hatten neben unserer Neubauwohnung einen Schrebergarten und auch meine Oma hatte ein kleines Haus mit einem riesigen Garten. Dort gab es gefühlt alles, was man in einem gut sortierten Hofladen kaufen kann. Sogar eigene Spargelreihen im Frühling. Ich erinnere mich an den frisch geernteten Kopfsalat, der in der roten Plasteschüssel am Gartenwasserhahn auf seinen Weg in die Küche wartete. An Schüsseln voll mit bunten Tomaten in den verschiedensten Rottönen, aus denen mir Oma zum Abendbrot ihre Tomatenschnitten mit Butter, Zwiebeln, Salz und Pfeffer gemacht hat. Und natürlich an ihre großen Bleche Kirschstreuselkuchen, die sie der ganzen Familie servierte, die mit tropfendem Zahn schon auf der Hollywoodschaukel wartete.
Ein paar dieser Erinnerungen und 15 sommerliche Schrebergarten Rezepte habe ich dir heute mitgebracht. Freu dich auf schnelle und unkomplizierte Ideen, mit denen du Zucchini, Gurken, Tomaten, Bohnen, Beeren und weiteres aus der Sommerernte lecker verarbeiten kannst.
Wenn du noch mehr Appetit auf bodenständige Familienkost hast, lege ich dir auch mein neues Kochbuch „Das gibt’s jetzt öfter” ans Herz. Es erscheint am 21.8. und nur wer es vorbestellt, kommt sofort in den Genuss meiner 6 exklusiven Vorfreude-Rezepte.

Schüttelgurken - „Rüttel dich und schüttel dich“
Ich weiß nicht, ob mein Vater den Gurkenpflanzen jedes Jahr etwas Liebevolles ins Ohr flüstert, aber wenn er beim Anbau unterstützt, ist uns immer eine reiche Ernte sicher. Manchmal haben wir bis zu 10 frische Gurken an einem Tag. Neben dem klassischen Gurkensalat sind diese Schüttelgurken ein schnelles Rezept, um viele davon zu verarbeiten. Dafür musst du sie nur in Scheiben schneiden und mit einer essighaltigen Marinade in eine Schüssel geben. Dann kräftig schütteln und ab in den Kühlschrank. Weil das so schnell geht, ist das Rezept auch als Blitzgurken und Schnellgurken bekannt.

Bohnensalat mit grünen Bohnen - „Bohn to be wild“
Grüne Bohnen sind für mich eine der klassischsten Schrebergarten Gemüsesorten. Ich habe beim Gedanken an sie immer gleich die großen Ranken meiner Eltern im Kopf, die so hoch werden, dass mein Papa sie teilweise mit der Leiter ernten muss. Solange die Bohnen noch dünn und zart sind, verarbeitet meine Mama sie zu Bohnensalat. Mit Zwiebeln, ordentlich Pfeffer und einer leichten Marinade gehört er für mich zu den Lieblingen im Sommer.

Bohneneintopf - „Bohn-Appétit”
Wenn die Bohnen schon etwas größer und dicker sind, eignen sie sich am besten für einen Eintopf. Meine Oma Lotti hat ihren Bohneneintopf immer mit Kassler und einer Einbrenne gekocht. Wie gern würde ich noch einmal an ihrem Tisch in der Veranda sitzen und mir von ihr eine Portion auf dem blauen Zwiebelmusterteller servieren lassen. Das geht leider nicht mehr, aber zum Glück habe ich ihr Originalrezept für alle Ewigkeit abgespeichert.

Omas Kohlrabi-Eintopf - „Kohl-Laboration”
Dieser Kohlrabi-Möhren-Eintopf ist eins der Schrebergarten Rezepte, mit denen wir die Erntesaison schon im Frühsommer einläuten. Wenn ich mich gegen die Schnecken im Hochbeet durchsetzen kann, wandern die dicken Kohlrabi-Knollen mit saftigen Möhren und Kartoffeln in einen Topf und werden zu einem leckeren Mittagessen für die ganze Familie, in dem gern noch Bratwurstbällchen abtauchen.

Schmorgurken - „Ich brutzel dir was”
Wusstest du, dass man Gurken auch braten und warm essen kann? So wird das bei unserem Schmorgurken Rezept gemacht, das super gut zu Kartoffelbrei und Fisch oder Salzkartoffeln und Buletten schmeckt. Die Basisvariante ist vegetarisch, meine Mama brät gern Schinken mit an und wer will, kann sie noch ein bisschen upgraden und als Schmorgurken mit Hackfleisch zubereiten.

Tomatensalat - „To-mate with Love”
Wenn du mich nach meinem Lieblingsessen fragst, werde ich immer mit einem Tomatengericht antworten. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich schon als Kindergartenkind bei der Tomatenernte meiner Oma Lotti behilflich war. Ob Tomatenschnitten, Tomatensuppe oder dieser einfache Tomatensalat - bei diesen Gerichten bin ich immer dabei. Zum Glück ist ein einfacher Tomatensalat ganz schnell zubereitet. Also pack dir schnell das Rezept auf deine digitale Merkliste.

Schopska Salat -„Schopsk-Aholic”
Der Schopska Salat ist das bulgarische Äquivalent zum griechischen Bauernsalat, denn er enthält sehr viel Gemüse, das im Garten wächst. Ich mag die erfrischende Mischung aus Paprika, Gurken, Tomaten und Zwiebeln sehr gern, die ganz einfach mit Essig und Öl gewürzt und schließlich mit geriebenem Schafskäse serviert wird.

Radieschensalat - „Scharf-sinnig”
Sind dir Radieschen manchmal zu scharf, um sie pur zu essen? Dann bestreue sie mal mit etwas Salz - das macht sie milder. Diesen Trick wende ich immer für die Brotdose meiner Kinder an. Auch der Radieschensalat macht sich den Effekt zunutze, denn darin treffen die kleinen Radieserl auf ein mildes Dressing. Wir mögen den Rohkostsalat sehr gern auf dem Tisch, wenn wir eine Brotzeit machen und auch zu Wurstsalat oder Bratkartoffeln ist er eine herrliche Beilage.
Ein Hochbeet für Kinder & Familie: Gemeinsam anbauen, ernten und genießen
Ein Hochbeet für Kinder & Familie: Gemeinsam gärtnern, Gemüse ernten und spielerisch Ernährung lernen – einfache Anleitung & Tipps für Einsteiger.
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Eingelegte Zucchini - „Sauer macht süchtig”
Meine Oma hatte immer eine gut gefüllte Speisekammer, denn sie hat Obst und Gemüse in Hülle und Fülle eingeweckt. Früher musste man das machen, um das ganze Jahr über abwechslungsreich kochen und backen zu können. Tiefkühltruhen und Konserven im Supermarkt waren nicht so alltäglich wie heute. Ich habe besonders ihren süß-sauren Kürbis geliebt, für den ich dir bald das Rezept aufschreibe. Ganz ähnlich sind aber auch ihre eingelegten Zucchini, die gut verschlossen locker zwei Jahre halten.

Pflaumenkuchen - und andere rasend schnelle Varianten
Je nachdem, welches Obst grad im Garten reif ist, habe ich für dich das perfekte Kuchenrezept. Los geht's im Jahresverlauf mit dem rasend schnellen Rhabarberkuchen, der dann vom Kirschkuchen, Blaubeerkuchen, Mirabellenkuchen, Pflaumenkuchen und schließlich vom Apfelkuchen abgelöst wird. Der einfache Rührteig lässt sich nach Herzenslust abwandeln und steht in weniger als einer Stunde auf dem Tisch.

Stachelbeerkuchen mit Baiser - „Sauer macht lustig”
Stachelbeeren sind für mich ein Inbegriff von Schrebergarten Obst. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich als kleines Kind durch unsere Gartensparte gehüpft bin und heimlich die kleinen Früchte genascht habe, die neben Himbeeren über den Zaun hingen. Meinem Sohn Carlo habe ich diese Liebe vererbt. Omas Stachelbeerkuchen mit Baiser gehört zu seinen Lieblingen, aber auch zu Stachelbeer-Crumble sagt er nie nein.

Apfelmus - „Mus(t)-have”
Wer einen Apfelbaum im Garten hat, kommt um ein gutes Apfelmus Rezept nicht herum. Meine Oma hat ihn immer in großen Weckgläsern konserviert. Meine Schwiegermutter friert ihn kiloweise ein. Egal wofür du dich entscheidest: Die Zubereitung ist kinderleicht und mit meinem Grundrezept zuckerfrei. So eignet sich das Apfelmus nämlich auch für alle kleinen Familienkost-Anfänger, die nach ihrer Beikostzeit ganz frisch am Familientisch sitzen.

Rote Grütze - „Beerenstark”
Du hast Himbeeren, Brombeeren, Kirschen, Johannisbeeren oder Stachelbeeren im Garten? Dann kannst du sie pur naschen oder ganz schnell und einfach mit meinem Rezept in eine rote Grütze verwandeln. Das fruchtige Dessert schmeckt prima auf Joghurt und ist das perfekte Topping für Milchreis, Grießbrei, Waffeln und Pfannkuchen.

Gefüllte Zucchini - „Füll-Harmonie”
Wenn du den richtigen Moment erwischst und die Zucchini noch in normaler Größe erntest, kannst du sie prima mit Hackfleisch füllen und mit Käse überbacken. Pur hast du dann ein leckeres Low Carb Gericht, das mit Baguette, Reis oder Kartoffelbrei zu einer ausgewogenen Hauptmahlzeit für die ganze Familie wird. Weil einer meiner Söhne kein Hackfleisch mag, gibt es bei uns immer noch vegetarisch gefüllte Zucchini als Alternative dazu.

Gefüllte Paprika - „Bunte Hülle, lecker Fülle”
Nach altem DDR Rezept bereite ich gefüllte Paprika immer mit Hackfleisch und Reis in der Füllung zu. So kenne und liebe ich das gefüllte Gemüse von meinen Eltern, das sich sehr gut vorbereiten und auch einfrieren lässt.
Hier findest du weitere Ideen und Schrebergarten Rezepte
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- In meinen Wochenplänen für das ganze Jahr findest du schnelle und einfache Rezepte mit saisonalem Obst und Gemüse. So hast du jeden Monat die passenden Ideen für deine Ernte parat.
- Die Küche soll bei Sommerhitze möglichst kalt bleiben? Dann schau dir meine Salat-Rezepte an.
- Wenn du gezielt nach einer Gemüsesorte suchst, empfehle ich dir meine Gurken-Rezepte, Tomaten-Rezepte, Zucchini-Rezepte oder die große Sammlung Gemüserezepte.
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Schnelle Gemüse Rezepte für jeden Tag - mit diesen bunten Gemüsegerichten Kinder & Familie klappt's auch an deinem Tisch:
Gemüse Rezepte
Warum der Schrebergarten (oder Strebergarten) so wertvoll ist
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Eltern lachen mussten, als ich sie vor ein paar Jahren nach Geschichten aus unserem Strebergarten gefragt habe. Natürlich heißt es Schrebergarten. Der Name geht auf den Arzt Daniel Gottlob Moritz Schreber zurück. Ursprünglich wurden sogenannte Schreberplätze angelegt, damit Kinder an der frischen Luft spielen und sich bewegen konnten. Später entstanden daraus die Schrebergärten, wie wir sie heute kennen – mit Beeten, Obstbäumen und oft auch einer kleinen Laube, die vielerorts liebevoll Datsche genannt wird.Ich bin bis zu meinem achten Lebensjahr in der DDR aufgewachsen. Damals spielten Gartensparten eine wichtige Rolle im Familienleben und haben auch mich sehr geprägt. Ich denke gerne an Gartenfeste mit den Nachbarn, Bonbonketten beim Kindergeburtstag, den Mittagsschlaf in der Laube und an das runde Planschbecken zurück, das meine Eltern für uns aufgebaut hatten.
Nach der Wende zog meine Familie in ein Eigenheim und der Garten war von da an direkt vor der Haustür. Die eigene Ernte blieb deshalb ein fester Bestandteil unserer Familienküche. Heute bewirtschafte ich selbst einen großen Garten. Gemeinsam mit meinen Kindern stecke ich Kartoffeln, pflanze Gurken im Gewächshaus an und probiere im Hochbeet die unterschiedlichsten Gemüsesorten aus. Als Ernährungsberaterin ist es für mich etwas ganz Besonderes, meinen Kindern zu zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie aus der eigenen Ernte leckere Familiengerichte entstehen.
Ich werde oft gefragt: „Hast du nicht ein paar Rezepte für ...?“
In der Rezepte-Rundschau zeige ich dir deshalb meine liebsten Ideen zu einem bestimmten Thema – handverlesen und mit einer kleinen Küchennotiz versehen.






















